Steinach - Welschensteinach

Vernissage bei Uwe Merz: Mit Kunst die Seele entlasten

Autor: 
Christine Aberle
Lesezeit 3 Minuten
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13. August 2020

Uwe Merz erklärt den Digiprint (Digitaldruck) dieses Werkes unter dem Dach der Kornkammer. ©Christine Aberle

Uwe Merz eröffnete in der „Kornkammer“ in Welschensteinach eine Kunstausstellung zum Thema „Experimentelle Malerei“. Sie ist noch bis zum 26. August zu sehen. 

In der „Kornkammer“ in Welschensteinach wurde am Sonntagnachmittag die Kunstausstellung „Uwe Merz – Experimentelle Malerei – zwischen Intuition und Kalkül“ eröffnet. Die Ausstellung ist bis zum 26. August im Leisenweg 8 zu sehen.

Das 1951 erbaute Nebengebäude des Vorderen Laishofes in Welschensteinach beherbergte früher eine Kornkammer und wurde vom Architekten Martin Focks liebevoll zu einem idyllischen Kleinod umgebaut.  

„Kornkammer Events“

Im mittleren Stock des Gebäudes befindet sich, neben den Privaträumen, die Merzcreativ-Werbeagentur. Das nahezu im Urzustand belassene Dachgeschoss der Kornkammer, bietet genügend Platz für kulturelle Events. Ein alter Dielenboden und ein offener Blick in die Dachkonstruktion des alten Gebäudes bilden die Rahmenbedingungen für das besondere Ambiente.

So entstand die Idee, unterschiedliche Veranstaltungen unter dem Begriff „Kornkammer Events“ anzubieten, um einen Ort zu schaffen, an dem Kultur und Kommunikation herzlich willkommen sind, so ist es auf der Internetseite zu lesen.

Uwe Merz, der Hausherr, berichtete am Sonntag von seinen Kursen der Intuitiven Malerei, die „nach innen“ gingen. Oftmals kämen Dinge zutage, mit der sich die Seele Ausdruck verleihe. 

Verstand ausgeschaltet

Nicht selten versinke der Malende in seiner eigenen Welt, der Verstand sei ausgeschaltet. Jeder sei aufgewachsen mit der Forderung, gut zu sein, das werde von klein auf so antrainiert.  Dies sei in der intuitiven Malerei völlig ausgeschaltet. Man müsse sich aber voll darauf einlassen, nur das Herz sprechen zu lassen.

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Sei das Bild dann fertig, sei nicht nur ein optisches Gemälde entstanden, es gäbe den Malenden auch das Gefühl, für sich selbst etwas Gutes getan zu haben. Die meisten Menschen seien verkopft, die Kunst hätte leider eine schwache Lobby, so Merz.

In Bruchteilen von Sekunden würde sich entscheiden, ob uns ein Bild gefällt und ob es Emotionen in uns wecken würde. 

Frei von Vorgaben

Bei der Intuitiven Malerei komme es nicht darauf an, mit viel Mühe etwas Erlerntes darzustellen, sie schaffe vielmehr die Möglichkeit absichtslos frei von Vorgaben und Leistungsdruck zu experimentieren. Oft gebe es eine enorme mentale Entlastung, die sich positiv auf das Seelenklima auswirke. Und das Beste sei, es gäbe keine Fehler und keine Bewertung.

Auch finde das Ganze in der Kornkammer im geschützten Rahmen statt. So gesehen, sei das intuitive Malen ein therapeutisches Malen, im Laufe des Arbeitens kehre Ruhe ein, es passiere etwas mit den Malenden. Sei der Malprozess fertig, seien die Künstler entkrampft und happy.

Blockaden könnten so von innen nach außen wandern. Sogar in einem Ritual das Werk zerstören um damit die Seele zu entlasten sei möglich.

Krasse Geschichten

Der aus Recklinghausen stammende Künstler berichtet, dass es auch schon Gefühlsausbrüche gab, es kämen auch krasse Geschichten heraus. Er zeigte sich erfreut von ganz viel Dankbarkeit und Energie, die an ihn zurückfließe. 

Das Ganze hätte sehr viel mit Psychologie zu tun. Allerdings sei dieser Schritt des Malens unter Umständen nur ein kleiner Schritt auf dem Weg zu einer Heilung. Er selber hätte auch ein Weg mit Höhen und Tiefen hinter sich. Aber er hätte gelernt, auf seine Intuition und nicht nur auf seinen Verstand zu hören.
 

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