Wolfach/Bad Rippoldsau-Schapbach

Tröpfle-Hexen organisieren Typisierungsaktion beim Hexenball

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18. Januar 2019
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»Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein« – mit diesem Slogan umreißt die DKMS ganz einfach, wie unkompliziert die Typisierung per Wangenabstrich funktioniert. ©DKMS

Seit Sonntag wurde ein Aufruf zur Typisierung für einen leukämiekranken Mann aus dem Wolftal hundertfach auf Facebook geteilt. Die Tröpfle-Hexen setzen den Aufruf in die Praxis um: Beim Hexenball am 26. Januar findet eine Typisierungsaktion mit der DKMS statt.

Über Messenger und allen voran über Facebook verbreitete sich der Aufruf seit vergangenem Sonntag in Windeseile: »Der Mann von einer Grundschullehrerin in Wolfach ist schwer an Leukämie erkrankt. Es sieht sehr schlecht aus. Nur eine schnelle Knochenmarkspende kann ihn retten«, heißt es in der Grafik, die allein auf der Facebook-Seite des DRK-Ortsvereins Wolfach bis Freitag mehr als 650-mal geteilt wurde.  

Schule bestätigt Meldung

»Ja, es stimmt«, bestätigte Katja Zagermann, an der Herlinsbachschule Stellvertreterin der kommissarischen Schulleiterin Silke Moser, bereits am Montag auf Anfrage des Offenburger Tageblatts. Da stand das Kollegium schon in Kontakt mit der Freiburger Stammzellspenderdatei. Eine Typisierungsaktion sei angedacht – doch vorher müssten noch Details geklärt werden.

Unabhängig davon kündigten die Bad Rippoldsauer Tröpfle-Hexen am Donnerstagabend per Pressemitteilung eine Aktion zugunsten des Manns an: »Freud und Leid liegen ja bekanntlich eng beieinander und während bei uns Hexen die Vorbereitungen für den Hexenball laufen, kämpft eine Familie hier in unserem Ort darum, einen passenden Stammzellenspender für ein Familienmitglied zu finden. Wir Hexen und ein kleines Organisationsteam haben deshalb kurzfristig beschlossen, bei der ›Suche nach der Nadel im Heuhaufen‹ zu helfen, und bitten die Gastzünfte und Gäste des diesjährigen Hexenballs in Zusammenarbeit mit der DKMS darum, sich zu Beginn der Veranstaltung als weltweiter Stammzellenspender registrieren zu lassen.«

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Anmeldung über Facebook-Seite

Am Samstag, 26. Januar, steigt der Tröpfle-Hexenball im Kurhaus in Bad Rippolds­au (wir berichten noch). Von 16 bis 18 Uhr können sich laut Ankündigung der Hexen ortsansässige Helfer typisieren lassen, von 18.30 bis 22 Uhr steht die Aktion dann für alle Besucher der Fasnetsveranstaltung offen. »Registrieren lassen können sich alle im Alter von 17 bis 55 Jahren.« Am Freitag kündigten die Tröpfle-Hexen die Aktion auch auf ihrer Facebook-Seite an und rufen dort dazu auf, sich per Herz-Emoji für die Typisierung anzumelden, damit die Organisatoren genügend Typisierungs-Sets ordern können. Die Aktion läuft für alle garantiert schmerzfrei: »Wir machen das dort mit Wattestäbchen«, erklärte Simon Bähr von den Tröpfle-Hexen. Weitere Informationen, wie der Wangen­abstrich funktioniert und welche Voraussetzungen potenzielle Knochenmarkspender erfüllen müssen, gibt die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) auf ihrer Homepage.

Wer am 26. Januar keine Zeit hat, ins Kurhaus zu kommen: Das Typisierungs-Set lässt sich auch nach Hause bestellen. Außerdem heißt es in der Mitteilung der Tröpfle-Hexen: »In naher Zukunft sind in der Umgebung auch weitere Registrierungsaktionen durch Initiativgruppen geplant, um der Familie und allen Betroffenen zu helfen.«

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