Wolfach

Wolfacher Indstrie-Vertreter ziehen Praxis-Bilanz zur Digitalisierung

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red/tol
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04. August 2021
Bruno Heil (von links), Matthias Geiger, Pascal Schiefer, Robert Mauerlechner, Sebastian Pingel, Reinhold Waidele, Ralf Müller, Edeltraud Syllwasschy, Florian Kappes und Johannes Koch tauschten sich beim Industriestammtisch über die Erfahrungen mit digitalem Arbeiten in der Pandemie aus.

Bruno Heil (von links), Matthias Geiger, Pascal Schiefer, Robert Mauerlechner, Sebastian Pingel, Reinhold Waidele, Ralf Müller, Edeltraud Syllwasschy, Florian Kappes und Johannes Koch tauschten sich beim Industriestammtisch über die Erfahrungen mit digitalem Arbeiten in der Pandemie aus. ©Detlev Rohmer

Wolfacher Unternehmensvertreter tauschten sich beim Industriestammtisch über die Erfahrungen mit Homeoffice und Videokonferenzen aus – und darüber, was davon in Zukunft bleiben wird.

Beim 14. Wolfacher Industriestammtisch tauschten sich neun Vertreter der großen Wolfacher Unternehmen am vorvergangenen Freitag im Hotel „Drei Könige“ in Oberwolfach über die Erfahrungen mit Mitarbeitern und Geschäftspartnern während der Pandemie aus.

Klare Regeln wichtig

„Die Erfahrungen mit dem Homeoffice sind sehr unterschiedlich, wobei es immer von der einzelnen Person abhängt. Die stärkere Vermischung und die fließenden Übergänge zwischen Arbeits- und Freizeit bergen Vor- und Nachteile für den Arbeitgeber und den Arbeitnehmer“, bilanziert Gewerbevereins-Pressewart Detlev Rohmer in einer Mitteilung. Schon vor der Pandemie hätten die Unternehmen zum Teil Homeoffice-Angebote gemacht. Inzwischen habe sich diese Arbeitsform, unabhängig von gesetzlichen Vorgaben, unter den Wolfacher Firmen verbreitet. „In jedem Fall wurde klar, dass es auch für das Homeoffice Regelungen und Absprachen bedarf, auch zum Schutz des Mitarbeiters im Homeoffice, aber auch für die Mitarbeiter, welche im Büro bleiben.“ Sonst bestehe die Gefahr, dass die Mitarbeiter im Büro viele kurzfristige Alltagsprobleme des Homeoffice-Kollegen erledigen müssten und ihre Kernaufgabe leide.

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Weitere Themen waren Mitarbeiterführung und -bewertung. Diese seien im Homeoffice deutlich erschwert und schlecht vergleichbar mit der in Präsenz. Insgesamt waren sich die Teilnehmer einig, dass Homeoffice auch in der Zukunft bestehen bleibe. Auch weil es Mitarbeiter geben werde, für die das ein Kriterium zur Auswahl des Arbeitgebers sei. Einen gesetzlichen Homeoffice-Zwang betrachteten die Industrie-Vertreter aber angesichts der individuellen Arbeitsabläufe in den Betrieben, der Führungsproblematik und der individuellen Eigenschaften der Mitarbeiter als nicht zielführend. „Vielmehr sollte dies eine individuelle Entscheidung des Arbeitgebers mit dem Mitarbeiter bleiben“, heißt es.

Manche bevorzugen Präsenz

In der Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern wurden in der Pandemie verstärkt Videokonferenzen genutzt. Besprechungen mit Geschäftspartnern, zu denen ein Vertrauensverhältnis bestehe, hätten erfolgreich durch Videokonferenzen ersetzt werden können, was in Zukunft beibehalten werden solle. Allerdings sei dies stark abhängig von der nationalen oder altersbedingten Mentalität der Geschäftspartner, bilanzierten die Industrie-Vertreter. Während bei Kunden aus Dänemark und England die digitale Kommunikation sehr gut funktioniere, erwarteten Geschäftspartner aus Frankreich meist den direkten persönlichen Kontakt, so die praktische Erfahrung eines Stammtisch-Teilnehmers. Einigkeit bestand bei allen, dass häufig die technischen Grenzen durch die Bandbreite ein Problem seien.

Stichwort

Heimatkärtle

Projektleiter Reinhold Waidele erläuterte den Industrie-Vertretern den Stand des Projekts Heimatkärtle und forderte sie auf, bei der Jobplus-Variante teilzunehmen. Wie berichtet, können Unternehmen ihren Mitarbeitern so bis zu 44 Euro monatlich als steuerfreie Sachzuwendung zukommen lassen. Das Heimatkärtle soll die Kaufkraft so in den teilnehmenden Geschäften von Hausach, Wolfach, Oberwolfach, Schiltach, Gutach, Hornberg und Schenkenzell halten.

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