Aus dem Gemeinderat Schenkenzell

"Winterhaldenhof" wird nun doch als Hotel weiter betrieben

Autor: 
Lothar Herzog
Lesezeit 3 Minuten
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29. Juli 2018

Das Hotel »Winterhaldenhof« wird nun doch nicht in eine Wohnanlage umgewandelt. ©Lothar Herzog

Das in exponierter Lage gelegene Hotel »Winterhaldenhof« mit Blick auf die Ruine Schenkenburg wird nun doch nicht zu einer Wohnanlage umgebaut. Stattdessen planen die Besitzer zur Ergänzung der bestehenden Wellnessanlage den Bau einer Außensauna. 

Wie Bürgermeister Bernd Heinzelmann in der Sitzung des Gemeinderats am Mittwoch den Räten im Schenkenzeller Rathaus erläuterte, handle es sich bei dem Vorhaben von Gerhard und Brigitte Sum  zunächst um eine Bauvoranfrage der Eigentümer des Hotels »Winterhadlenhof«.

Diese planten oberhalb des Hotelgebäudes ein Saunahaus im Blockhausstil mit Ruheraum, Terrasse und Liegefläche für den Sommerbetrieb. Durch einen Brückenneubau von etwa zehn Metern Länge könne das Saunahaus vom ersten Dachgeschoss des Hotels bequem erreicht werden.

Anhörung verschiedener Fachbehörden sind für Bauantrag nötig

Gleichzeitig entstehe hierdurch für das Hotel ein weiterer Rettungsweg für die zwei obersten Geschosse des Hotelgebäudes. Das Vorhaben sei Mitte Juni bei einem Sprechtag des Bauamts erörtert worden. Der erforderliche Waldabstand könne durch Rückschnitt des Bestands eingehalten werden.  Für eine baurechtliche Genehmigung sei die Anhörung verschiedener Fachbehörden erforderlich, insbesondere dem Naturschutz.

Eine Stellungnahme des Landratsamts Rottweil liege bislang noch nicht vor, schilderte der Bürgermeister. Nach dessen Auskunft hat sich die feste Absicht der Hotel-Eigentümer und Betreiber, das Gebäude in mehrere Wohneinheiten umzubauen, nicht verwirklichen lassen.

Fortbestand wird von der Gemeinde ist positiv gewertet

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Der Saunabereich im Hotel bestehe seit 18 Jahren und habe keinen Freigang. Dies werde von den Gästen stets bedauert. Aus diesem Grund soll eine Außensauna gebaut werden, um auch weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben. Stillstand bedeute im Hotel- und Gastronomiebetrieb Rückschritt, erklärte er. Als Fremdenverkehrsgemeinde habe sich das Bettenangebot in den vergangenen zehn Jahren in Schenkenzell stark verringert.

Deshalb sei die Gemeinde an dem Fortbestand des Hotel- und Gaststättenbetriebs sehr interessiert, begrüße Heinzelmann das Vorhaben und werde dem Landratsamt eine positive Stellungnahme abgeben, bekräftigte der Rathauschef seine Ansicht.

Bürgermeister ist zuversichtlich wegen einer Genehmigung

Rat Martin Groß wollte vom Bürgermeister wissen, welchen Einfluss die Naturschutzbehörde nehmen und das Vorhaben ablehnen könne. Heinzelmann räumte ein, wenn das Naturschutzamt berechtigte Einwände vorbringe, werde es schwierig, eine Genehmigung zu erhalten. Dass die Sauna sehr nah an das Hotel gebaut werde, stimme ihn jedoch zuversichtlich. Vertreter der Behörde hätten sich die Situation vor Ort bereits angesehen, teilte der Bürgermeister mit. 

Rat Andreas Göhring bat um Aufklärung, weshalb die Sauna nur im Sommer betrieben werden soll. Wie die wegen Befangenheit vom Ratstisch abgerückte Gemeinderätin Brigitte Sum nach Worterteilung des Bürgermeisters erklärte, erfordere ein Ganzjahresbetrieb bestimmte Auflagen, die sie nicht erfüllen könnten. Ein Problem stelle beispielsweise das Glatteis dar.

Alle Möglichkeiten ausschöpfen

Ratskollege Willi Intraschak urteilte, die Investition der Hotelbetreiber sei in jeder Hinsicht zu begrüßen. Die Gemeinde müsse alle Möglichkeiten ausschöpfen, damit die Sauna gebaut werden dürfe, forderte Intraschak.
Dies sahen auch seine Schenkenzeller Ratskollegen so und stimmten allesamt für das Bauvorhaben.

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