Gutach

Trachtenkapelle Gutach verzaubert ihr Publikum

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10. Dezember 2019

(Bild 1/3) Michael Blum hatte seine Gutacher Trachtenkapelle für das Jahreskonzert bestens vorbereitet. ©Claudia Ramsteiner

Zauberhafte Musik mit einer originellen Hallendeko und witzige Einlagen des Moderatorenduos verwandelten die voll besetzte Festhalle beim Jahreskonzert der Trachtenkapelle am Samstagabend zu einer musikalischen Zauberwelt.

Besser hätte die Trachtenkapelle Gutach ihren Werbeblock „Zöglinge gesucht“ gar nicht untermalen können wie mit dem Konzert des Jugendensembles, das Dirigentin Jasmin Turobin für das Jahreskonzert „Zauber der Musik“ zusammengestellt hat. Mit einem rasanten Schlagzeugsolo von Mario Schrenk stieg das Ensemble in den rockig-fetzigen Popsong „Runaway Baby“ ein, das den weiteren Solisten Marius Dilger, Sven Kirschbaum und Philipp Schondelmaier ebenfalls Gelegenheit gab, sich herauszuheben. 

Songs aus „La La Land“

Wer Jugendliche für Blasmusik begeistern will, muss Literatur wählen, die auch die Jugend verzaubert. Mit den schönsten Songs aus dem populären Musical „La La Land“ verzückte das Ensemble auch das Publikum, unter anderem mit dem lieblichen Duett in „City of Stars“ zwischen Saxofon und Klarinette, die die beiden Protagonisten des Musicals verkörperten. 
Und weil die Polka „Ein halbes Jahrhundert“ nicht nur in den Charts der zehn beliebtesten Polkas steht, sondern auch laut Jasmin Turobin „alles hat, was eine Polka braucht“, kommt diese auch bei Jugendlichen gut an: mit schönen Melodien für die Tenor- und Flügelhörner, effektvollen Trompetensignalen, verspielten Themen für die Holzbläser und einem knackigen Zwei-Viertel-Takt für Schlagzeug und Tuba. Und auf den frenetischen Beifall gab’s den Hit „Africa“ der Rockband „Toto“ noch als Zugabe obendrauf.

„Mit welchem Schmu fange mer heut a?“, relativierte die repektlos-freche Assistentin Jasmin Silman die Kunst des großen Meisters „Magic Michael“ alias Mike Lauble. Mit ihren witzigen Einlagen zwischen dem „Zauber der Musik“ steigerte das Moderatorenduo den Unterhaltungswert des Jahreskonzerts noch enorm.
Mit „A Kind of Magic“ stieg dann Michael Blum mit seiner Trachtenkapelle ins Programm ein und verstand es auf Anhieb, das Publikum mit der magischen Musik von „Queen“ zu begeistern. 

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Dramatischer Höhepunkt

Und dann folgte schon ein erster Höhepunkt mit einem Medley aus Walt Disneys „Fantasia“. Als Hinweis auf die Handlung dieses 80 Jahre alten Zeichentrickfilms zauberte Mike Lauble schon mal eine Mickeymaus aus dem Zylinder. War die Handlung des Trickfilms über Goethes „Zauberlehrling“ mit klassischer Musik unterlegt, so konnte sich das Publikum hier zur Musik die Handlung trefflich vorstellen – wie dem Zauberlehrling seine Zauberei immer mehr entgleitet: fantastische Themen für alle Register mit einem dramatischen Höhepunkt.

Entspannung für Musiker und Publikum gab es danach mit dem beschwingten Marsch auf Bayerns Märchenkönig. Wahnwitzig die nächste Ansage des Zauberduos: Mit dem festen Plan, eine Frau zu zersägen, leitete das Duo über vom „Irren“ zum „Iren“ und vom „Kick“ zum „Gig“ und kündigte so das abwechslungsreiche „Tales of the Emerald Isle“ an, dessen irische Folk-Melodien sich in den Registern überlagern, mal tänzerisch, mal lyrisch, aber von Anfang bis Ende zauberhaft schön.

Krönung des Abends

Und nun war der Moment für den größten Zauber des Abends gekommen: Das große Potpourri aus Mozarts Krönung seines Opernschaffens „Die Zauberflöte“ sorgte auch für die Krönung des Konzerts. Vom getragenen „Das klinget so herrlich“ bis zum beschwingt-verspielten Lied des Papageno meisterte die Kapelle alle Herausforderungen spielend und erntete wahre Beifallsstürme. Inzwischen war es schon nach 23 Uhr – und als das Publikum immer noch nicht genug hatte, gab es noch zwei Märsche für den Heimweg:  „Späte Liebe“ und noch einmal den klassischen „Marsch vom edlen Volk“ vom Beginn des Konzerts. 

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