Haslach im Kinzigtal

Wohncontainer in Haslach könnten bei Bedarf aufgestockt werden

Lars Reutter
Lesezeit 2 Minuten
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23. September 2022
Vorbereitende Arbeiten für das Aufstellen von Flüchtlingscontainern auf dem Niederhofenparkplatz laufen bereits.

Vorbereitende Arbeiten für das Aufstellen von Flüchtlingscontainern auf dem Niederhofenparkplatz laufen bereits. ©Reutter, Lars

Um die Themen Flüchtlingsunterbringung in Containern und ein Nachtragsangebot zur Brückensanierung Manfred-Hildenbrand-Straße ging es am Dienstagabend im Haslacher Gemeinderat.

Wie bereits ausführlich berichtet, wird die Stadt Haslach Wohncontainer auf dem Niederhofenparkplatz zur Flüchtlingsunterbringung errichten. Nun erfolgte der dafür formal nötige Beschluss zur Übernahme der für die Realisierung des Bauvorhabens erforderlichen öffentlich-rechtlichen Vereinigungsbaulast durch den Gemeinderat.

Bürgermeister Philipp Saar sprach zuvor von einer dramatischen Lage, die schnelles Handeln erfordere und betonte, dass man die Unterbringung in Hallen nach zwei Jahren Pandemie tunlichst vermeiden wolle, da man die Vereine und besonders deren Jugendarbeit nicht ausbremsen möchte. „Wir gehen im Moment davon aus, dass die Container reichen werden. Bei großer Not könnte man sie aber noch aufstocken und damit deren Zahl verdoppeln“, sagte der Bürgermeister.

Kosten bleiben bei der Stadt

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Laut Stadtbaumeister Clemens Hupfer werden rund 40 Flüchtlinge in den bestellten Containern Platz finden und auch die Verkehrsregelung in dem Bereich Anpassungen erfahren. Die Kosten von rund 250.000 Euro werden laut Hauptamtsleiter Adrian Ritter trotz zu erwartenden Nutzungsentschädigungen zu großen Teilen an der Stadt hängen bleiben.

Pfusch am Bau

Warum bei der Brückensanierung Manfred-Hildenbrand-Straße die Auftragsvergabe eines Nachtragsangebots in Höhe von rund 47.000 Euro nötig ist, erläuterte im Rat ein Mitarbeiter des bauüberwachenden Ingenieurbüros H. Rothenhöfer.
Kurz und salopp zusammengefasst war bei der Errichtung der Brücke in den 1970er-Jahren stellenweise etwas gepfuscht worden, was nun in Zuge der Sanierung augenscheinlich wurde.

So wurde im Zuge der Rückbauarbeiten der Vorborde der Brückenkappen festgestellt, dass auf der Brückenplatte kein qualifizierter Abdichtungsaufbau vorhanden war. Nach Rückbau des vorhandenen Asphaltbelages wurde eine mattenbewehrte Betonschicht in schlechter Qualität freigelegt. Zudem waren Kabelschutzrohre fehlerhaft verlegt worden. Durch den Nachtrag erhöhen sich die Gesamtkosten auf insgesamt rund 211.000 Euro.

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