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Hornberg

Umweltminister zu Besuch in der Duravit

Franz Untersteller diskutiert mit Vorständen des Hornberger Sanitärkeramikherstellers die Ressourceneffizienz
07. März 2017
&copy Petra Epting

Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller besuchte gestern gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Sandra Boser die Duravit. Das Unternehmen wurde im Herbst 2016 für seine erfolgreichen Einsparmaßnahmen beim Matrial- und Energieeinsatz im Rahmen des Ressourceneffizienz- und Kreislaufwirtschaftskongresses Baden-Württemberg in Karlsruhe ausgezeichnet.

Nachhaltigkeit sehr wichtiges Thema

Nun wollte sich der Minister selbst ein Bild vom Hornberger Sanitärkeramikhersteller machen. Vorstandsvorsitzender Frank Richter und Thomas Stammel, Vorstand Technik, freuten sich über den Besuch im Jahr des 200-jährigen Bestehens und erläuterten dem Minister, wie wichtig ihnen die Nachhaltigkeit für ihre Produkte ist. Auch wie das Unternehmen in den vielen Ländern, in denen es mit eigenen Standorten vertreten ist und wo die Umweltanforderungen überall anders seien, auf ihre Duravit-Standards Wert legt, war Thema. Thomas Stammel informierte, wie man dafür oft eigene Wege ohne jegliche Kompromisse gehe. Man wolle von den eigenen Standards nicht abweichen – es müsse überall eine Qualität sein. »Das Bewusstsein für nachhaltiges Denken und Handeln prägt die Firmengeschichte von Duravit seit Jahrzehnten«, sagte Stammel. Frank Richter ergänzte: »Bisher hatte man Wasserknappheit in Europa nicht so auf der Tagesordnung. Hier hat ein Perspektivwechsel stattgefunden, und es geht jetzt auch darum, das Wassersparen technologisch hinzubekommen«.

»Unterschätztes Thema«

Dass dieses Thema noch ein größeres werden könnte, sieht auch Franz Untersteller so. Mit der Trockenheit und der Wasserknappheit in einzelnen Gemeinden stellt sich sein Ministerium bereits auf »besondere Themen« ein. Er glaube zwar nicht an ein flächendeckendes Problem hier in Deutschland, aber an ein globales – und daher könne es kein Fehler sein, sich damit auseinanderzusetzen, wie man mit Wasser effizient umgehen kann. Die Ressourceneffizienz ist für ihn ein bisher »unterschätztes Thema«. Zur Erreichung ökonomischer Ziele legt der Hornberger Badhersteller ein großes Augenmerk auf die Forschung und Entwicklung. Dabei geht es generell um neue Fertigungstechnologien, aber auch um neue Produkttechnologien oder Materialien, die Duravit zukünftig anwenden will, um nachhaltige Designbäder zu kreieren.

Typische Situation enge Schwarzwald-Täler

Bürgermeister Siegfried Scheffold ging auf die typische Schwarzwald-Situation der engen Täler ein, die keine Erweiterungsmöglichkeiten bieten, sowie auf die Wichtigkeit guter Verkehrsanbindungen. Er hofft darauf, »dass das Duravit-Herz auch künftig in Hornberg schlagen wird«. 

Autor:
Petra Epting