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Mitgliederversammlung Volksbank Kinzigtal

Referent Babak Rafati beeindruckt durch Lebensgeschichte

Volksbank Kinzigtal zeigt den gesteckten Weg auf
27. November 2015
&copy Werner Hering

Bei der Mitgliederversammlung der Volksbank Kinzigtal gaben die Vorsitzenden Martin Heinzmann und Oliver Broghammer einen Überblick zur Finanzlage. Referent Babak Rafati beeindruckte und berührte das Publikum mit seiner Lebensgeschichte.

Alpirsbach. Derzeit hat die Bank 18 524 Mitglieder. Für den Bereich Kinzigtal kann von Vollbeschäftigung ausgegangen werden, berichteten die Vorsitzenden Martin Heinzmann und Oliver Broghammer rund 400 geladenen Mitgliedervertretern der Volksbank Kinzigtal am Dienstagabend im Alpirsbacher Haus des Gastes. Äußerst positiv entwickle sich das Kunden-Kreditvolumen, das im vergangenen Geschäftsjahr auf 421 Millionen Euro stieg, sowie das betreute Kundenvolumen, das bei 1,2 Milliarden Euro läge, so Heinzmann.

Kooperation mit Triberg/Hornberg: Derzeit gäbe es mit der Volksbank Triberg eine enge und gute Zusammenarbeit. Es würde zurzeit geprüft, wie eine weitere Kooperation aussehen könne, die im kommenden Frühjahr vertraglich vereinbart werden soll, so die Vorsitzenden.

Zahlen, Daten, Fakten: Weitere Fakten vermeldeten die Chefs der Bank: 4544 Kreditkarten wurden ausgegeben, die Online-Banking-Quote läge bei 60 Prozent, ein Neukreditvolumen von 60 Millionen Euro sei ausgezahlt und 3585 Uni-Profi-Rentenverträge bestünden. Die Volksbank Kinzigtal ist 2014 als Bank des Jahres ausgezeichnet worden. Derzeit arbeiten 176 Mitarbeiter bei der Volksbank Kinzigtal. Broghammer und Heinzmann berichteten von geleisteten Spenden und rund sieben Millionen Euro gezahlten Steuern in 2014.

Digitalisierung: Nicolai Vollmer, Bereichsleiter für Vertrieb, Marketing und Digitalisierung, ging auf die Entwicklung der Digitalisierung ein: »Alles, was digitalisiert werden kann, wird auch digitalisiert«, erklärte er der Versammlung. Allgemeine technische Entwicklungen wirkten sich auch auf die Nutzung der Angebote der Bank durch die Kunden aus.
Vollmer berichtete von einer eigenen Smartphone-App für Bankgeschäfte. Eine weitere Entwicklung sei auch »Paydirekt«, ein Bezahlsystem  im Internet, das im November gestartet wurde.

Babak Rafati: Anschließend lud die Volksbank das Publikum zu einem Vortrag unter dem Motto »Alles hat zwei Seiten« ein. Der ehemalige DFB- und Fifa-Schiedsrichter Babak Rafati berichtete dem Publikum von seinem Selbstmordversuch vor seinem 85. Bundesligaspiel und reflektierte die Gründe dafür.

Publikum beeindruckt

Der gelernte  Bankkaufmann beeindruckte das Publikum durch die Schilderung der  großen körperlichen und phsychischen Belastung und dem daraus resultierenden Leistungsdruck durch ein Spiel.  Dieser Druck und systematisches Mobbing sowie dessen persönliche Wahrnehmung führten Rafati in den Selbstmordversuch, der damals weltweit Beachtung fand. Die Schilderungen, die durch kurze Videosequenzen aus der Presseberichterstattung und Aussagen von Verantwortlichen unterbrochen waren, zeigten die damalige Wahrnehmung des Vorfalls in der Öffentlichkeit.

Der Referent erläutete Strategien gegen Depression oder Burn-out und schilderte seine eigenen Erfahrungen. Das Publikum war tief bewegt von Rafatis Ausführungen, die er in dem Buch »Ich pfeif auf den Tod« verarbeitete.

In einem Gespräch mit dem Offenburger Tageblatt im Anschluss an den Vortrag freute er sich über die positive Resonanz im Publikum. »Durch die Ansprache dieses Tabuthemas habe ich mein Ziel, dafür zu sensibilisieren und zur Krisenbewältigung zu motivieren, erreicht«, so Rafati.

Autor:
Werner Hering

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