Hornberg - Reichenbach

Windpark Falkenhöhe liefert Strom für 10.000 Haushalte

red/ra
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26. September 2021
Der Windpark Falkenhöhe auf Gemarkung Schramberg, Hornberg-Reichenbach und Lauterbach ist nun in Betrieb. 

(Bild 1/3) Der Windpark Falkenhöhe auf Gemarkung Schramberg, Hornberg-Reichenbach und Lauterbach ist nun in Betrieb.  ©Markus Ketterer

Der Windpark Falkenhöhe auf Gemarkung Hornberg-Reichenbach, Schramberg und Lauterbach mit einer jährlichen Gesamtleistung von mehr als 30 000 Megawattstunden ist eingeweiht.

Die Umweltministerin Baden-Württembergs Thekla Walker hat am Samstag mit rund 200 geladenen Gästen den Windpark Falkenhöhe feierlich eingeweiht. Die drei Windenergieanlagen mit einer jährlichen Gesamtleistung von mehr als 30 000 Megawattstunden befinden sich in den Landkreisen Ortenau und Rottweil. Sie versorgen laut einer Pressemitteilung der Teckwerke Bürgerenergie 10 000 Haushalte mit grünem Strom und sparen jährlich rund 20 500 Tonnen CO2 ein.

Der Windpark wurde durch die Windkraft Schonach (WKS) geplant und durch das Erneuerbare-Energien-Unternehmen RES gebaut. Der Betrieb des Windparks liegt in Bürgerhand bei der Teckwerke Bürgerenergiegenossenschaft. Bürger können Mitglied der Energiegenossenschaft werden und sich durch Anteile an Wind- und Solarprojekten beteiligen.

"Sie gestalten Zukunft!"

Die Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Thekla Walker lobte das Engagement aller Beteiligten, die die Anlage ermöglicht haben. „Sie gestalten Zukunft konkret vor Ort. Der Windpark Falkenhöhe ist ein Baustein für eine neue Energiewelt und für den Klimaschutz. Jedes neue Windrad in Baden-Württemberg bringt uns mehr klimafreundlichen Strom und macht uns unabhängiger von anderen Energieträgern. Jeder Beitrag zählt und jeder Schritt ist ein Teil des Weges zu umfassendem Klimaschutz.“ Ministerin Walker kündigte zugleich eine Task Force der Landesregierung an, die landesweit den Ausbau der Erneuerbaren Energien schnell und wirkungsvoll vorantreiben soll.

„Im Jahr 2020 sind in Baden-Württemberg nur elf Windkraftanlagen ans Netz gegangen. Das ist zu wenig. Der Klimawandel ist da und macht auch vor dem Schwarzwald nicht Halt“, erklärt der gebürtige Schonacher Gerhard Kienzler, Geschäftsführer von RES Deutschland und dem Tochterunternehmen WKS. „Neben Tanne und Buche hat die heimische Fichte besonders mit dem Klimawandel zu kämpfen – mit anhaltender Sommertrockenheit, Starkniederschlägen und warmen Wintern. Der Schwarzwald leidet und bekommt immer mehr Schäden. Auch deshalb brauchen wir mehr klimafreundliche Energie aus Erneuerbaren, in Baden-Württemberg ebenso wie in den übrigen Bundesländern.“

„Schüsseltechnologie“

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„Neben Solarstrom ist Windkraft die Schlüsseltechnologie zur Erreichung des 1,5 Grad-Klimaziels. Mit einer großen Windkraftanlage können gewaltige Strommengen erzeugt werden, ohne zur Erderwärmung beizutragen“, sagt Felix Denzinger, Vorstand der Teckwerke Bürgerenergie.

Bereits 2014 startete die WKS mit ersten detaillierten Planungen für den Windpark, drei Jahre später wurde der erste Antrag in einem Verfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung und Umweltverträglichkeitsprüfung beim Landratsamt Rottweil eingereicht. 2019 wurde die erste Genehmigung erteilt. Im zweiten Quartal dieses Jahres wurden die drei Windenergieanlagen in Lauterbach, Schramberg und Hornberg durch RES fertiggestellt. Nicht mehr benötigte Flächen werden nun bis Jahresende mit standortgerechtem Laub-Mischwald aufgeforstet.

RES wurde dazu verpflichtet, im Ausgleich für den Bau der Windenergieanlagen in den Natur- und Artenschutz zu investieren. „Durch die umfangreichen Ausgleichsmaßnahmen wurde eine so große Verbesserung für Arten und Biotope erreicht, dass die Region ökologisch wertvoller ist als vorher. Das zeigt auch die Ökopunktebilanz“, erklärt Pedro da Silva, Vorstand der Teckwerke Bürgerenergie. In Baden-Württemberg werden Eingriffe in die Natur und der Ausgleichsbedarf durch ein Ökopunktekonto bewertet.

Natur- und Artenschutz

Auch die Bürgerenergiegenossenschaft legt nach eigenen Angaben großen Wert auf den Natur- und Artenschutz. Wird etwa die Grünfläche um die Windkraftanlage in Schramberg gemäht, bleibt die Anlage auch an den drei Folgetagen abgeschaltet, um Groß- und Greifvögel nicht zu gefährden, die die Mahd anzieht. Alle drei Windenergieanlagen werden zudem während des Sommerhalbjahres in der Dämmerung bei spezifischen Temperatur- und Windbedingungen zum Schutz von Fledermäusen abgeschaltet.
Bürger für Klimawende

„Der Windpark Falkenhöhe ist ein Musterbeispiel dafür, wie sich die Klimawende mit Bürgerbeteiligung erreichen lässt. Was einer alleine nicht schafft, schaffen viele gemeinsam“, sagt Olaf Essig, Vorstand der Teckwerke Bürgerenergie. Die Windkraftanlagen werden von der eigens dafür gegründeten Windpark Falkenhöhe GmbH & Co. KG betrieben. Um das notwendige Eigenkapital aufzubringen und den langfristigen Betrieb des Windparks zu gewährleisten, haben die Teckwerke sich mit weiteren Bürgerenergiegenossenschaften, Stadtwerken und Privatpersonen zusammengeschlossen.

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