Ausschuss der Verwaltungsgemeinschaft.

Viele Zahlen und Leuchtturmprojekt in Haslach vorgestellt

Autor: 
Reinhold Heppner
Lesezeit 3 Minuten
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28. November 2020

Leuchtturmprojekt: Etwa ab hier soll die Wärmerückgewinnung erfolgen. ©Reinhold Heppner

Mit der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2019, dem Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr 2019 und dem Haushaltsplanentwurf für 2021 sowie einem Leuchtturmprojekt befasste sich der gemeinsame Ausschuss der Verwaltungsgemeinschaft.
 

Die Mitglieder des gemeinsamen Ausschusses der Verwaltungsgemeinschaft Haslach bekamen am Donnerstagabend in der Stadthalle eine Fülle von Zahlenmaterial dargelegt. Alles verlief dabei ohne weitere Diskussionen und fand in allen Tagesordnungspunkten Einstimmigkeit.

Die Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2019 zeigte auf der Aktiva- und Passivaseite eine Endsumme von 3,37 Millionen Euro (alle Zahlen gerundet). Das Wirtschaftsjahr 2019 schloss mit einer Bilanzsumme von 3,31 Millionen Euro, wobei die Summe der Erträge und der Aufwendungen bei jeweils 942 000 Euro lagen.

Haushaltsplanentwurf vorgestellt

Der Haushaltsplanentwurf für das kommende Jahr sieht im Erfolgsplan mit Erträgen und Aufwendungen den Betrag von 1,03 Millionen Euro vor, im Vermögensplan Einnahmen und Ausgaben von 1,65 Millionen Euro. Als Betriebskostenumlagen sind 981 200 Euro eingestellt, ebenso wie eine Investitionsumlage von 1,52 Millionen Euro. 

Für die Betriebskostenumlage ist ein Verteilerschlüssel für die einzelnen Kommunen der Verwaltungsgemeinschaft festgelegt. Danach trägt die Stadt Haslach 45,685 Prozent der Kosten, Steinach deren 29,751 Prozent, Fischerbach 10,586 Prozent, Mühlenbach 7,473 Prozent und Hofstetten 6,505 Prozent.

Der Wirtschaftsplan 2021 beinhaltet als größte Investition 1,39 Millionen Euro für die Sanierung des Verbandssammlers am Haslacher Sportplatz. Bei den Abwasserkanälen im Verbandsgebiet sind im kommenden Jahr verschiedene Reinigungs- und Sanierungsmaßnahmen erforderlich.

Fremdwasser in die Kanalisationen

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Vor allem wurde festgestellt, dass in Bereichen Fischerbachs, Bollenbachs und in Schnellingen Fremdwasser in die Kanalisationen eindringen. Für diese Arbeiten sind im kommenden Jahr rund 50 000 Euro im Haushaltsplan vorgesehen. 

Danach präsentierte Ralf Rösch, technischer Werksleiter der Haslacher Stadtwerke, mit der Möglichkeit der Abwasserwärmenutzung im Verbandskanal ein „sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvolles Leuchtturmprojekt“.

Hierzu hatten die Stadtwerke eine Studie in Auftrag gegeben, um zu prüfen, inwieweit es möglich ist, mittels Wärmerückgewinnung im Bereich der Abwasserbehandlung aus dem Verbandssammler der Verwaltungsgemeinschaft für das Fernwärmegebiet „Kampf­acker“ einen ökologisch sinnvollen Nutzen zu ziehen. 

CO2-Einsparung von rund 35 Prozent

Als Vorteil zeigte die Studie auch, dass die ohnedies geplanten Kanalbauteile in ihrer Konstruktion für das Leuchtturmprojekt voll genutzt werden können. Mit dem Einbau eines Wärmetauschers in den Kanal beim Sportplatz werde nach den Berechnungen der Studie eine CO2-Einsparung von rund 35 Prozent erreicht.

Die Kosten für diese Maßnahme liegen bei 400 000 Euro wobei die Stadtwerke ausschließlich Kostenträger sind. Dies ebenso für die spätere Wartung und den Unterhalt.

Nachdem der gemeinsame Ausschuss der Verwaltungsgemeinschaft dem Vorschlag von Ralf Rösch einstimmig grünes Licht gab, erfolgt jetzt am 7. Dezember die Beratung im Werks­ausschuss der Stadtwerke. Die Beschlussfassung im Haslacher Gemeinderat ist dann für den 14. Dezember vorgesehen.

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