Caritasverband Kinzigtal in Haslach

Weitere Anlaufstelle für Menschen mit Behinderung

Autor: 
Manfred Pagel
Lesezeit 3 Minuten
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12. Juli 2018

Gut aufgestellt (von links): Gabriele Dettling-Klein, die Leiterin der sozialen Dienste beim Caritasverband, Caritas-Geschäftsführer Detlef Kappes, die neue Beraterin Michaela Himmelsbach, Bundestagsabgeordneter Peter Weiß und Haslachs Bürgermeister Philipp Saar. ©Manfred Pagel

Ein neuer Mosaikstein ergänzt das Beratungsangebot für Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen im Kinzigtal. Ab sofort bietet Michaela Himmelsbach im Caritashaus regelmäßig »Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung«.

»Ich freue mich, dass der Caritasverband Kinzigtal den Zuschlag des Bundessozialministeriums erhalten hat«, betonte gestern bei der Vorstellung des neuen Angebots der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Weiß. Die »Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung« (EUTB) ist im »Gesetz zur Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen«, mit dem der Gesetzgeber sich das Ziel gesetzt hat, das vorher geltende Fürsorgerecht für Menschen mit Behinderung zu einem modernen Teilhaberecht im Sinn der Inklusion weiterzuentwickeln.

Bislang bietet nur der Caritasverband Kinzigtal dieses neue Beratungsangebot im Ortenaukreis. Weitere würden folgen, versicherte der Bundestagsabgeordnete. Insgesamt sind aktuell 470 solche Stellen bundesweit genehmigt, die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales finanziert werden. Weitere sollen bis zum Jahresende dazukommen. In den aktuellen Haushalt habe die Bundesregierung 58 Millionen Euro eingestellt, um die Finanzierung zu gewährleisten, so Weiß. Caritasgeschäftsführer Detlef Kappes ergänzte, dass die Fördersumme für die hiesige Stelle 110 000 Euro betrage.

Das neue Hilfsangebot ist vorerst bis 2020 befristet und beim Caritasverband als Halbtagsstelle ausgelegt. »Wir sind der einzige Caritasverband im Einzugsgebiet der Erzdiözese Freiburg, der dies aktuell anbietet«, betont Caritas-Geschäftsführer Detlef Kappes. Er bewertet den Zuschlag auch als Anerkennung für die hier bislang geleistete Arbeit auf diesem Sektor.

»Bei der Antragstellung hat das Konzept des hier im Kinzigtal gewachsenen Netzwerks der Hilfe überzeugt«, so Kappes. Gabriele Dettling-Klein, die Leiterin der sozialen Dienste beim Caritasverband Kinzigtal, schätzt dass das neue niederschwellige Angebot eine sehr gute Ergänzung des Fachbereichs ist, zumal im gleichen Gebäude auch das unabhängige Angebot des Pflegestützpunkts mit Klaus Allgaier angesiedelt ist.

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Haslachs Bürgermeister Philipp Saar bewertet die neue Beratungsmöglichkeit als sinnvolle Ergänzung im Sozialzentrum. Diese weitere Hilfe vor Ort passe gut ins Portfolio der Hilfe in der Raumschaft, bekräftigte der Rathauschef.
Ansprechpartnerin für Ratsuchende ist im Caritashaus Michaela Himmelsbach. Die studierte Erziehungswissenschaftlerin aus Steinach arbeitet seit September 2017 beim Caritasverband.

Die Steinacherin ist gut vorbereitet auf diese neue Aufgabe, war sie doch vor und während ihres Studiums auch schon beim Club 82 in Haslach und der Lebenshilfe engagiert. Überdies gab es für die neuen EUTB-Beraterinnen eine spezielle Schulung in Mannheim. Mit der Beratung solle Menschen mit Behinderungen gleich welcher Art dabei geholfen werden, ihren eigenen Weg zu beschreiten, betont die Beraterin.

INFO: Michaela Himmelsbach ist im Caritashaus in der Sandhaasstraße, • 078 32 / 99  95  52 35 oder per E-Mail an teilhabeberatung@caritas-kinzigtal zu erreichen. Eine offene Sprechstunde ohne Anmeldung bietet Himmelsbach dienstags von 14 bis 17 Uhr an. Die Beratung ist kostenlos und barrierefrei erreichbar.

http://www.caritas-kinzigtal.de

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