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Hausach

"Engel"-Wohnmobilstellplätze noch nicht in trockenen Tüchern

Hochwasserkartierung bereitet erneut Probleme und bedarf noch der Klärung
10. August 2017
&copy Claudia Ramsteiner

Vor zwei Jahren beschloss der Gemeinderat eine Ergänzungssatzung Insel/Steingrün, um dem Landgast-hof »Engel« die Anlage von Wohnmobilstellplätzen zu ermöglichen. Mittlerweile will der neue Eigentümer einen Bereich größer gestalten, dafür sei eine andere Fläche direkt hinter dem »Engel« herausgenommen worden, erläuterte Planer Ralf Burkart vom Planungsbüro Fischer in Freiburg am Mittwoch in der Gemeinderatssitzung und stellte die Reaktionen aus der Offenlage vor.

Die IHK sieht darin eine Festigung der Existenzgrundlage des Gasthofs und eine weitere Stärkung des Tourismus. Probleme macht auch hier die neue Hochwasserkartierung. Denn das Gebiet liegt zum Teil im Bereich eines »hundertjährlichen Hochwassers«, in dem bauliche Anlagen eigentlich nicht zulässig seien. »Die Stellplätze sind unbedingt in Zusammenhang mit dem Gasthof zu sehen«, erläuterte Burkart 

Falsches Geländemodell?

Gemeinderat Hans-Jürgen Schneider monierte, dass für die Hochwasserkartierung ein falsches Geländemodell zugrunde liege. Die Fläche, auf der die zehn Wohnmobilstellplätze entstehen sollen, sei definitiv so hoch wie der Parkplatz vorn an der B33. »Hier brauchen wir ein Fachbüro, um das zu überprüfen«, geht Burkart davon aus, dass die Nutzung der Fläche als Wohnmobilstellplatz kein Problem darstelle. Er vertraue darauf, dass man da zu einer »vernünftigen Lösung« komme. 

Auch eine private Einwendung eine Anwohnerin habe den Punkt Hochwasserkartierung ins Feld geführt. Die Kosten für einen eventuell notwendigen Hochwasserschutz trage selbstverständlich der Betreiber, so Burkart. In Anbetracht der Lärmquellen Bundesstraße und Bahnlinie halte er die Geräuschkulisse eines Wohnmobildstellplatzes für vernachlässigbar. Und die Wohnmobilisten selbst sähen ja, welchen Platz sie mieten würden.

Ergänzungssatzung beschlossen

Auch bei einer möglichen Unwirtschaftlichkeit des Platzes, den die Anwohnerin ins Feld führte, kämen keine Kosten auf die Gemeinde zu. 
Der Gemeinderat beschloss die Satzung einstimmig. Wenn nun die Sache mit der Hochwasserkartierung geklärt ist, kann das Landratsamt den vorliegenden Bauantrag durchwinken. Die Plätze wurden wegen eines Missverständnisses bereits im vergangenen Jahr angelegt und könnten dann endlich genutzt werden. 

Autor:
Claudia Ramsteiner

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