Hausach

Windpark Hohenlochen puscht Hausacher Stadtwaldbilanz

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24. Februar 2021

Gerade mal 4000 Euro sind im Haushalt des Hausacher Stadtwalds für den Abenteuerpfad vorgesehen. "Ein lächerlicher Betrag für das, was dort los ist", findet Revierförster Georg Fletschinger. ©Claudia Ramsteiner

Dank einmaliger Einnahmen verbucht Hausach 42 349 Gewinn. Für 2021 ist eine „schwarze Null“ geplant 

Trotz Orkantief „Sabine“ und dem dritten trockenen Jahr in Folge ist der Hausacher Stadtwald mit einem blauen Auge davongekommen, erläuterte Revierleiter Georg Fletschinger in der Gemeinderatssitzung am Montag. Weil insgesamt aber sehr viel Sturm- und Käferholz auf dem Markt war, hat man sich mit dem Holzeinschlag zurückgehalten. 545 Festmester sei ein Tiefpunkt seit dem Sturm „Lothar“. Wegen Dürre, Käfer oder Pilzbefall habe man nur 45 Festmeter einschlagen müssen, beim Sturmholz fiel 394 Festmeter an.

Die Badenova zahlte für den Windpark Hohenlochen 69 530 Euro, was das Ergebnis kräftig nach oben drückt. „Das sind einmalige Einnahmen, die aber über Jahrzehnte Beeinträchtigungen bringen“, erläuterte Fletschinger. Auf der Ausgabenseite stehen allein 47 063 Euro für die Auerwildbiotop­pflege. Die gut 4000 Euro für den Abenteuerpfad sei „lächerlich wenig, wenn man bedenkt, wie dieser genutzt wird“. Unterm Strich steht für 2020 ein Ergebnis von 42 349 Euro. 

2400 Festmeter Hiebsatz

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Für 2021 schlägt Georg Fletschinger den Soll-Hiebsatz von 2400 Festmeter vor, 1000 Festmeter am Ballen, 1400 Festmeter am Alt-Wolfacher Kopf. Die geplanten Holzerlöse von 50 000 Euro müsse man angesichts der wieder steigenden Holzpreise auf jeden Fall erreichen, schätzt Fletschinger, und käme dann „mit einer schwarzen Null“ raus. Der Gemeinderat beschloss den Vollzug und die Planung einstimmig. 
Silke Lanninger vom Forstbezirk Wolfach des Amts für Waldwirtschaft verwies auf Fördermöglichkeiten. So würden Maßnahmen des Waldnaturschutz wie Waldrandpflege und Habitatbäume geprüft. Die Einmalzahlung des Bundes zur Corona-Soforthilfe über 25.000 Euro seien beantragt. 

Das Zukunftsmodell, dass der Wald „bezahlt“ wird, dafür dass er CO2 absorbiert, könnte für Hausach weitere Einnahmemöglichkeiten bringen, wenn dies politisch umgesetzt würde. Im Stadtwald seien 119 000 Tonnen Co2 gespeichert mit einem jährlichen Zuwachs von 2700 Tonnen. Eine potenzielle jährliche Honorierung der Leistungen des Walds brächte bei 25 Euro pro Tonne Co2 67 500 Euro jährlich. Andere Modelle rechnen pauschal 112,50 Euro pro Jahr und Hektar, dies entspräche immerhin noch 28 600 Euro jährlich. 

„Umsichtig reagieren“

„Wie sieht die Zukunft des Schwarzwalds aus?“, wollte Brigitte Salzmann (SPD) wissen. Man müsse sich im Zuge des Klimawandels Gedanken machen, es sei aber keine Panik­reaktion angebracht, antwortete Silke Lanninger. „Wald wächst und reagiert langsam. Überall da, wo man Einfluss nimmt, umsichtig reagieren, Risiko bewerten und Maßnahmen ableiten, um den Wald mit dem, was da ist, gut für den Klimawandel vorzubereiten“, sei ihre Devise. Das sehe im gesamten Schwarzwald unterschiedlich aus. Klar sei aber auch: Die drei trockenen Jahre könnten nicht mit einem regenreichen Frühjahr ausgeglichen werden. 
 

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