Wolfach

Wolfachs Narrenblättle wird zur Reise-Fasnet 50 Jahre alt

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24. Januar 2020

Eine geballte Ladung Wolfacher Narrenblättle: 1971 (oben links) erschien das Erstlingswerk. In der Jubiläumsausgabe (unten rechts) haben die Blättlemacher die Titelseiten aller seither erschienenen Ausgaben verewigt. ©Tobias Lupfer

Stolze 50 wird das Wolfacher Narrenblättle mit der aktuellen Ausgabe, die ab sofort in mehreren Geschäften zu haben ist. Im Jubiläums-Blättle blicken die Macher zurück und werben um neue kreative Köpfe zur Unterstützung des Teams.

„Ich hab ne lange Tradition: Seit 50 Jahren gibt’s mich schon!“ reimt das Narrenblättle-Team in der neuesten Ausgabe des „Narro“ stellvertretend für das Fasnets-Werk, das nun zum 50. Mal erschienen ist. Die 50 spielt zur Wolfacher Reise-Fasnet allerdings auch noch an anderer Stelle eine Rolle, denn: Das Titelblatt ziert ein Narrenbrunnen-Motiv, der 1970 eingeweiht wurde.

Initiative von Erich Steinhauser

Erich Steinhauser junior und einigen eifrigen Helfern sei es zu verdanken, dass zur Fasnet 1971 das erste Narrenblättle erschien, blickt Hubert Kessler in seinem Vorwort zur Jubiläumsausgabe zurück. Im Gasthaus „Fortuna“ habe Ende 1970 die erste Sitzung stattgefunden. Dem Erstlingswerk folgten 49 weitere – ohne Unterbrechung. „Klar: Das Narrenblättle hat sich über die Jahre gewandelt“, bilanziert der Narrenvater. „Immer aber sprühte es vor Ideen und Witz und hat die Leserinnen und Leser bestens informiert und unterhalten. Und all die Jahre hat man gespürt: Den Blättlemachern, dem jeweiligen Team, macht es riesigen Spaß, das Narrenblättle mit Herzblut zu kreieren!“

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Sie alle – soweit sie dem heutigen Team überliefert sind – wurden in der Jubiläumsausgabe auf einer eigenen Seite als Würdigung aufgelistet. Das Narrenblättle selbst erhielt gleich fünf Seiten für den 50. Geburtstag: Auf drei Seiten reimt das Team darüber, wie Jahr für Jahr eine neue Ausgabe entsteht. Und auf einer stattlichen Doppelseite sind sämtliche Titelseiten der bisherigen Narrenblättle-Jahrgänge zusammengetragen. Von den rein farblich eher blassen Anfangsjahren bis zu den Hochglanz-Ausgaben seit 2013, in denen der Titel „Wolfacher Narrenblättle“ dem signalroten „Narro“ wich. 

Verstärkung gesucht

Damit es in den nächsten Jahren so nahtlos weitergeht wie seit 1971 wirbt das Team im Namen des Blättles um neue Mitstreiter: „Mei Team isch derzeit ziemlich klein, e paar Leut mehr könnten es sein. Ihr kennt mich jetzt und wisst Bescheid! Wer hat denn Luscht? Wer isch bereit?“ Was potenzielle Texter oder Zeichner mitbringen müssen, das reimen die Blättle-Macher übrigens ganz ungeniert zurecht.

Und sonst? Liefert das „Narro“ wie seit 1971 verlässlich Missgeschicke und besondere Beobachtungen durch die närrische Brille – vom Bio-Tunnelbohrer am Flößerpark bis hinauf zu den Höhen des Mädle-Bergs. Und auch der Narrenvater höchstselbst, bei dem es 2019 nicht nur zur Fasnet surrte, bekommt sein Fett weg.
 

Stichwort

Verkaufsstellen

Das Narrenblättle gibt es ab sofort für drei Euro im Tabakgeschäft Schmidt, im Blickfang, bei der Bäckerei Leist sowie im Raiffeisen- und im Edeka-Markt. Außerdem ist das Blättle-Team an den Samstagen 25. Januar und 8. Februar auf dem Wochenmarkt beim Stadtbrunnen zu finden.

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