„Junge Junge“

Zauberei begeistert mit viel Witz in Haslach

Andreas Buchta
Lesezeit 3 Minuten
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27. November 2019

Der Gentleman ist in einer Zauberbox gefangen – und raucht ruhig sein Pfeifchen: Eine gelungene Szene aus dem Programm „Hut ab“ des Zauberduos „Junge Junge“. © Andreas Buchta

Gernot und Wolfram Bohnenberger aus Reutlingen, Magier mit Weltmeistertitel, begeisterten als Zauberduo „Junge Junge“ am Sonntag ein großes Publikum im Alten Kapuzinerkloster mit ihrer Zaubershow „Hut ab“.

Eine fantastische Zaubershow löste am Sonntag im vollbesetzten Refektorium des Haslacher Alten Klosters einhellige Begeisterung aus: „Hut ab“, so heißt das neueste Programm des Zauberduos „Junge Junge“ und mit dem Hut war auch gleich der ganze Kopf ab.

Doch der Reihe nach: Das Brüderpaar Gernot und Wolfram Bohnenberger aus Reutlingen, Magier mit Weltmeistertitel, entern zu flotter Charleston-Musik und in Slapstick-Manier die Bühne – ein distinguierter, Times lesender und stoisch Pfeife rauchender Gentleman der eine, ein windiger Schuhputzer der andere. Beim komödiantisch überdrehten Zusammentreffen der beiden gehen Taschentücher jäh in Flammen auf, Taschenuhren explodieren und die schwarzen Schuhe werden ganz auf Weiß poliert. 

Mit Messern attackiert

Dann geht’s bei dem Gentleman um Kopf und Kragen: Ihm wird ein Zauberkasten übergestülpt, er wird mit Messern attackiert, bis am Schluss der ganze Kopf ab ist: Eine Zauber-Comedy-Show erster Güte, nach der sich der Schuhputzer im Handumdrehen in einen Butler verwandelt, samt bereitem Teeservice.

Gelegenheit zum Luftholen für die vom Staunen atemlosen Zuschauer gibt’s dann bei einer kleinen Begrüßungsrunde unter den Besuchern und einer „magischen Metamorphose“, bei der aus einem Tüchlein ein ellenlanger Schal wird, den das Spiegelbild rückstandslos verschluckt.

Selbst der sattsam bekannte Trick mit einem Geldschein wird unter den Händen der beiden komödiantischen Magier zu einem kleinen Kunstwerk der Zauberei: Erst wird der Zwanziger eines Zuschauers zum Hunderter, dann verschwindet er gänzlich und dem geprellten Spender bleibt bloß noch eine Spendenquittung. Zum Glück taucht sein Zwanziger in einer Duplo-Rolle in seiner Hand wieder auf. 

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Alles fügt sich zusammen

Der durch das Programm führende rote Faden bekommt unter den Händen der Magier immer mehr Enden – um sich dann wieder zu einem Endlosfaden zusammenzufügen. Dem aus Puzzleteilen bestehenden „Haus des Lebens“ werden immer weitere Anbauten angefügt – und doch passt es wieder genau in den vorgegebenen Rahmen.

Die Zuschauer denken intensiv an eine Melodie – und die Magier spielen sie auf ihren Blockflöten. Zusammengeknülltes Klopapier wird in ihren Händen zu einem echten, in ein Glas geschlagenen Ei. 

Ein poetisches Glanzstückchen aber gelingt den beiden, als sich zu Joachim Ringelnatz’ Gedicht „Ein Nagel saß in einem Stück Holz“ ein dicker, vom Publikum zuvor auf seine Härte geprüfter Nagel vor Liebesschmerz biegt.

Gewaltiger Beifall der Zuschauer 

Das magisch-komödiantische Bravourstück aber kommt ganz zum Schluss: Mit Hilfe von blitzschnell verformten Hüten und unterlegt mit jeweils passender Musik verwandeln sich die beiden blitzschnell in Revolverhelden, Frau Antje aus Holland, Darth Vader, Flamenco tanzende Toreros, erbittert kämpfende Boxchampions, wilde Parforcereiter, Heilige samt Heiligenschein bis hin zu Versinkenden auf der Titanic. 

Der Beifall der Zuschauer war gewaltig und die beiden bedankten sich mit einer Zugabe, die in dem Satz gipfelte: „Schön, dass der Abend so schön war.“

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