Wolfach

Wichtigste Einnahmequelle der Kleintierzüchter versiegt

Autor: 
Andreas Buchta
Lesezeit 2 Minuten
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02. November 2020

Der Vorsitzende Gregor Firner ist optimistisch, dass 2021 wieder eine Kleintierschau veranstaltet werden kann. ©Andreas Buchta

Die Streichung der Kleintierschau war für den C216 Wolfach doppelt bitter: Sie schlägt sich nicht nur auf die Motivation der Mitglieder, sondern auch auf die Finanzen nieder.

Der Kleintierzuchtverein C216 Wolfach hätte am 24. und 25. Oktober normalerweise seine beliebte Kleintierausstellung in der Festhalle veranstaltet. Normalerweise, aber was ist schon normal in diesen Corona-Zeiten? 

Auch die diesjährige Lokalschau der Kleintierzüchter mit der Prämierung der besten Zuchterfolge bei Kaninchen, aber auch bei Hühnern, Tauben, Zwergwachteln und Enten fiel also der Pandemie zum Opfer. Ebenso die Tombola, der bei Familien so beliebte Mittagstisch und der von Kindern stets umlagerte Streichelzoo.

Noch im vergangenen Jahr hatten die Züchter 129 Tiere ausgestellt, eines prächtiger als das andere. 

Wichtige Außendarstellung

Die Streichung der Kleintierschau ist für den Verein doppelt bitter. Zum einen fällt die für die Motivation der Züchter so wichtige Außendarstellung samt der Anerkennung der Zuchterfolge durch Preise, Meistertitel und Pokale flach. Zum anderen ist damit die wichtigste Einnahmequelle des Vereins versiegt. 

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„Finanziell können wir das Jahr überbrücken“, räumt der Vorsitzende Gregor Firner ein. „Aber nächstes Jahr muss was gehen, sonst wird’s eng.“ Denn die Kosten des Vereins liefen trotz Krise unbeirrt weiter.

Dennoch: Die Vereinsarbeit geht weiter, wie der Vorsitzende Gregor Firner versichert. Wenn auch eingeschränkt, denn der Kontakt der Züchter untereinander ist stark vermindert. „Da fehlt uns was, wenn wir nicht jeden Monat unsere Vereinstreffen abhalten können“, beklagt er. 

Firner hofft inständig

Seit Fasnacht habe es im Vereinsheim in der ehemaligen Grundschule lediglich eine einzige Zusammenkunft gegeben. Nach wie vor werden unter seiner Obhut die Tiere der Züchter in der Vereinszuchtanlage am Biesle gehegt und gepflegt. „Ich hoffe, dass alle Züchter dabei bleiben“, sagt Firner und hofft inständig auf eine Kleintier-Ausstellung im kommenden Jahr. 

Er selbst sei da eher optimistisch, denn es müsse „ja mal wieder aufwärtsgehen“. Und auch bei den Züchtern gebe es mit Blick auf die hoffentlich im nächsten Herbst stattfindende Lokalschau mit der Prämierung ihrer Prachtexemplare noch einen Rest von Motivation.

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