Haslach/Gutach

Viel Beifall für den Kammerchor Kinzigtal

Autor: 
Christine Aberle
Lesezeit 3 Minuten
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09. Dezember 2019

r Kammerchor Kinzigtal bekam für sein Konzert in der evangelischen Kirche in Haslach viel Beifall. ©Christine Aberle

Der Kammerchor Kinzigtal beschritt am Wochenende in seinen Konzerten musikalisch den Weg von der Erwartung im Advent bis zur Erfüllung an Weihnachten. Am Samstagabend kamen die Zuhörer in der evangelischen Kirche in Haslach in den Genuss, am Sonntagabend in Gutach. 

Manuel Nonnenmann dirigierte am Samstagabend in Haslach und am Sonntag in Gutach die Advents- und Weihnachtskonzerte des Kammerchors Kinzigtal. Er hatte den Chor 2016 übernommen.

Zu Beginn erklang am Samstag „Frohlocket ihr Völker“, was die Zuhörer in der evangelischen Kirche gleich freudig mitnahm in die Weihnachtsgeschichte. „Die Nacht ist vorgedrungen“ dagegen war sehr getragen. Der Text wies schon auf das Erscheinen des menschgewordenen Gottes als Kind und Knecht und auf den Stall hin. Der Chor bewies mit seinen Stücken eindrucksvoll, dass die Sänger nicht nur singen, sondern auch das nach außen tragen, was sie singen.

Das Lied „Unser liebe Frauen Traum“ sowie „Maria durch ein Dornwald ging“ waren der Mutter Jesu und der Geburt ihres Sohnes gewidmet. Die Stimmung war schwer, Trompeten und Hörner fielen überraschend von der Orgel ein und gaben dem Geschehen um Maria ein triumphales Finale.

„Er ist mein Heiland“

Ein Stück voller musikalischer Bewegung war „Übers Gebirg Maria geht“. Der Text berichtet von der schwangeren Maria, welche die ebenfalls schwangere Elisabeth besucht. Deren Kind hüpft in ihrem Bauch beim Anblick Marias. Die Zeile  „Er ist mein Heiland“ gab der Hoffnung in jeder Strophe Ausdruck. 

Mit Klavier, Cello und zwei Trompeten war plötzlich ein ganz anderer Stil zu hören mit „Freue dich, du Tochter Zion“. Das Hosanna in der Höhe, was zum Ende mehrmals hintereinander gesungen wurde, unterstrich den Jubel an Gott über die Freude der Geburt. Mit dem bekannten „Tochter Zion“ war der Höhepunkt im ersten Teil des Konzertes erreicht. Die mächtigen Stimmen mit Trompetenunterstützung zauberten eine festliche Stimmung in die Kirche. 

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„O magnum mysterium“

Ein Bläserensemble mit Philipp Baader und Andrea Mirado an Trompeten sowie Jonatas Nascimento und Pauline Nonnenmann mit ihren Hörnern erlaubten mit ihren Stücken dem Chor eine Erholungsphase. Die vier jungen Leute aus Karlsruhe haben sich speziell für dieses Konzert zusammengetan und spielten brillant ihre Weisen in Hirtenmusik und einem Freudentanz. Die Hornbläserin ist eine Cousine des Dirigenten, über deren Mitwirken er sich besonders freue, wie er stolz verkündete.

Den zweiten Teil des Konzerts begannen die 30 Sänger mit zwei Liedern auf Lateinisch. „O magnum mysterium“ beleuchtete das große Geheimnis um die Geburt des Gottessohnes. Dieser Titel gab auch dem Konzert seinen Namen. „Fröhlich soll mein Herze springen“ überzeugte durch leise und kräftiger gesungene Passagen.

Bläserensemble spielt

Zwei verschiedene Darbietungen von „Es ist ein Ros entsprungen“ rundeten das Programm ab. Dabei verteilte sich ein Teil des Chors im Kirchenraum und untermalte mit gehaltenen Tönen den Gesang, was ein besonderes Hörlebnis erzeugte.

Das Bläserensemble spielte noch einmal Kompositionen, in denen sich immer wieder überraschend bekannte Weihnachtsmelodien auftaten. Das „Jauchze laut“ machte den Spielern besonders viel Freude und bescherte ihnen großen Applaus. 

In einer anderen Vertonung wurde nochmals „O magnum mysterium“ dargeboten. Zum Abschluss war „Silent Night“ zu hören, bevor das traditionelle „Stille Nacht“ sehr andächtig mit leisen Tönen für einen würdigen Abschluss des Konzertabends sorgte. 
 

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