Kolumne "Ä schees Wucheend"

Tierisch - oder was net in de Bibel stoht

Autor: 
Claudia Ramsteiner
Lesezeit 3 Minuten
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21. Juli 2018

Claudia Ramsteiner ©Michael Goetze

Die Wochenend-Kolumne der Kinzigtal-Ausgabe heute mal wieder alemannisch.

Etz sin Kinder us em Hus, un sell isch bis hit tierfreie Zone bliebe – wenn mer mol vun däne läschdige Stinkkäfer absieht, wo jedes Friehjohr durch d Ritze schlupfe, vun de Ameise un Wefzge im Summer un vun de Spinne im Herbschd.

Wenn’s nämlich noch unsere Kinder gange wär, hätte mir unser Hus in ä Arche Noah umfunktioniere kenne. Alli paar Däg hän sie andere tierische Aschaffungswünsch gha – un jedes Mol hän mir uns wieder neue Usrede iifalle losse miesse. Gege Hund un Katze Tierhoor-allergie, gege Schlange ä Schlangephobie un gege ander exotisch Uuzifer s Arteschutzgsetz. Un fier ä Pferd häbe mer kei Geld un kei Platz.

I han wirklich nix gege kei einzigs Tierle

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Noch de Hase, Katze un Hund sin sie denn uf d Vegel kumme. Gege so e harmlose Wellesittich gäb’s doch etz wirklich nix zum sage? Un wenn i gsait han, dass Vegel fliege welle un net in so en kleine Käfig niigsperrt ghere, hät eini gmeint, de Vogel vun ihre Freundin sei ganz zfriede, er dät als beiere uf d Schultere sitze und dät immer wieder vun selber in de Käfig zruckfliege. I han denn schu an Schocktherapie denkt und han welle mitere Hitchcocks »Die Vögel« aluege.

Also net, dass i morge Morddrohunge vun Tierschützer krieg. I han wirklich nix gege kei einzigs Tierle. Aber die ghere in de Wald, uf de Baum, in de Bach un net uf mi Sofa. 
Zum Schluss hän sie’s denn mit de Bibel probiert. »Ihr kenne doch die Gschicht vum Noah, wo alli Tier bi sich im Schiff läbe losst, dass sie in de Sintflut net vesuffe. Des war ä Chrischt! Dreimol hät er Taube fliege losse, zweimol isch si zruck kumme. Un wo si s dritt mol nimmi zruck kumme isch, hät de Noah gwisst, dass sie jetzt Land gfunde hät. Un ihr welle net emol e Wellesittich.

Des war ganz ondersch

I han ere erklärt, dass mer net alles eins zu eins glaube derf, was in de Bibel stoht. Sell mit dem Noah, sell war wohrschinz ganz ondersch. Der hät den Vogel nämlich unbedingt los wäre welle. Die hät sinere Familie d Körner wegfuetteret, hät die ganze Arche voll gschisse un hät so viel Eier glegt, dass er hät miesse mit de schlimmschte Taubeplog rechne. Also hät er sie nusgworfe. Un endlich s drittmol isch sie furt bliebe. Un wo er mit sinere Arche uf em Berg Ararat glandet isch un alli usgstiege sin, do hockt die bled Taub  schu wieder do. Wüetig hät de Noah grieft: »Hergottzack, werre mir den bleede Vogel nie meh los?« Leider isch de letschde Satz net in d Bibel uffgnumme wore. 
 

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