Hausach

Witzige Inszenierung von »In 80 Tagen um die Welt«

Autor: 
Christiane Agüera Oliver
Lesezeit 2 Minuten
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13. Juli 2018

Die Prinzessin und Phileas Fogg (links) ließen sich auch von den Indianern nicht von ihrer Reise abbringen. ©Christiane Agüera Oliver

Am Freitagmorgen begeisterte die Kleine Theater-AG des Robert-Gerwig-Gymnasiums die Grundschüler mit dem Theaterstück »In 80 Tagen um die Welt«, abends war die offizielle Premiere.  

Der Jules Verne-Klassiker »In 80 Tagen um die Welt« mit dem Wettlauf von Phileas Fogg gegen die Zeit und seine Widersacher ist schon mehrfach erzählt, verfilmt und auf die großen Bühnen der Welt gebracht worden. Bei der Aufführung der Kleinen Theater AG auf der Aula-Bühne im Robert-Gerwig-Gymnasium gab es bei dem Abenteuer nun noch einiges, bisher Unerzähltes, zu erleben.

Die jungen Schauspieler legten sich gestern Vormittag bei ihrer Generalprobe vor den Grundschülern der benachbarten Graf-Heinrich-Schule und auch bei der öffentlichen Vorstellung am gestrigen Abend mächtig ins Zeug. Sie wuchsen über ihre Rollen hinaus, sparten nicht an Spielwitz und bedienten sich dabei augenzwinkernd sämtlicher Klischees. »Wir sind in England, hier wird nicht gedrängelt« und ganz klar, auch Wettbüros sind da nicht wegzudenken, so wie eben auch das britische Wetter: »Briten haben keinen Schnupfen, wir erkälten uns auch nicht, wir haben schließlich das schlechte Wetter erfunden«.

Wahrer Gentleman

Die Snobs im Gentlemen’s Club waren an Arroganz nicht zu überbieten, wie anfangs übrigens auch Phileas Fogg, der sich im Lauf seiner Reise als wahrer Gentleman entpuppte. Mit dabei sein treuer, französischer Diener und gewiefter Weggefährte Passepartout.

Den unterschiedlichsten Charakteren begegneten die Abenteurer, von blutrünstigen Indianern über Kali-anbetenden und menschenopfernden Eingeborenen, bis hin zur liebreizenden Prinzessin und bunten Zirkusartisten.

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Zahlreiche Schmunzelmomente

Gespickt mit Anspielungen auf andere britische Selbstläufer gab es zudem zahlreiche Schmunzelmomente. »James, geschüttelt, nicht gerührt«, lautete da mal eine Bestellung im Gentlemen’s Club oder auch »the same procedure as every year« war zwischendurch zu vernehmen. Genauso wie die musikalischen Einspielungen, egal ob das »New York, New York« von Frank Sinatra, »London Calling« von The Clash oder das schnulzige Titanic-Lied, als es auf dem Kreuzfahrtschiff romantisch wurde.

Die Details stimmten bei der Inszenierung, von Kostümen über Bühnenbild bis zur kleinsten Requisite. Und nicht nur die Bühne wurde bespielt, die Schauspieler nahmen die ganze Aula in Beschlag und sorgten so für Überraschungsmomente.

Heute, Samstag, weitere Vorstellung

Heute, am Samstag um 18.30 Uhr, wird »In 80 Tagen um die Welt« noch einmal in der Aula des Robert-Gerwig-Gymnasiums von der Kleinen Theater AG aufgeführt. Karten sind an der Abendkasse erhältlich.
 

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