Haslach im Kinzigtal

Vereine wollen Sportzentrum

Autor: 
Reinhold Heppner
Lesezeit 3 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
17. Dezember 2014

Wie das ehemalige Benzareal künftig genutzt werden soll, wird die Haslacher Stadträte in der Sitzung am 13. Januar erneut beschäftigen. ©Reinhold Heppner

Für die Nutzung des ehemaligen Benzareals in Haslach stehen der Stadt mehrere Möglichkeiten offen. In der Gemeinderatssitzung am Montag stellte die Verwaltung drei Varianten vor.

Haslach. Unterschiedlicher könnte die Interessenlage über die künftige Verwendung des ehemaligen Benzareals nicht sein. Wie berichtet, hat die Stadt Haslach die Liegenschaft 2005 erworben, Ziel war damals, dort Gebäude für Feuerwehr und DRK zu errichten. Die bessere Lösung fand man dann jedoch auf dem ehemaligen Huklagelände in unmittelbarer Nähe zum Polizeirevier.
Das Areal im Steinbruch wurde danach verkauft und die sogenannte »Villa« vermietet. Das erste Obergeschoss des Verwaltungsgebäudes ist derzeit noch an das Gesunde Kinzigtal vermietet. Seither flossen rund 550 000 an Mieteinnahmen in die Stadtkasse.     
Gemeinsamer Antrag
Turnverein, Kraftsportverein und der Karate-Club haben nun einen gemeinsamen Antrag gestellt, die Benzgebäude zu einem Sportzentrum auszubauen. Da der TV-Vorsitzende Christopher Ast am Montag aus beruflichen Gründen nicht vor dem Gemeinderat die Idee eines solchen Sportzentrums nochmals erläutern konnte, soll dies in der Gemeinderatssitzung am 13. Januar nachgeholt werden.
Eine weitere Nutzungsalternative wäre, dort ein außerschulisches Lern- und Kreativzentrum zu errichten, bestehend aus einer Außenstelle der Kunstschule Offenburg und einem naturwissenschaftlichen Lernzentrum der Bildungsregion Ortenau. Wolfgang Zink und Manfred Ehrlinger vom Staatlichen Schulamt erläuterten die Möglichkeiten zur Schaffung eines solchen Lernzentrums.
Es sei wichtig, viele Fachkräfte in der Region zu halten, so Zink. »Wir brauchen pfiffige junge Leute, die unsere Zukunft gestalten.« Ein solches Lernzentrum biete die Chance für junge Leute, ihre eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Ein Lernzentrum mit dem Standort Haslach bringe Vorteile für das ganze Kinzigtal, argumentierte Zink weiter. Das Schüler-Lernzentrum soll in der Regel von ganzen Klassen oder Kursen der fünften bis zehnten Klassen im Zug schulischer Veranstaltungen besucht werden. Das Konzept sieht weiter vor, dass die Experimente einen Bezug zum Lehrplan haben und diese von den betreuenden Lehrern vor- und nachbereitet werden. Diese Einrichtung sei somit eine direkte Ergänzung zum Schulunterricht und ziele auf die Förderung in der Breite ab.
Ideale Voraussetzungen
Geradezu ideal sehen Walter Glunk, Geschäftsführer der Kunstschule Offenburg und der Volkshochschule Ortenau, sowie Heinrich Bröckelmann, Fachlicher Leiter der Kunstschule Offenburg, die Voraussetzungen in Haslach. Glunk unterstrich die funktionierende Zusammenarbeit zwischen Lernzentren und Kunstschule. Dem Rektor des Heinrich-Hansjakob-Schulzentrums Christof Terglane »ging das Herz auf, weil hier Dinge möglich werden, die in der Schule gar nicht machbar sind«.
Die dritte Alternative wäre ein Verkauf des gesamten Areals. Ein Unternehmer für das Bürogebäude und ein anderer für den rückseitig liegenden Hallentrakt haben starkes Interesse bekundet. Bürgermeister Heinz Winkler sieht »ein spannendes Feld der Kommunalpolitik« – man wisse am Anfang nicht, wo man letztlich lande. Auf jeden Fall kommt auf die Gemeinderäte noch eine Menge Diskussionsstoff zu.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Kinzigtal

vor 3 Stunden
DRK-Ortsverein Wolfach
Im Mittelpunkt der Hauptversammlung des Ortsvereins Wolfach des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) am Freitag im »Kurgartenhotel« standen Wahlen und Ehrungen treuer, aktiver Mitglieder: Es gab jeweils eine Ehrung für fünf, 40 und 60 Dienstjahre.
vor 3 Stunden
Hofstetten
Hofstettens Bürgermeister Martin Aßmuth nahm den Gemeindebesuch der CDU-Landtagsabgeordneten Marion Gentges am Montag zum Anlass, um eine Zwischenbilanz der Aktion »Stadtradeln« zu ziehen.   
vor 5 Stunden
Bad Rippoldsau-Schapbach
Für die Luchsdame Ela beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt im Alternativen Wolf- und Bärenpark in Bad Rippoldsau-Schapbach. Ein Team der Stiftung für Bären hat Ela am Montag in den Schwarzwald gebracht, am Dienstag hat sie ihre neue Heimat das erste Mal erkundet. 
vor 7 Stunden
Woher hat sie ihren Namen?
Auf Veranlassung der Schwarzwaldvereins-Ortsgruppe Schiltach/Schenkenzell und mithilfe der Stadt Schiltach wurde die Christophshütte am Häberlesberg renoviert. Wegen des schönen Blicks aufs Städtle wird sie allgemein geschätzt – seit fast 130 Jahren.
vor 7 Stunden
Mühlenbach
Die vom Regierungspräsidium Freiburg (RP) angekündigte Sanierung der Ortsdurchfahrt Mühlenbach beginnt.
vor 10 Stunden
Erlös für Fehrenbacherhof
Der Kabarettist Martin Herrmann trat mit seinem Programm »Mein Lieblingsstatus wäre Witwer, aber dazu müsste ich erst heiraten« am Sonntag im ausverkauften Refektorium des Alten Kapuzinerklosters auf – zugunsten der Sanierung und Weiterentwicklung des Jugend- und Freizeitheims »Fehrenbacherhof«.
vor 13 Stunden
Wolfach
Anwohner der Bergstraße fordern in einer Petition von Thomas Gep­pert und den Wolfacher Gemeinderäten, dass eine Lösung für den Verkehr in der Bergstraße gefunden wird – besonders dann, wenn der Verkehr durch die Straße umgeleitet wird. »Beenden Sie diesen Wahnsinn!«
vor 13 Stunden
Spenden für Waisenhaus
Der Samstagabend im katholischen Gemeindezentrum St. Sebastian in Haslach hätte mehr Gäste verdient gehabt, ging es doch um die wertvolle Unterstützung eines Waisenhauses in Ghana. 
vor 16 Stunden
Hofstetten
Der geplante Kindergarten-Neubau stand gestern im Mittelpunkt beim Besuch der CDU-Landtagsabgeordneten Marion Gentges in Hofstetten. Denn dem Großprojekt stehen noch einige Hürden im Weg und Bürgermeister Martin Aßmuth hofft auf Unterstützung.   
vor 18 Stunden
Hornberg
Sie habe keine Unruhe stiften und offen und ehrlich gegenüber ihrem bisherigen Arbeitgeber sein wollen, begründete Tanja Schneckenburger, die neue Heimleiterin des Stephanus-Hauses, bei ihrer gestrigen offiziellen Vorstellung, warum sie das Evangelische Stift darum gebeten habe, ihre Nachfolge von...
vor 18 Stunden
Steinach
Der Heimat-und Trachtenverein Steinach hatte am Sonntag im Anschluss ans kirchliche Patrozinium Heilig Kreuz zum Zwiebelkuchenfest bei der Georg-Schöner Schule eingeladen. 
vor 18 Stunden
Fischerbach
Schon am Ortseingang Fischerbachs waren am Freitag und Samstag die Bässe der Ackerparty zu hören, zu der die katholische Landjugendbewegung eingeladen hatte.

Das könnte Sie auch interessieren

- Anzeige -