Steinach

Wunsch nach Interkom-Erweiterung besteht noch immer

Autor: 
Lars Reutter
Lesezeit 3 Minuten
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03. Mai 2017
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Loben das Interkom (von links): Steffen Auer (IHK), Matthäus Armbruster, Werner Bühler (beide Firmenchefs) und die Bürgermeister Frank Edelmann, Heinz Winkler, Henry Heller, Karl Burger und Thomas Schneider. ©Lars Reutter

Eine Art Abschlusstreffen fand am Mittwoch im Steinacher Interkom statt. Dabei wurde von den Teilnehmern aber nicht nur zurückgeblickt, sondern auch der Wunsch nach einer B 33-Abfahrt und einem Interkom II erneuert.

Bevor sich die Bürgermeister von Haslach, Steinach und Mühlenbach aus ihren Ämtern verabschieden haben sie sich mit ihren Zweckverbandskollegen von Hofstetten und Fischerbach und Vertretern der Firmen im Steinacher Interkom getroffen. Zudem war Steffen Auer, Präsident der IHK Südlicher Oberrhein, gekommen.

Vor rund 15 Jahren hatten die Bürgermeister der Raumschaft Haslach eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Das gemeinsame Gewerbegebiet bezeichneten sie fortan stets als Erfolgsprojekt. So auch am Mittwoch. Die Mehrheit der Steinacher Bürger stimmte 2015 allerdings gegen eine Erweiterung. Der Wunsch nach einem Interkom II ist aber bei Firmenvertretern und Bürgermeistern immer noch vorhanden.

»Erfolgsgeschichte«

In der Halle von »TSB Türsysteme ergriff eingangs Hausherr Werner Bühler das Wort. Er erinnerte daran, dass seine Firma aus Platznöten von Hausach ins Interkom gezogen war, um dort wachsen zu können. Doch nicht nur für seinen Betrieb sei das Interkom eine »Erfolgsgeschichte«.

Was fehle, sei die direkte Anbindung an die Bundesstraße. Daher wünscht er sich möglichst schnell eine Umsetzung der zugesagten Abfahrt und eventuell eine Auffahrt. »Leider gab es bis dato keine Erweiterung zu einem Interkom II«, bedauerte er die Mehrheitsentscheidung der Steinacher Bürger. 

Viele Arbeitsplätze

Steinachs Bürgermeister  und Zweckverbandsvorsitzender Frank Edelmann sagte, dass das Steinacher Interkom   im Gebiet der IHK Südlicher Oberrhein flächenmäßig eine relativ kleine Angelegenheit sei. »Wenn man die Zahl von 50 Arbeitsplätzen pro Hektar betrachtet, braucht man aber keinen Vergleich scheuen«, sagte Edelmann.

Dies sei nur durch die interkommunale Zusammenarbeit und nicht als Eigenentwickler-Gemeinde möglich gewesen. Zudem blickte er auf die Anfänge zurück. Obwohl »man nicht gebummelt« habe, sei die erste Firmenansiedlung erst 2008 erfolgt. 

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Mit der Absage beim Bürgerentscheid wollte sich Edelmann nicht lange beschäftigen. Er betonte aber, dass durch die Absage sehr viel Zeit verloren gegangen sei und erinnerte daran, dass sehr viel um die Verteilung der Gewerbesteuer gegangen sei. Über diesen Schlüssel könne man zwar immer reden, aber für ihn sei die Gewerbesteuer weniger wichtig als die Zahl der Arbeitsplätze, die den Bürgern eine Ernährungsgrundlage vor Ort sichern würden.

Ein positiver Nebeneffekte sei überdies, dass im Interkom auch Feuerwehrleute arbeiten und man so zur Tagesbereitschaft beitragen könne. 

Zusammen erfolgreich

Steffen Auer sprach die  Tendenz an, dass immer  mehr Betriebe aus den Tälern raus gehen, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, müsse man den Firmen genügend Flächen bieten. In diesen Zusammenhang lobte er das Steinacher Interkom. »Zusammen kann man viel schaffen«, sagte er und fügte an, dass man zu klein denken würde, wenn man nur an den eigenen Ort denke.

»Nach den politischen Umwälzungen durch die Bürgermeisterwechsel wäre es wichtig weiter gut zusammenzuarbeiten«, meinte er.  Die Unterstützung der IHK sagte er in Bezug auf die B 33-Abfahrt und auch im Falle eines neuen Interkom-II-Anlaufs zu. 

Winkler lobt Edelmann

Haslachs scheidender Bürgermeister Heinz Winkler lobte und dankte Frank Edelmann und dessen Verwaltung für die »enorme« Leistung für das Interkom. »Sie wären alle nicht hier, wenn Frank Edelmann nicht so kräftig voran marschiert wäre«, sagte er in Richtung der Firmenchefs.

Diese hätten es selbst in der Hand, wie sie ihre Betriebe präsentieren. Durch eine gute Architektur oder auch aufgeräumte Höfe könne man zu einer besseren Wahrnehmung des Interkom in der Bevölkerung beitragen.

Bevor einzelne Firmen besichtigt und anschließend gegrillt wurde, gehörte Frank Edelmann das Schlusswort des offiziellen Teils der Feier. Er meinte, dass das Gehörte und das Erreichte »Ansporn« für die nächsten Bürgermeister sein sollte. 

Info

In Zahlen

Auf einer Tafel war zu lesen, dass aus 107 Arbeitsplätzen vor der Ansiedlung bis heute 314 Arbeitsplätze wurden, davon 26 Auszubildende (zuvor acht). Der Umsatz entwickelte sich von 15 Millionen auf 44 Millionen Euro.

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