Bad Rippoldsau-Schapbach

Untergrund verteuert Straßensanierung in Bad Rippoldsau

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12. Februar 2020

Der nachgebende Untergrund verteuert die Sanierung der Hansjakobstraße im Zug des Radweg-Baus. ©Tobias Lupfer

Aufwendiger und damit teurer als erwartet wird die Sanierung der Hansjakobstraße im Zug des Baus des Wolftal-Erlebnisradwegs. Trotzdem kommt die Gemeinde wohl mit einem blauen Auge davon: Einen Teil der Kosten übernehmen Stromversorger und Co..

Um die Hansjakob­straße in Bad Rippoldsau ist es schlechter bestellt als erwartet – davon machte sich der Technische Ausschuss des Bad Rippoldsau-Schapbacher Gemeinderats am Dienstag vor Ort selbst ein Bild. Trotz höherer Kosten favorisierten die Räte aber eine qualitativ höherwertige Sanierung des Straßenstücks auf Gemeindekosten.

Konkretes Angebot folgt

Das letzte Wort wird der Gemeinderat haben, dem Klaus Bischoff, Oberbauleiter bei der Straßenbaufirma Strabag, nun ein konkretes Angebot vorlegen soll. „Die sind aber sicher nicht teurer als die Schätzung“, sagte Bischoff zu den zu den dann zu erwartenden Zahlen.

Für das Teilstück des Wolftal-Erlebnisradwegs im Bereich der Hansjakobstraße sei die Gemeinde zuständig, nicht das Regierungspräsidium, erklärte Bürgermeister Bernhard Waidele. Das Problem, das Bischoff im Vorfeld der Kostenschätzung ausgemacht hatte: der Untergrund. Der gebe nach, was an den vielen Setzungen in der Straße zu sehen sei. Eine einfache Deckensanie­rung würde brutto schon gut 42 000 Euro kosten. Doch: „Die hält drei Jahre, dann habt ihr wieder Probleme“, warnte Bischoff den Ausschuss.

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Die Alternative: Ein Vollausbau mit neuem Gehweg, auf Anwohnerwunsch teilweise abgesenkt. Der soll geschätzt rund 101 600 Euro brutto kosten – unter anderem wegen des neuen Unterbaus und der Entsorgung der teerhaltigen Straßenreste. „Das ist die Variante ‚Sinnvoll und qualitativ hochwertig‘“, sagte Bischoff – davon aber schon „die Sparversion“.

Vergünstigung für Gemeinde

Silberstreif am Horizont für die Gemeindekasse: Energie- und Telekommunikationsversorger haben im Zug des Radwegbaus Leitungen verlegt und müssen anteilig für die Asphalt­arbeiten am Kabelgraben bezahlen. Rund 33 825 Euro brutto kalkulierte Bischoff dafür in der Hansjakobstraße. Die würden im Fall eines Vollausbaus von den Gesamtkosten über 101 600 Euro abgezogen.

Für den Radweg, ein paar Meter talaufwärts hinter der Sprudelfabrik. kommt der Gemeinde dieser Umstand auch zugute. Dort ist vor lauter Kabelgraben stellenweise vom Belag kaum noch etwas übrig. Gut 50 400 Euro sind für die von den Versorgungsunternehmen zu tragenden Asphaltarbeiten berechnet. Für etwa 3000 Euro Aufpreis durch die Gemeinde könnte auch dieses Stück komplett neu asphaltiert werden.

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