Hausach

Änderung am Bebauungsplan Eichenäcker-Brachfelder geplant

Autor: 
Claudia Ramsteiner
Lesezeit 2 Minuten
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30. März 2017

Planerin Kerstin Stern erläutert anhand eines Modells die neuen Pläne einer aufgelockerten Bebauung für die Wiese zwischen Eichenstraße und Kanal. ©Claudia Ramsteiner

Schon 2013 fasste der Gemeinderat den Beschluss, den Bebauungsplan »Eichenäcker-Brachfelder« ein fünftes Mal zu ändern. Am Montag gab er nun den Startschuss zu einem beschleunigten Verfahren mit sofortiger Offenlage.

Es stand schon einiges an im Baugebiet Eichenäcker-Brachfelder: Die Ansiedlung des dm-Markts machte eine Verschiebung der Baugrenze erforderlich, und auch die Festlegung der Dachformen war überholt. Nachdem es nun für drei weitere konkrete Bereiche Überlegungen gibt, die von den Festsetzungen des rechtskräftigen Bebauungsplans abweichen, war es nun endgültig Zeit für dessen fünfte Änderung.

So war ursprünglich auf der Wiese zwischen Eichenstraße und Kanal ein u-förmiger Geschosswohnungsbau mit 36 Einheiten geplant. Die Eigentümerin beabsichtigt nun aber eine aufgelockerte Bebauung. Stadtplanerin Kerstin Stern vom Ingenieurbüro Kappis in Lahr erläuterte die jetzt geplante Bebauung an einem Modell. Wie Nora Bischler gestern auf OT-Anfrage mitteilte, sollen dort fünf Gebäude in Etappen realisiert werden, für das erste wurde gerade der Bauantrag gestellt. 

Ohne Umweltbericht gleich in die Offenlage

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In diesem Zug will man auch an den Häusern entlang der Eichenstraße im rückwärtigen Bereich eine Möglichkeit zum Anbauen und damit zum Verdichten bieten. Überhaupt sei die Änderung des Bebauungsplans ein Beitrag zur Nachverdichtung. Somit könne man in einem beschleunigten Verfahren gleich in die Offenlage und brauche auch keinen Umweltbericht. 
Wie berichtet, rückte der Rat auch bereits von seinem Vorhaben ab, die Hallen auf dem Mostmaierareal abzubrechen und Baugelände daraus zu machen. Er verkaufte den städtischen Anteil an die Mostmaier GbR und stimmte dem Erhalt der ehemaligen Betriebsgebäude zu. 

Die Mathilde-Müller-Straße – eine Privatstraße – wird nicht mehr als Erschließungsstraße für eine westliche Bebauung mit sechs neuen, freistehenden Einzelgebäuden gebraucht. Durch die Verschmälerung auf 2,50 Meter kann die Fläche mit zwei Baureihen bebaut werden. 
Flachdächer zugelassen

Blaue Dächer tabu

Künftig sind in dem allgemeinen Wohngebiet auch Flachdächer zugelassen – allerdings nach wie vor nicht in Blau. Bei neuen Baugebieten sei die Festlegung der Farbe zwar nur noch in historischen Ortskernen juristisch durchsetzbar. Aber da hier nur noch wenige Neubauten entstehen, »wäre Blau nicht gut«, empfahl Stern. 
Der Aufstellungsbeschluss der fünften Änderung erfolgte einstimmig, ebenso der Beschluss über die Beteiligung der Öffentlichkeit und die öffentliche Auslegung. 

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