Gemeinderat

Wasserverluste in Hornberg „erschrecken“

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13. Oktober 2019

Das Strukturgutachten im Bereich Wasserversorgung ist eine Reaktion auf die heißen Sommer, die in den nächsten Jahren anhalten könnten. Das Gebiet Fohrenbühl von Hornberg aus beim Wasser mitzuversorgen, kommt laut den Ingenieuren vom technischen Aspekt und vom Umschlag her eher nicht in Betracht. Hier will man auf das Gutachten von Lauterbach warten. ©Archivfoto

Zwei Ingenieure des Büros Zink stellten in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch das Strukturgutachten für die mittel- und langfristige Sicherstellung der Trinkwasserversorgung Hornberg vor.

»Sich im ersten Schritt mit dem Thema vertraut zu machen, darum geht es jetzt«, schickte Hornbergs Bürgermeister Siegfried Scheffold dem Vortrag von Philipp Höger und seinem Kollegen vom Ingenieurbüro Zink in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch voraus.

Die beiden haben für die Stadt Hornberg ein Strukturgutachten für den Eigenbetrieb Wasserversorgung mit einem Betrachtungszeitraum von 30 Jahren erstellt. Solch ein Gutachten sei auch Voraussetzung für eine Förderung in der Wasserversorgung, betonte der Bürgermeister. Die etwas über zwei Millionen Euro an Investitionskosten seien langfristig zu sehen. Außerdem seien Maßnahmen mit mindestens 25 Prozent förderfähig.

Versorgungssicherheit

Der Sinn des Strukturgutachtens sei, sich die gesamte Wasserversorgung anzuschauen, Details zu prüfen und Sanierungsbedarf oder Optimierungen herauszustellen, so Philipp Höger. Die Versorgungssicherheit in der Kernstadt sei durch die Zuleitung an die Kleine Kinzig im Normalfall hoch. Sollte jedoch ein Schaden auftreten, könne die Versorgungssicherheit nur für maximal zwei Tage gewährleistet werden. Das Gutachten sei generell eine Handlungsempfehlung, aber kein Zwang, so Höger.

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Beleuchtet wurden die drei Versorgungssysteme von Hornberg mit der Kernstadt, Unterreichenbach und Reichenbach-Schwanenbach, die Bevölkerungsentwicklung und der Wasserverbrauch, wo man noch Luft nach oben habe. „Ein Dauerthema“ sind die Wasserverluste, die mittlerweile auf 24 Prozent angestiegen sind und die unbedingt reduziert werden sollen. Jörg Fehrenbacher (Freie Wähler) zeigte sich darüber „erschrocken“ und bat darum, diese schnellstmöglich „auf ein erträgliches Maß zu reduzieren“. Bekannt sind die Verluste schon länger. Der Bürgermeister kündigte noch für 2019 eine Reduzierung an und zeigte sich „guten Mutes“. Thema ist außerdem, wie Reichenbach eventuell zentral angeschlossen werden könnte, und dass der in die Jahre gekommene Hochbehälter Immelsbach nicht mehr zu halten ist.

„Zukunftspläne nötig“

Den Fohrenbühl von Hornberg aus mitzuversorgen, komme vom technischen Aspekt und vom Umschlag her, aber eher nicht in Betracht, so Philipp Höger. Vielmehr will man hier das Strukturgutachten der Gemeinde Lauterbach abwarten. Außerdem wird die Wasserversorgung den Ortsteil Reichenbach betreffend auf Vorschlag des Bürgermeisters generell erst von den Ortschaftsräten vorbesprochen. Dort wäre eine Vollversorgung über den Hochbehälter Postwiese denkbar. Ortsvorsteher Gottfried Bühler will aber gerade im Hinblick auf ein mögliches Baugebiet, „nichts ohne konkrete Zukunftspläne machen“. Denn der Hochbehälter Postwiese müsste dann enorm aufgerüstet werden. „Das ist zum derzeitigen Zeitpunkt nicht sinnvoll“, bemerkte Bühler.

Rolf Hess (SPD) verwies auf die Wichtigkeit von Notstromaggregaten und die Eindämmung der Wasserverluste. Außerdem stellte er die  Versorgung von Reichenbach als „wichtig“ heraus. Fritz Wöhrle (Freie Wähler) bat darum, sich Ziele zu setzen, wann was gemacht werde, alles vorzubereiten und das Gutachten nicht in der Schublade verschwinden zu lassen.

Jörg Fehrenbacher verwies ferner auf die eigenen Quellen „als hohes Gut“, die man erhalten sollte. Noch haben diese eine gute Schüttung. 

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