Politikerbesuch

Viele Anliegen an Sandra Boser in Hofstetten

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07. Dezember 2018

Nach dem Gespräch im Rathaus ging es in den Kindergarten (von links) Heinrich Neumaier (BZ-Verfahren), Kindergatenleiterin Bettina Kohler, Bürgermeister Martin Aßmuth, Sandra Boser (Grüne), Edgar Mäntele (Vereinssprecher) ©Lars Reutter

Vom BZ-Verfahren über einen geplanten Bürgerdialog und Probleme von Vereinen bis hin zum Kindergarten reichte am Freitagmorgen das breite Themenspektrum beim Besuch von Sandra Boser (Grüne) in Hofstetten.

Wenn Politiker zu Besuch in Gemeinden sind, bekommen sie stets viele Infos und Hilfegesuche mit auf den Heimweg. Das war auch gestern beim Besuch der Grünen-Landtagsabgeordneten Sandra Boser in Hofstetten der Fall.

Bürgerdialog

Ein neues Thema war, dass Bürgermeister Martin Aßmuth vorschwebt, mit Hilfe von ELR-Geldern einen Bürgerdialog inklusive Online-Befragung und Workshops zu starten. Am Ende des systematisch durchgeführten Prozesses solle dann eine Art »Masterplan« für Hofstetten stehen, den man im Gemeinderat diskutieren könnte.

Hofstetten wäre allerdings die erste Gemeinde, die für einen Bürgerbeteiligungsprozess ELR-Fördermittel bekäme. »Bei einem neuen Weg muss immer einer der erste sein«, reagierte Aßmuth auf die bei Boser anklingende Skepsis, ob man die Förderung über das überzeichneten ELR-Programm erhalten werde.

Sie versprach die Gemeinde zu unterstützen und riet dazu auch Alternativen abzuklopfen. »Wichtig ist es nur, es zu machen«, machte Aßmuth deutlich, dass es ihm natürlich letztlich egal ist, aus welchen Fördertopf Gelder nach Hofstetten fließen.

BZ-Verfahren

Hilfe benötigt die Gemeinde auch beim in  der dritten Tranche ins Stocken geratenen BZ-Verfahren. Über den aktuellen Stand und die Probleme informierte Heinrich Neumaier als neuer Vorsitzender. Martin Aßmuth konnte nicht für Henry Heller nachrücken, da dies im laufenden Verfahren nicht erlaubt ist, daher kann die Gemeinde nun »nur« eine beratende Funktion einnehmen, obwohl sie am Ende Kosten zu tragen hat. Auch das wurde Boser als Problem mit auf dem Weg gegeben.  

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Das Hauptanliegen in diesem Bereich ist aber, dass alle geplanten Wege bei voller Fördersumme noch realisiert werden können, um ein einheitliches Bild im Ort zu haben. Zudem haben Neumaier und Aßmuth den Wunsch, dass das zuständige Landesamt bei einer geplanten Begehung nicht alleine unterwegs ist, sondern man »partnerschaftlich« vorgeht.

Boser machte in diesem Zusammenhang auch auf eine alternative Fördermöglichkeit aufmerksam, bei der 20 Prozent für Gemeindeverbindungsstraßen zu bekommen ist. Außerdem versuchte sie die Sorgen zu zerstreuen, dass eine Förderung an zu wenig Fachpersonal in der zuständigen Behörde scheitern könnte.

Vereinsanliegen

Vereinssprecher Edgar Mäntele trug eine lange Liste an Problemen vor, die Vereinen das Leben schwer machen. Diese reichte von dem »Bürokratiemonster« der neuen Datenschutzgrundverordnung, über Auflagen bei der Bewirtung oder bei Fasnachtsumzügen  und Feuerwehrautos, die bald mangels nötigem Führerschein vielleicht keiner mehr fahren kann, bis hin zu einer seiner Meinung nach zu geringen Erhöhung der Ehrenamtspauschale.

Hier konnte Boser viele Probleme nachvollziehen, aber meist wegen der fehlenden Zuständigkeit des Lands keine Besserung versprechen. Einzig in Sachen Feuerwehr-Führerschein wähnt sie das Land auf einen guten Weg. 

Kindergarten

Die Zukunft des Kindergartens bezeichnete Aßmuth als zentrales Thema der nächsten Jahre. Hier hofft er, dass b ein rund 4,5 Million Euro teurer Neubau als eine mögliche Variante nicht schon allein wegen fehlendem Geld wegfällt. Aber auch eine Erweiterung und Sanierung des Gebäudes wäre eine große finanzielle Herausforderung.

»Alleine können wir das nicht meistern«, warb er schon jetzt um Landesgelder und darum, dass man verschiedene Förderprogramme kombinieren dürfe. 
Als Hintergundinfo gab er Boser aktuelle Zahlen zur Auslastung des Kindergartens, die bei rund 90 Prozent liegt, und steigende Geburtenzahlen, wodurch es wohl künftig Bedarf an einer sechsten Gruppe (dritte U3-Gruppe) geben werde.
 

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