"Gemeinderat im Dialog"

Zu viele Dauerparker auf Platz vor Oberwolfacher Festhalle

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16. Oktober 2019
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(Bild 1/2) Zwei Stunden darf vor der Festhalle in Oberwolfach geparkt werden, nicht länger. ©Anna Teresa Agüera

Als Mitmach-Veranstaltung wurde „Gemeinderat im Dialog“ beworben. Und das war sie auch am Dienstag in der Festhalle. Dort diskutierten rund 20 Anlieger mit den Räten über Lösungen, dem Parkchaos bei der Festhalle entgegenzuwirken.

Positive Rückmeldung erhielt Bürgermeister Matthias Bauernfeind am Dienstagabend in der Oberwolfacher Festhalle. Erstmals hatte die Verwaltung zum neuen Format „Gemeinderat im Dialog“ eingeladen. Man traue sich in kleinem Rahmen mehr, etwas zu sagen, so der Tenor.

Und es entwickelten sich rege Diskussionen über ein „emotionales Thema“, wie Bauernfeind beschrieb. In großer Runde oder verteilt an Steh­tischen, die rund 20 Anlieger suchten gemeinsam mit Gemeinderäten und der Verwaltung nach Lösungen: Wie kann die Parkplatzsituation um die Festhalle verbessert werden? „Seit dem Leerstand des Cafés hat sich die Situation extrem verschlechtert“, so der Bürgermeister. Und trotz Eröffnung des „Wolftalcafés“ habe sich das Parkchaos nicht verbessert – und das bei Veranstaltung nicht nur auf dem Platz vor der Halle, sondern unter anderem auch in der Schulstraße oder Richtung Frohnbach.

Zu eng für Feuerwehr

Autofahrer würden ihre Fahrzeuge dort abstellen, wo es ihnen gerade passe. Und das teils so eng, dass im Ernstfall die Feuerwehr nicht mehr durchpassen würde. Ab und zu habe er schon Hinweise an den Autos zurückgelassen, so Feuerwehrkommandant Markus Spinner. Ohne Kontrolle sei es aber schwierig, die Autofahrer zu sensibilisieren. Der Platz sei so schön, so Anwohnerin Edith Chrobok. Er sei der Mittelpunkt, man müsse schauen, das man ihn freihält. Aber wie? 

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Markierte Parkplätze um den Brunnen? Wenn ja, wie viele? Ein Parkleitsystem? Es sei nicht in Ordnung, so Gemeinderat Roland Haas (FWG), alle Parkplätze „wegzunehmen“. Dem schloss sich auch Claudia Kröger, Inhaberin der Linden-Apotheke an. Gibt es keine Parkplätze oder Parkmöglichkeiten gegen eine Gebühr, würde auch die Kundschaft wegbleiben, betonte sie. Sie schlug Kurzzeitparkplätze vor: 15 Minuten, das würde schon reichen. „Ich brauche für meine älterwerdenden Kunden Parkplätze vor der Tür“, sagte sie. 

Parkdauer auf zwei Stunden beschränkt

Ein anderes Problem: Langzeitparker, die oft stundenlang ihre Autos auf dem Platz stehen lassen. Die Parkplatzdauer jedoch ist auf zwei Stunden beschränkt. „Es wird halt nicht kontrolliert“, so Bauernfeind. Parkscheinautomat, also Parkplätze, die Geld kosten? Regelmäßige Kontrollen? Wenn ja, durch wen? Strafzettel verteilen? „Man bekommt es nicht anders in Griff“, so Spinner. 

Eine Lösung müsse zudem gefunden werden, für Beschäftigte, die rund um die Festhalle arbeiten und vor der Festhalle ihre Autos abstellen. Man sollte die Parker direkt ansprechen, so Martin Dieterle (FWG). Oder Infos auslegen, zum Beispiel beim Friseur oder Arzt, ergänzte Chrobok. Erna Armbruster (FWG) schlug vor, den öffentlichen Parkplatz beim „Posthörnle“ herzurichten. 

Ein Anwohner warf ein, man könne das Gelände des Minigolfplatzes zum Parkplatz umwandeln. Das Problem sei aber nicht, so Bauernfeind, dass es zu wenige Parkplätze gibt, sondern die Dauerparker, die die Parkplätze vor der Halle den Tag über blockieren. Im Rahmen der Haushaltsberatungen wolle man das Thema nun aufgreifen, so Bauernfeind. „Wir werden weiter diskutieren: Welche Möglichkeiten hat man, wie geht man damit um?“
 

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Weitere Themen angesprochen

Auch die Festhallenbelegung wurde am Dienstag diskutiert (wir werden noch  berichten). Außerdem nutzten die ein oder anderen die Gelegenheit, um weitere Themen anzusprechen, die sie bewegen. Zum Beispiel, wie es mit dem Radweg weitergeht. Die Unterlagen liegen laut Bauernfeind beim RP: „Wir müssen schauen, wie viel Spielraum wir in der Gestaltung noch haben.“ Dann werde das Thema wieder im Gemeinderat auf die Tagesordnung kommen. 
Auch wie es in Sachen Nahwärme weitergeht, wurde angesprochen. Da steht laut Bürgermeister in Kürze eine Veranstaltung in der Festhalle für die Nahwärme Kirche an. An der Walke sei man noch weit davon entfernt, so Bauernfeind. Mehr und bürgernahe Informationen, Pflegeheim und Windräder wurden ebenfalls kurz angeschnitten.

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Parkplätze

Vor der Festhalle gibt es markierte Parkplätze. Zusätzlich kann unter anderem hinter der Festhalle, auf dem Schulhof bei Veranstaltungen abends und am Wochenende, bei der Sporthalle und neben dem „Posthörnle“ geparkt werden. 

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