Johannes Fechner informiert sich

Wie das Teilhabegesetz bei Haslacher Lebenshilfe ankommt

Autor: 
red/lr
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19. Juli 2019

SPD-Bundestagsabgeordneter Johannes Fechner (zweiter von rechts) informierte sich bei Martin Schmid (von links), Jasmin Metzger, Jasmin Neumaier, Lutz Heubach und Karl Burger über die Lebenshilfe. ©Lebenshilfe

Seit rund einem Jahr gilt das Bundesteilhabegesetz, daher hat sich SPD-Bundestagsabgeordneter Johannes Fechner vor Ort bei der Haslacher Lebenshilfe erkundigt, wie das neue Gesetz wirkt und wo für Behinderte noch mehr von der Politik getan werden kann. 

Die Lebenshilfe hat derzeit 230 Mitarbeiter in den verschiedenen Arbeitsbereichen und 70 Menschen mit Behinderung in den Heilpädagogischen Tagegruppen im Kinzig- und Elztal, teilten Geschäftsführer Lutz Heubach und Vorsitzender Karl Burger mit. Die Auftragslage sei gut. Schwierig wäre es für die Lebenshilfe gewesen, wenn die von der Großen Koalition beschlossenen Lohnerhöhungen für die behinderten Mitarbeiter nicht auf vier Jahre gestaffelt worden wären. 

»Wir wollten mit diesem Gesetz den behinderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen höheren Lohn zukommen lassen, ohne dabei Träger wie die Lebenshilfe zu überfordern«, erklärte Fechner. Von Seiten des Werkstatt­rats wurde laut Pressemitteilung bestätigt, dass diese Lösung gut ist und von den Mitarbeitern akzeptiert wird. 

Lob und Kritik

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Durch das Bundesteilhabegesetz haben die Mitarbeiter auch mehr Mitspracherechte, können so etwa wie in Haslach über den Urlaubsplan mitbestimmen, was in Haslach diskutiert und letztendlich zu einer einvernehmlichen Regelung mit dem Betriebsrat und der Geschäftsleitung geführt hat.

Großes Lob gab es für die von der Großen Koalition beschlossene Erhöhung des Selbstbehalts für Behinderte. Künftig können stationär untergebrachte Behinderte 5000 Euro ansparen, ambulant betreute Behinderte 50 000 Euro, ohne dass das Sozialamt hierauf zugreifen kann. 

Starke Kritik gab es aber daran, dass das Bundesteilhabegesetz für erhebliche Bürokratie sorge. Sowohl bei den Trägern wie der Lebenshilfe als auch beim Landrats­amt mussten mehrere neue Stellen eingerichtet werden, um die umfangreichen Anträge auf Förderungen zu stellen. Fechner räumte ein, dass dies der Fall sei, sagte aber nach ersten Erfahrungswerten mit dem Bundesteilhabegesetz eine Prüfung zu, wo Bürokratie und Antragserfordernisse reduziert werden können.

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