Tourismusbilanz

Trotz Corona noch relativ viele Gäste in Schiltach

Autor: 
Martina Baumgartner
Lesezeit 3 Minuten
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16. Oktober 2020

Nach der Schockstarre im März, sei doch noch einiges gelaufen im touristischen Jahr 2020­­­, so Christian Jäckels, Touristinfo-Leiter in Schiltach. ©Martina Baumgartner

Trotz Coronajahr waren bis dato viele Gäste in Schiltach, die im Vergleich zu Vorjahren aber vorwiegend aus Deutschland kamen. Veranstaltungen gab es deutlich weniger als noch 2019.

 „Aus Gesprächen mit Gastgebern höre ich heraus, dass wir noch mit einem blauen Auge davon gekommen sind“, wagte Touristinfo-Leiter Christian Jäckels am Mittwochabend  im Gemeinderat in der Friedrich-Grohe-Halle ein Resümee mit Blick auf eine durch die Coronapandemie überschatteten Sommersaison 2020.

Er informierte die Gemeinderäte dort über bisher 17 000 Übernachtungen. Das seien „nur“ rund 7000 Übernachtungen weniger im Vergleich zum Vorjahr. Zudem rechnet der Tourismuschef mit noch circa 3000 weiteren bis zum Jahresende, je nachdem wie sich die Sutation entwickle.

Mehr deutsche Gäste

„Das Städtle war voll mit Gästen. Doch herrschte in diesem Jahr kein babylonisches Sprachengewirr auf dem Marktplatz – es wurde vorwiegend deutsch gesprochen“, so Jäckels. Die Besucherstruktur habe sich durch die unsicheren Reisebedingungen völlig in Richtung deutsche Gäste verlagert. Die konnten insgesamt rund 100 Veranstaltungen besuchen – coronabedingt deutlich weniger als 2019 mit 241.

Nach der Schockstarre im März habe man trotzdem noch einiges aus dem Coronajahr rausgeholt: „Das Autokino im April und Mai ist ein tolles Beispiel dafür, wie man eine Krise gemeinsam meistert“, erinnerte er an eine erfolgreiche und rentable Kooperation einiger Veranstalter mit der Stadt und von weiteren Ereignissen (wir berichteten).

Fast keine Stadtführungen

Corona bestimmte allerdings auch die Themen des Schiltacher Touristikers in diesem Jahr: Viele Antworten auf Fragen rund um dieses Thema musste die Tourismus-Info Gastgebern, Gästen und Reisenden geben und dabei natürlich immer die sich schnell ändernden Verordnungen im Blick behalten. 

Die gebuchten Stadtführungen seien nahezu alle ausgefallen. Im Gegensatz dazu waren die offenen Freitagsführungen „sehr, sehr gut“ besucht, was offenbar daran lag, dass mehr Deutschen dieses Jahr ihren Urlaub im eigenen Land verbrachten und eben auch in Schiltach waren. ­­­

Infos zum Jahr 2019

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Zudem informierte er zu seinen Statistiken zum abgeschlossene touristischen Jahr 2019. Er zählte 25.413 Übernachtungen, was lediglich 91 weniger als 2018 waren. In einem Vergleich der vergangenen vier Jahre übernachten die meisten Touristen in den Sommermonaten in Schiltach mit einer Spitze im August mit bis zu 5000 Übernachtungen.

Dabei nutzen sie die Unterkunftsmöglichkeiten Bauernhof zu 45 Prozent, gefolgt von Gasthöfen- und Hotels mit 24 Prozent und den Campingplatz mit 20 Prozent und zu elf Prozent die ferienwohnungen. 

Viele Gäste aus den Niederlanden

Der Abwärtstrend bei der Aufenthaltsdauer der vergangenen Jahre im Schwarzwald habe sich mittlerweile auf ein stabiles Niveau mit durchschnittlich 2,4 Tagen eingependelt. In Schiltach sei der Wert sogar noch ein wenig höher, so Jäckels.

Der Schwarzwald hat insgesamt von 2009 bis 2019 eine Steigerung der Ankünfte um 36,8 Prozent auf rund neun Millionen und der Übernachtungszahlen um 19,6 Prozent auf ungefähr 23 Millionen geschafft und damit eine „sehr erfreuliche“ Entwicklung genommen, so Jäckels.

Die meisten Schiltacher Gäste – nämlich rund 65 Prozent – kämen aus Deutschland und davon ein Drittel aus Baden-Württemberg, gefolgt von Gästen aus den Niederlanden mit circa zehn Prozent und Frankreic­­­h mit ungefähr drei Prozent.

Keinen Ausblick gewagt

Einen Ausblick auf das touristische Jahr 2021 wollte Jäckels  nicht wagen. Zu unsicher sei die Situation um Corona und er wolle nichts versprechen, was er vielleicht nicht halten könne. Doch ein paar Ideen habe er bereits im Hinterkopf, versicherte er.

Das Thema Fahrradfahren habe in diesem Coronajahr „unglaublich an Fahrt aufgenommen“, so Gemeinderat Michael Buzzi (BUW). Er schlug vor, touristisch auf diesen Zug aufzuspringen. An E-Bike-Touren sei er bereits dran, versicherte der 
Tourismuschef.

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