Wolfach

Wolfachs Gemeinderat besiegelt Kuchenmarkt-Absage mit breiter Mehrheit

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25. November 2021
Insbesondere in den Abendstunden wird das Spitzweckendorf vor dem Rathaus beim Kuchenmarkt sonst Treffpunkt für viele Wolfacher - auch die, die zu Weihnachten zurück in die Heimat kommen.

Insbesondere in den Abendstunden wird das Spitzweckendorf vor dem Rathaus beim Kuchenmarkt sonst Treffpunkt für viele Wolfacher - auch die, die zu Weihnachten zurück in die Heimat kommen. ©Tobias Lupfer

Überraschend fiel die Entscheidung nicht – doch leicht machte sie sich der Gemeinderat ebenso wenig: Den Wolfacher Kuchenmarkt wird es auch 2021 nicht geben, auch nicht in abgespeckter Variante.

Der Gemeinderat sollte über den Wolfacher Kuchenmarkt 2021 entscheiden –und er tat es am Mittwochabend, wenn auch schweren Herzens: Bei zwei Enthaltungen stimmte das Gremium wie erwartet für die Absage. Auch eine abgespeckte Version, die kurzzeitig diskutiert wurde, wird es nicht geben.

„Die Entwicklung geht rasant voran“, kommentierte Bürgermeisterstellvertreter Ulrich Wiedmaier (FWV), der die Sitzung in Vertretung von Thomas Geppert leitete, die aktuelle Corona-Situation. „Der Kuchenmarkt wäre nur möglich mit 2G-Plus-Regelung, Maske und einer Kapazität von maximal 50 Prozent der üblichen Auslastung. Kurzum: Das wird langsam ein bisschen schwierig.“ Obendrein kämen die nach und nach verkündeten Absagen der Weihnachtsmärkte in der ganzen Region.

Vereine nehmen Abstand

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Er habe angesichts der anstehenden Frage nach der Absage des Markts bei den sonst teilnehmenden Vereinen angefragt, erklärte Hubert Kessler (FWV). „Die sind sich natürlich alle ihrer Verantwortung bewusst und nehmen alle Abstand davon.“ Auch Kordula Kovac (CDU) war für die Absage und gab zu Bedenken: „Wenn wir jetzt eine der Wenigen wären, die so einen Markt machen würden, würden von außerhalb sehr viele mehr zu uns kommen. Dann würde es noch problematischer werden.“

„Mir fällt die Entscheidung trotzdem schwer“, hakte Hans-Joachim Haller (SPD) ein. Es gebe die Verordnung des Landes und „ganz klare Regeln“, doch stellte Haller die Frage in den Raum, „ob wir nicht wenigstens die Verkaufsstände in der Hauptstraße machen“. Er habe dabei vor allem die Marktbeschicker im Blick, „die alle auch vom Weihnachtsgeschäft ein Stück weit leben“. Den gleichen Gedanken hatte Michael Schamm (CDU).
Hauptamtsleiter Dirk Bregger verwies aber noch einmal auf die strengen 2G-Plus-Auflagen: Man müsse den Marktbereich dann abgrenzen und Einlasskontrollen durchführen. „Man müsste dann sagen: Wie viele lasse ich überhaupt rein? Und wer kontrolliert, wie viele drin sind und wie viele rausgehen? Das ist ein Aufwand, der Stand heute denke ich schwer vertretbar ist.“

Boser: Falsches Signal

Carsten Boser (Grüne) befand, es wäre mit Blick auf die Lage in den Krankenhäusern „ein völlig falsches Signal in der derzeitigen Lage zu signalisieren, man könnte auch nur auf die Idee kommen, in drei oder vier Wochen irgendwie frei von der Seele weg einen Kuchenmarkt zu feiern“. Bei zwei Enthaltungen stimmten die Räte für die Absage des Markts. „Zum großen Bedauern“, wie Wiedmaier resümierte. „Hoffen wir, dass es nächstes Jahr wieder besser wird.“

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