Kinzigtal

Zugang in den alten Silberstollen

Autor: 
Lothar Herzog
Lesezeit 2 Minuten
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18. April 2009
Foto: Lothar Herzog - An den Abräumhalden im Witticher Tal suchen heute noch Liebhaber nach Mineralien.

Foto: Lothar Herzog - An den Abräumhalden im Witticher Tal suchen heute noch Liebhaber nach Mineralien.

Die Gemeinde Schenkenzell will sich an dem Projekt »Bergbauregion Schwarzwald«, das von der Leader-Aktionsgruppe »Mittlerer Schwarzwald« geplant wird, beteiligen. Dadurch wäre es möglich, einen alten Stollen in Wittichen zur Besichtigung für Bes
Schenkenzell. Der Mittlere Schwarzwald ist geologisch und bergbaulich unbestritten eine der interessantesten Regionen in Deutschland. Dies führte in der Vergangenheit in vielen Orten zu konzentrierten Bergbautätigkeiten, ganz besonders jedoch im abgelegenen Wittichertal. Zwischen Haslach und Schenkenzell finden sich viele historische Bergwerke, welche erst zum kleinen Teil als Besuchermagneten erschlossen sind. Mit dem Leader-Projekt »Bergbauregion« könnte dieses kulturelle Erbe besser erhalten und gleichzeitig die touristische Attraktivität gesteigert werden. Schenkenzells Bürgermeister Thomas Schenk sieht im Rahmen des Projekts die einmalige Chance, den vorhandenen geologischen Lehrpfad in Wittichen samt dem wohl bedeutendsten Silberstollen im gesamten Kinzigtal neu zu gestalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Allerdings muss die Kommune dann für die Sicherheit gerade stehen. Grundsätzlich sind sich der Rathauschef und die Schenkenzeller Gemeinderäte darin einig. Schautafeln am Lehrpfad Der geologische Lehrpfad Wittichen ist etwas über sechs Kilometer lang. Start und Ziel liegen bei der Klosterkirche in Wittichen. Entlang des Pfades werden auf Schautafeln die verschiedenen Gesteinsformationen dargestellt und erläutert. In den dort vorhandenen vier Abräumhalden können Liebhaber mit etwas Glück heute noch Mineralien finden. Der höchste Punkt des Pfades liegt bei 604 Metern, der tiefste bei 458 Metern über Normalnull. Dass sich in punkto Attraktivität des Pfades für die Besucher noch einiges machen lässt ist unbestritten. Zunächst bekundet die Gemeinde nun das Interesse an dieser Aktion und die Bereitschaft, an einer Konzeption der Leader-Aktionsgruppe mitzuarbeiten, bei der die Vorschläge der Gemeinden berücksichtigt werden. Die Umsetzungsphase ist frühestens für 2010 geplant, die dann wiederum von den zur Verfügung stehenden Finanzmitteln abhängt.

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