Hausach

Tierfreunde setzen 1500 Euro Belohnung aus

Autor: 
Keller
Lesezeit 3 Minuten
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03. April 2020

Sabine Silzer vom TSV Hornberg-Gutach mit Linus und Michael Winter mit Leica hoffen auf Hinweise, die zur Überführung des Hundehassers führen. ©Keller

Nach einem Aufruf in den sozialen Medien kamen 1500 Euro zusammen. Diese werden ausgelobt für Hinweise, die zur Ergreifung des Hundehassers führen, der in Hausach die präparierten Wurstköder ausgelegt hat. 

Am vergangenen Montag wurden von einem Unbekannten in der Zeit zwischen 11 und 15 Uhr mit Nägeln und Schrauben gespickte Wurststücke am Hausacher Tannenwald ausgelegt (wir berichteten). Zwei Hunde nahmen davon auf und mussten tierärztlich behandelt werden, einer konnte noch am gleichen Abend nur durch eine Notoperation gerettet werden. 

Die Nachricht ging wie ein Lauffeuer durch die sozialen Medien und sorgte für Empörung, die weit über den Ortenaukreis hinausreichte – und nicht nur unter Hundebesitzern. Michael Winter wohnt in der Straße unterhalb des Tannenwalds. Er ist selbst Betroffener, seine Hündin Leica nahm am Mittwochmorgen der letzten Woche einen Köder auf. Nur der schnellen Reaktion seiner Lebensgefährtin war es zu verdanken, dass der Hund das präparierte Wurststück ausspuckte. 
Dadurch wurde ihm klar, dass „Hundebesitzer in solchen Fällen dem Hundehasser und dessen bösartig-feiger Aktion meist völlig hilflos ausgeliefert sind“. Er erinnerte sich an seine Lausbubenzeit, in der sie einiges anstellten, aber durch teilweise kuriose Zufälle auch fast immer erwischt wurden. 

Haslacher Polizei nimmt Hinweise entgegen

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Und da kam ihm die Idee zur derzeit anlaufenden Belohnungsaktion, mit der er bei den hiesigen Hundebesitzern offene Türen einrannte. Auch mit der Stadtverwaltung wurde alles abgeklärt, und die Haslacher Polizei nimmt die eingehenden Hinweise gerne entgegen, da sie nach den Anzeigen von Geschädigten die Ermittlungen aufgenommen hat. 

Um alles sauber und nachvollziehbar zu verbuchen, stellte der Tierschutzverein Hornberg-Gutach sein Konto zur Verfügung. Der Aufruf wurde in den sozialen Medien mehrfach geteilt. Schon innerhalb des ersten Tages gingen mehr als 1000 Euro für die Auslobung der Belohnung ein, und am zweiten noch einmal knapp 500 Euro. 

Gibt es eine Spur zur Cabanossi?

So können nun 1500 Euro für sachdienliche Hinweise geboten werden. Durch diese hohe Belohnung aufmerksam gemacht, erinnert sich vielleicht doch jemand an eine verdächtige Person, die sich im genannten Zeitraum am Tannenwald auffällig verhielt, hoffen die Initiatoren. Vielleicht gibt es auch eine Spur zur Cabanossi, einer nicht ganz gängigen Wurstsorte? 
Die Hundehalter hoffen nun jedenfalls auf die Aufmerksamkeit der Bevölkerung, „um diese widerliche Tat aufzuklären und auch für Abschreckung zu sorgen“. Sollte die Belohnung nicht zum Tragen kommen, werde das Geld selbstverständlich wieder zurückgezahlt oder je nach Wunsch des Gebers für einen tierschutzrelevanten Zweck verwendet.

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