Fußballsport war sein großes Hobby

Trauer um Haslacher Karl Kilgus

Autor: 
Fred-Jürgen Becker
Lesezeit 3 Minuten
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14. Januar 2020

Dieses Foto zeigt Karl Kilgus im Alter von 80 Jahren. Rund zehn Jahre später ist er gestorben. ©Archivfoto: Fred-Jürgen Becker

Knapp zwei Monate nach seinem 90. Geburtstag verstarb am späten Donnerstagabend der gebürtige Haslacher Karl Kilgus.

Zu seinem Ehrentag an seinem 90. Geburtstag am 21. November 2019 freute er sich über die große Schar der Gratulanten (wir haben berichtet). Sein großes Hobby war sein Leben lang der Fußballsport.

Karl Kilgus wurde 1929 in seiner Heimatstadt Haslach geboren, wuchs auch hier auf, ging hier zur Schule und setzte sich den Beruf des Bankkaufmanns zum Ziel. Als Bevollmächtigter der damaligen Volksbank Kinzigtal blieb er dem Institut bis zu seiner Pensionierung treu. 

Seine große Leidenschaft neben Familie und Beruf gehörte dem Fußballsport. Als Schiedsrichter und Funktionär war er 65 Jahre dabei und ein wahres Multitalent. Er war als Schiedsrichter auf vielen Plätzen der Ortenau, in Südbaden und in Süddeutschland unterwegs.

Verdienter Schiedsrichter

In der Saison 1954/55 begann seine Laufbahn als Schiedsrichter. Zuvor spielte er beim SV Haslach bis zur Zweiten Amateurliga und beim SV Mühlenbach aktiv Fußball. Schnell erkannten die Verantwortlichen sein Talent als Schiedsrichter, so dass er in kurzer Zeit bis zum Linienrichter der Regionalliga Süd aufstieg.

1963 kam er schließlich ins Aufgebot der südbadischen Schiedsrichter für die Regionalliga-Süd. Das war damals unter den fünf Oberligen die zweithöchste Liga im deutschen Fußball.

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Nach seiner Laufbahn als Schiedsrichter begann seine Arbeit als ehrenamtlicher Funktionär in verschiedenen Aufgabengebieten: Zwölf Jahre Bezirksbeobachterchef bis 1989, ebenso Beobachter bis zur Oberliga Baden-Württemberg sind nur einige Stationen.

Zudem war er in seinen jungen Jahren auch  Jungschiedsrichterobmann und in seinen späteren Jahren von 1996 bis 2017 Oldie-Gruppen-Obmann bei den Seniorenlehrgängen in Saig. Diese besuchte er in den genannten Jahren regelmäßig.

Hauptmann der Ranzengarde

Für seinen außerordentlichen Einsatz für die Schiedsrichterei bekam er im Laufe der Jahre alle wichtigen Ehrungen, so 2004 den Goldenen Ehrenring der Schiedsrichtervereinigung Offenburg und die Ehrenmitgliedschaft im Südbadischen Fußballverband. 

Bemerkenswert ist, dass er in seinen Jahren als Schiedsrichter immer dem SV Mühlenbach die Treue hielt. Bis zum seinem plötzlichen Tod blieb der noch sehr interessierte Sportsfreund am Wochenende nicht zuhause, sondern man sah ihn als Zuschauer auf den Plätzen vor allem im Kinzigtal. Allerdings schränkte ein schwerer Sturz vor einem Jahr seine Beweglichkeit ein, jedoch gab er nie auf.

Auch der Fasnacht hatte er sich verschrieben. Als Narrenrat, Ranzengardist und lange Jahre auch als deren Hauptmann prägte er die fünfte Jahreszeit in der Hansjakobstadt mit.

  •  Info: Die Trauerfeier findet am Donnerstag, 16. Januar, um 14.30 Uhr in der Friedhofshalle in Haslach statt. Die Beisetzung der Urne erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis.

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