Wolfach

Viele nutzen Chance zum Blick in Wolfachs Dialysestation

Autor: 
Berit Hohenstein
Lesezeit 2 Minuten
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26. Mai 2019
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Claudia Glatz (rechts) aus dem Pflegeteam der Wolfacher Dialysestation erklärte den recht vielen Besuchern beim Rundgang, wie eine Hämodialyse genau funktioniert. ©Berit Hohenstein

Seit 40 Jahren gibt es in Wolfach eine Dialysestation – eine von elf Zweigstellen des Nephrologischen Zentrums Villingen-Schwenningen. Anlass genug für zahlreiche interessierte Bürger und Patienten, beim Tag der offenen Tür am Samstag einen Einblick in die Arbeit der Station zu bekommen.
 

Sehr zufrieden mit der Resonanz zeigten sich die beiden Nephrologen Olaf Hergesell und Bernd Hohenstein. Am Vormittag waren bereits Fachärzte und die Hausärzte der Region sowie Vertreter des Netzwerks Gesundes Kinzigtal zu einem fachlichen Austausch eingeladen gewesen. »Die Vernetzung hier vor Ort ist uns sehr wichtig«, sagte Hohenstein, »selbst einige Hausärzte wissen noch gar nicht, dass es hier eine Dialysestation gibt.« Für den Spezialisten ist das Hauptziel seiner Arbeit das Aufhalten chronischer Nierenerkrankungen mit der Nierenersatztherapie. Das bedeutet, dass an drei Tagen in der Woche die Patienten viereinhalb Stunden lang an die künstliche Niere angeschlossen sind, um ihr Blut von Giftstoffen reinigen zu lassen.

Tipps zur Vorsorge

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Bei dialysepflichtigen Patienten könnten zudem die Flüssigkeiten nicht mehr über die Nieren ausgeschieden werden. »Deshalb ist es wichtig, dass die Patienten höchstens einen dreiviertel Liter Flüssigkeit am Tag zu sich nehmen«, erklärte Hergesell. Die sich im Körper ansammelnden Flüssigkeitsmengen könnten zu Ödembildungen führen, gefährlich sei dabei die Ödembildung in der Lunge und im Herzbeutel. Durch einen zu hohen Wassergehalt im Blut steige unter anderem auch der Blutdruck, was zusätzlich das Herz-Kreislauf-System belaste.

Bereits am Vormittag hatte Olaf Hergesell einen Vortrag über die chronische Nierenerkrankung und die Herausforderungen für Haus- und Fachärzte gehalten. Am Nachmittag ließen sich die zahlreichen Zuhörer über die Möglichkeiten zum Schutz ihrer Nieren informieren. »Wichtig ist es, den Blutdruck immer zu kontrollieren. Auch Rauchen und Zuckererkrankungen  erhöhen sehr stark das Risiko, dialysepflichtig zu werden«, meinte Hergesell. Gefährlich seien unter Umständen auch die nicht rezeptpflichtigen Schmerzmittel. »Wenn eine Nierenvorerkrankung vorliegt, kann die regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln zu einem Nierenversagen führen«, betonte der Spezialist.

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