Schwarzwald-Krimi (4)

Was verrät das Smartphone von Friederike Waldner?

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12. Juni 2019

Einstein hat das Smartphone aus Meckerles Gesäßtasche herausgebissen. "Ob es die Ermittlungen weiterbringt?", fragt sich Kommissarin Bahler. ©Stefan Dinter

Kommissarin Isabella Bahler ermittelt wieder. Den Start unseres »Schwarzwaldkrimis zum Mitschreiben« ersann der Hausacher Stadtschreiber 2010, Christoph W. Bauer. Die dritte Fortsetzung schrieb ein Leser aus Hausach.

Gerade, als Horst Waldner Kommissarin Bahler um Hilfe bat, weil seine Frau Friederike schon seit drei Tagen verschwunden war, bekam diese einen Anruf des Forstmeisters Rudolf Meckerle, der diese bei einem Spaziergang mit Schwiegersohn Hans-Joachim Holzmeister in einem Waldstück bei der Burg Husen gefunden hatte – erdrosselt. Waldner hatte zuvor der Kommissarin gestanden, dass er sich mit seiner Frau gestritten hatte. Die Umweltaktivistin habe ihn beschuldigt, sich zu wenig für ihre Sache einzusetzen und möglicherweise sogar ihren Ex zu unterstützen. 

Hans-Joachim Holzmeister, mit dem Friederike Waldner früher verheiratet war, plant einen Adventure-Park in Hausach mit Mountainbike-Strecken durch den Wald. Als sich die Kommissarin nach Meckerles Anruf wieder zu Horst Waldner umdrehte, war dieser verschwunden. 

Sie eilte zu dem Ort, den ihr der Forstmeister Meckerle beschrieben hatte. Er war allein. Holzmeister sei dringend zu einem Termin abberufen worden. Er habe einen Anruf erhalten, er glaube, die Stimme  seiner Tochter – Waldmeisters jetziger Frau – erkannt zu haben. Als die Kommissarin telefonierte, hatte Einstein einen nagelneuen Rucksack aus dem Unterholz gezerrt. Die Kommissarin fand darin ein T-Shirt mit einem Slogan gegen die Pläne des Hausacher Adventure-Parks. Er stellte sich als Friederike Waldners Rucksack heraus, den ihr Vater Rudolf Meckerle ihr geschenkt hatte 

So weit, was bisher geschah. Christoph W. Bauer entschied sich für diese Fortsetzung von einem Leser unter dem Pseudonym »Omelett«:

Einstein schnappt zu

Oh, könnte Bellaballa nur Einsteins Gedanken lesen! Denn hinter seiner naturblonden Straßenkötermähne kontaminierten die Geruchsnerven mit dem Inhalt des Designer Rucksacks: Was, wenn Friederike und Tina gemeinsame Sache gemacht haben? 

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Einstein knurrte und fletschte die Zähne, er nahm die Gesäßtasche von Meckerle ins Visier, in der sich ein Smartphone befand, das ihm verdächtig nach Friederikes Haut-
partikel roch. Schon schnappte Einstein zu. 

»Aua, lass los du Töle«, schrie Meckerle und: »Tun sie doch etwas, Frau Kommissarin!« Einstein ließ kurz los. »Warum nicht gleich so?«, wimmerte Meckerle. 

Was verbirgt Meckerle?

Doch erneut schnappte Einstein zu, und Bellaballa hatte alle Hände voll zu tun, um ihren Hund davon abzubringen, ein Stück Räucherschinken aus den vier Buchstaben des Försters heraus zu nagen. 
»Schluss jetzt, Einstein, aus«, schrie die Kommissarin und forderte Meckerle auf, ihr das Smartphone zu überreichen. Abwägend hielt sie das Telefon in Händen, sie schaute den Förster eindringlich an  und fragte: »Wo haben sie das Smartphone her? Was hat das zu bedeuten? Wollten sie etwa ein Beweisstück verschwinden lassen, Herr Meckerle?« Meckerle errötete kurz, plötzlich stürmte er los, Einstein jagte ihm hinterdrein. 
Kurze Zeit später hörte Bellaballa den Förster rufen: »Aua, verflucht, schaffen sie das Miststück von meiner Hose, Frau Kommissarin, ich bitte Sie!« 

Der Daumen einer Toten

Bellaballa konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Sie tippte auf das Smartphone: passwortgeschützt. Warum umständlich die IT nach dem Passwort forschen lassen? Bei den modernen Dingern genügt ja der Daumenabdruck des Besitzers. Und das funktioniert auch, wenn der Daumen einer Toten gehört . .. 
Nun sind unsere Leser wieder an der Reihe. Jeder kann jederzeit noch mitmachen und die nächste Folge ­schreiben. 

Wie die Geschichte noch weitergehen könnte...

erstmals in der achtjährigen Geschichte des Schwarzwald-Krimis gab es nur eine einzige Zuschrift. Umso mehr ein Grund, dass Sie sich an den Computer setzen und mitschreiben. Die Spielregeln gibt es unten. 

Stichwort

Die Personen

Die Personen des neunten Krimis: 
◼ Isabella Bahler: Kommissarin, genannt Bellaballa 
◼ Einstein: ihr Hund
◼ Friederike Waldner:  (ca. 35), Ex-Frau von Hans-Joachim Holzmeister. Nun verheiratet mit Horst Waldner. Umweltaktivistin und Gegnerin der Adventure-Park-Pläne ihres Ex-Manns.  
◼ Horst Waldner: (ca. 40), einst Hotelier, hat durch falsche Spekulationen den Betrieb verloren, arbeitet nun in einem Reisebüro, das sich vor allem auf Wellness-Reisen spezialisiert, zum Missfallen seiner Frau Friederike. War einst ein Mädchenschwarm, nun wirkt er eher wie ein angeschlagener Boxer, Glatzkopf, Sonnenbrille und Cowboy-Stiefel.  
◼ Hans-Joachim Holzmeister: (ca. 50), Spross aus reicher Familie, besitzt mehrere Wellness-Hotels. Plant einen Adventure-Park in Hausach; gewinnender Typ, durchtrainiert, zurückgekämmte Haare, etwas angegraut, trägt zu seinen Maßanzügen stets Sneakers.  
◼ Tina Holzmeister: (ca. 30), geborene Meckerle, lange dunkle Haare, Markenklamotten. Ihr Vater Rudolf Meckerle war ursprünglich gegen die Heirat mit Holzmeister, versteht sich aber mittlerweile mit ihm auffällig gut.     
◼ Rudolf Meckerle: (ca. 60), Förster, eine streitbare Natur sagen die einen, ein ewiger Nörgler die anderen. Ist erst kürzlich in einem Leserbrief über die Umweltaktivisten hergezogen, denen er puren Aktionismus vorwirft ohne Ahnung von der Natur.

Stichwort

Die Spielregeln: Schreiben Sie mit!

Nun sind Sie wieder an der Reihe. Schreiben Sie die nächste Fortsetzung unseres Krimis (bis zu 70 Zeilen à 30 Anschläge oder ca. 200 Wörter). Senden Sie Ihren Beitrag bis spätestens Montag, 17. Juni, 10 Uhr, per E-Mail an lokales.kinzigtal@reiff.de, versehen mit Ihrer Adresse und mit einem Pseudonym.
Die von Ihnen geschriebene Fortsetzung geht nur unter dem Pseudonym an Christoph W. Bauer. Dieser sucht eine passende Fortsetzung aus und passt diese eventuell etwas im Stil an, damit die Geschichte »aus einem Guss« wirkt. Stefan Dinter aus Stuttgart illustriert dann die neue Folge. Der vierte Teil erscheint nächste Woche wegen des Feiertags am Mittwoch oder Freitag – und dann beginnt dieselbe Prozedur von vorn. Insgesamt sind sechs Folgen vorgesehen. Erst am Schluss werden die Namen aller Autoren veröffentlicht. Die sechste Folge kürt das Publikum bei einer öffentlichen Veranstaltung am Mittwoch, 3. Juli, in Hausach.
Niemand schreibt für den Papierkorb: Es wird jeweils eine Folge in der Zeitung veröffentlicht, unter www.bo.de sind aber alle möglichen Fortsetzungen im Internet zu finden. So kann sich jeder ein Bild davon machen, was andere für Einfälle hatten, den Krimi weiterzuschreiben.
Alle Autoren, die an der Abschlussveranstaltung teilnehmen (als Gäste der Mittelbadischen Presse), erhalten eine Autorenkarte für freien Eintritt bei allen Veranstaltungen des Hausacher Leselenz. 

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