Schiltach

Vorland bleibt und wird sogar aufgewertet

Autor: 
Martina Baumgartner
Lesezeit 2 Minuten
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19. September 2015
Der Freizeitbereich Lehwiese könnte ebenfalls umgestaltet werden. Überlegungen dazu gibt es bereits.

Der Freizeitbereich Lehwiese könnte ebenfalls umgestaltet werden. Überlegungen dazu gibt es bereits. ©Martina Baumgartner

Der zweite Bauabschnitt der Hochwasserschutzmaßnahme erstreckt sich im kommenden Jahr entlang der »Schiltach«. Die Gemeinderäte informierten sich nach den Plänen zur Umgestaltung des Bereichs um das Vorland – neue Ideen für die Lehwiese inklusive.

Weil der Gemeinderat seit dem Beschluss von Hochwasserschutzmaßnahmen eine andere Zusammensetzung hat, erläuterte Alfred Winski, vom Büro für Landschaftsplanung und angewandte Ökologie in Tiengen die Vorlandpläne nochmals und stellte zudem neue Überlegungen zur Gestaltung der Lehwiese vor.

Der Gewässerökologe beschrieb den Gemeinderäten in ihrer Sitzung am Mittwochabend die vorgesehene Herausnahme des Bachpflasters bei der »Schiltach« und die anschließende Absenkung der Gewässersohle auch im Bereich entlang der Schramberger Straße zwischen Stadt- und Spittelbrücke. Das diene nicht nur dem Schutz bei Hochwasser, sondern bedeute auch eine ökologische Aufwertung des Gewässers, so Winski und bestätigte damit die Forderungen des Naturschutzes. »Das Vorland wird bleiben, wo es ist. Das war nie ein Thema« sagte Bürgermeister Thomas Haas am Mittwochabend in der Gemeinderatssitzung. Die Befürchtungen einiger Schiltacher, dass sich dort mit der Hochwasserschutzmaßnahme etwas ändern würde, kenne er, so Haas.

Winski bestätigte dies, denn das Vorland werde genauso wie das »Schiltach«-Gewässerbett lediglich abgesenkt. Die Planung sieht in diesem Bereich Trichterbuhnen vor. Diese werden mit Steinen im Gewässerlauf verlegt. »Das Wasser ist also dort bewegt«, so Winski.

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Weitere Trittsteinbahnen

Außerdem werden Sitzsteine an der Mauer zur Schramberger Straße gebaut und in die »Schiltach« hinein. Trittsteinbahnen durch den Fluss erlauben dessen Überquerung zu steinernen Sitzbänken, die von Vorlandbesuchern im Sommer genutzt werden können. Die vorhandene Terrasse des Gasthauses »Brücke« wird durch ein Holzdeck über der »Schiltach«, entsprechend der Anforderungen des hunderjährlichen Hochwassers, ersetzt. Die Erfahrbarkeit des Gewässers wird so gefördert und an dieser Stelle sogar verbessert.

Winski hatte auch Pläne neuer Überlegungen zur Gestaltung der Lehwiese mitgebracht. Mit Erneuerung des Wehrs beim Gerberkanal könnte es auch dort Verbesserungen im Freizeitbereich geben. Der vorhandene Weg durch den Flößerpark könnte mehr ins Land verlegt werden, sodass Platz für eine Abflachung des Ufers geschaffen würde. Eine Sitztribüne auf Höhe der Flößersitzbank direkt an und in die »Kinzig« erlaube ein Erreichen der Trittsteine, die zur Kiesinsel führten.

Vor dem Gamper in Richtung neues Sitzatrium könnte ein flacher Bachlauf abgezweigt werden. Auch an dieser Stelle würde die Erfahrbarkeit des Wassers und der Aufenthaltsbereich mitten in der Stadt verbessert werden, schloss Winski. Die Überlegungen wurden vom Gremium positiv aufgenommen.

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