Kinzigtal

Viele Fragen an die Olympiasiegerin

Autor: 
Fred-Jürgen Becker
Lesezeit 3 Minuten
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16. März 2007
Mit Michaela Fuchs, der Olympiasiegerin im Rad fahren bei den Paralympic-Sommerspielen 2000 in Sydney, war eine wahrhaftige Goldmedaillengewinnerin zu Besuch bei der Integrationsklasse 3d im Haslacher Bildungszentrum. Dass sie in Australien noch zwei Silbermedaillen in ihrer Disziplin erringen konnte, unterstreicht ihre Stellung als eine der erfolgreichsten deutschen Athletinnen im Behindertensport.
Haslach. Auf Vermittlung der Klassenelternvertreterin Regina Mäder-Schmid kamen die Drittklässler der Integrationsklasse, in der die Kinder der Grundschule im Hansjakob-Bildungszentrum gemeinsam mit ihren Alterskameraden von der Carl-Sandhaas-Schule unterrichtet werden, in den seltenen Genuss, an den sportlichen Höhepunkten einer waschechten Olympiasiegerin teilhaben zu können. Da Michaela Fuchs ein Fan von Araberpferden ist, nimmt die gelernte Heilpädagogin und Erzieherin an einer Ausbildung in therapeutischem Reiten der Fachhochschule Offenburg teil. Da Regina Mäder Schmid arabische Pferde züchtet, lag es nahe, dass die Sportlerin auch in Haslach ihre Reitausbildung weiterführt und vertieft. In Alpirsbach geboren und im benachbarten Rötenberg aufgewachsen, musste die an einer Stoffwechselerkrankung leidende junge Frau gar nach Berlin umziehen, um dort ihr Abitur abzulegen und ihr Studium fortzuführen, da es ihr in Baden-Württemberg damals nicht ermöglicht wurde, als Behinderte an einer Normalschule lernen zu können. Denn ihre starke Sehbehinderung erforderte es, dass sie ständig auf ihren treuen Blindenhund Rex angewiesen ist. International erfolgreich Mit großer Energie und einem eisernen Willen gelang es Michaela Fuchs neben ihrem Studium Sport zu treiben. Über den Langlauf kam sie zum Rad fahren, wo man bald ihr Talent entdeckte. Die Paralympics 2000 in Sydney und die Weltmeisterschaften 2002 in Salt Lake City mit insgesamt einer goldenen, vier silbernen und zwei bronzenen Medaillen im Rad fahren auf der Bahn und auf der Straße sind ihre größten Erfolge, neben vielen weiteren internationalen, nationalen und regionalen Titeln. »Wie kannst du als Sehbehinderte Rad fahren?«, war dann auch die brennendste Frage, die die Kinder an ihre prominente Gesprächspartnerin richteten. Das wurde dann aber sogleich deutlich, als Michaela Fuchs erklärte, dass sie stets im Tandem fährt, also mit einer sehenden Partnerin als Lenkerin. Gerne beantwortete die äußerst sympathische Sportlerin die vielen weiteren Fragen der wissbegierigen Drittklässler. Selbstverständlich gab sie auch Autogramme. Als besonderes Erlebnis durften alle die echte Goldmedaille und die Silbermedaillen anfassen und sogar schnell einmal umhängen. Was aber alle aus der Begegnung mit Michaela Fuchs lernen konnten, war, dass man auch mit Behinderung sein Leben selbst gestalten und mit nie aufgebendem Willen, Fleiß und Lebensmut große Erfolge erreichen kann. Denn die nächsten Ziele der Mittdreißigerin sind die Teilnahme an den Weltmeisterschaften in Bordeaux und schließlich an den Paralympics 2008 in Peking. Und darauf trainiert sie jetzt schon mit all ihren Kräften hin.

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