Bad Rippoldsau-Schapbach

Überraschende Ehrung beim Festbankett der »Harmonie« Schapbach

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10. September 2018
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(Bild 1/4) Die Stadtkapelle Wolfach gab mit dem Festbankett ihr erstes Konzert mit Dirigent Joachim Riester nach dessen gesundheitlicher Zwangspause und erntete vom Publikum begeisterten Applaus – am Ende sogar im Stehen dargebracht. ©Tobias Lupfer

Das Festbankett eröffnete am Freitag die Feier zum 200-jährigen Bestehen des Musikvereins »Harmonie« Schapbach. Das kurzweilige Konzept, gekrönt von der Stadtkapelle Wolfach und Moderator Helmut Dold, bot einen Auftakt nach Maß für das lang geplante Festwochenende.

»Der Weg begann im Jahr 1818. Bis zum heutigen Tag war unser Weg lang – in vielen Zeiten steil und steinig«, blickte »Harmonie«-Vorsitzender Patrick Roth am Freitag in seiner Begrüßung zum Festbankett anlässlich des doppelten Jahrhundertfests des Musikvereins Schapbach zurück. Doch die Herausforderungen unterwegs haben sich gelohnt: »Heute stehen wir hier. Heute stehen wir hier, um 200-jährige Vereinsgeschichte zu feiern.«

Viel Herzblut eingebracht

Mit der Ouvertüre zu »Candide« hatte die Stadtkapelle Wolfach, die den Abend mit ihrem atemberaubend facettenreichen Spiel krönte, das Bankett Minuten zuvor eröffnet. »Sensationell«, befand Roth – so wie im Verlauf des kurzweilig gestalteten Abends übrigens auch das Publikum immer wieder. Im Mittelpunkt aber stand die »Harmonie«: Die Kapelle sei ein Kulturträger im Tal und darüber hinaus, sagte Roth. Eine Gemeinschaft, die Höhen und Tiefen gemeinsam meistere, und die auch der Jugend vorlebe, dass es sich lohne, gemeinsam zu kämpfen, um Ziele zu erreichen. Drei Jahre lang habe man das Fest­wochenende vorbereitet. »So viele unterschiedliche Ideen und so viel Herzblut« hätten die Mitglieder eingebracht. Doch habe man das gemeinsame Ziel nie aus den Augen verloren.

Das Herzblut und die Ideen­ in der Vorbereitung waren zu sehen und zu spüren: Angefangen von der detailreichen Dekoration des Festzelts über die auf mehreren Stellwänden mit zahlreichen Fotos dargebrachte Vereinsgeschichte bis hin zur schnittigen Moderation durch Conférencier Helmut Dold. Letzterer löcherte etwa die Ehrengäste aus Bundes-, Landes- und Kreispolitik charmant-vorlaut mit von den Musikern ersonnenen Fragen.

Überraschende Ehrung

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Die Schapbacher Kapelle präsentiere sich »als innovatives Geburtstagskind und guter Gastgeber«, würdigte Armin Klausmann, Präsident des Blasmusikverbands Kinzigtal. Über all die Jahre sei es »bestens gelungen«, die musikalische und soziale Harmonie in der Kapelle zu pflegen und die »Harmonie buchstäblich nach außen zu leben«. Obendrein würdigte Klausmann das große Engagement zur Ausrichtung des Verbandsmusikfests am Sonntag und überreichte einen Ehrenbrief zum 200-jährigen Bestehen. »Ich bin überwältigt«, freute sich der von dieser Auszeichnung völlig überraschte Patrick Roth.

Akribisch hatte sich Bürgermeister und Festpräsident Bernhard Waidele in die Geschichte der »Harmonie« eingearbeitet. Er ließ den Werdegang des Vereins, der 1818 mit einem Kredit über 200 Gulden für die ersten Instrumente begann, Revue passieren. Pfarrer Frank Maier dankte, dass die Musiker »Schwung in die Herzen unserer Bevölkerung hineinspielen«. Und Vereinssprecher Wilfried Weis überreichte stellvertretend für 14 Vereinigungen aus beiden Ortsteilen Dank und Geschenke für »viele unvergessene Momente« mit der »Harmonie«.

Markus Müller, Kommandant der Feuerwehr, hatte eine Spende für die Jugendkapelle dabei und überbrachte zukunftsweisend »die besten Glückwünsche für die nächsten 200 Jahre«. Und zum Abschluss der Grußworte gab es noch einmal eine gewichtige Überraschung: Sparkassen-Chef Günter Rauber übergab Patrick Roth symbolisch 5000 Euro aus Mitteln der Sparkasse-Wolfach-Stiftung. Die eine Hälfte als Unterstützung für den Kauf eines Instrumenten-Anhängers, die andere zur Förderung der Jugendarbeit.

Dank an Unterstützer

Roth und sein Stellvertreter Kurt Schmieder sparten ihrerseits am Freitag nicht mit Komplimenten und Dank. Ohne »die überwältigende Mithilfe« der eigenen Mitglieder, aber auch der übrigen Vereine im Ort und vieler weiterer Unterstützer, sei das Jubiläumswochenende gar nicht erst möglich gewesen. Blieb Schmieder nur der Wunsch auf eine harmonische Feier, damit das Fest »zumindest für die nächsten 25 Jahre unvergessen bleibt«.

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