Verein »Kiebitz« lädt ein

Zweite Kleidertauschbörse am Sonntag in Haslach

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red/lr
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11. September 2019

Die erste Kleidertauschbörse in Haslach im Gemeindehaus St. Sebastian war 2018 ein Erfolg. ©Archivfoto: Anke Kaspar

Der Verein »Kiebitz« lädt zur zweiten Kleidertauschbörse am Sonntag, 15. September, im katholischen Gemeindehaus St. Sebastian in Haslachein. Das Motto lautet »Tausch Dich glücklich – meins wird deins?«

»Gibt’s in Ihrem Kleiderschrank auch ein paar Stücke, die Sie eigentlich schon lange nicht mehr anziehen? Die aber echt zu schade sind zum Wegwerfen? Genau richtig also für einen Stoffwechsel der besonderen Art bei der Kleidertauschbörse des Kiebitz«, schreibt Ingeborg Zechmeister in der Einladung. Die Tauschbörse findet am Sonntag, 15. September, im katholischen Gemeindehaus St. Sebastian statt. 

Es können von 13 bis 16 Uhr bis zu zehn gewaschene und gut erhaltene Kleidungsstücke (außer Bademode, Unterwäsche, Socken, Schuhe und Kinderkleidung) sowie zehn Accessoires abgegeben werden und dann darf sogleich nach Herzenslust gestöbert, anprobiert und eingepackt werden – wieder maximal zehn Kleidungsstücke und zehn Accessoires. Der Eintritt ist frei, Kaffee und Kuchen gibt es vom Verein Kaleb – Hilfe für Kambodscha.

Greenpeace-Recherchen

Die Premiere der Börse war  2018 bereits ein voller Erfolg. Und neben dem Spaßfaktor setzt der Verein Kiebitz damit natürlich auch wieder ein deutliches Zeichen gegen Ressourcenverschleuderung, Kohlenstoffdioxid-Ausstoß, Wegwerfgesellschaft, Umweltzerstörung und ausbeuterische Löhne. 

»Denn der gedankenlose Umgang mit viel zu günstigen Kleidungsstücken, angeheizt durch den Onlinehandel, wird immer haarsträubender. Fast alle Onlinehändler bieten ihren Kunden an, Bestelltes kostenfrei zurückschicken«, schreibt der Verein. Laut Greenpeace-Recherchen werde jeder zweite im Netz bestellte Modeartikel zurückgesandt, bei Schuhen seien es sogar bis zu 80 Prozent.

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Was die Verbraucher nicht wissen oder lieber verdrängen würden: Rund 30 Prozent der per Klick georderten und zurückgeschickten Waren werden nicht wieder zum Verkauf angeboten, sondern entsorgt. 

»Ich vernichte jeden Tag neuwertige Waren im Wert von 23 000 Euro«, zitierte Greenpeace-Nachrichten 2018 eine anonyme Mitarbeiterin von Amazon. Weil Menschen in den Erzeugerländern so schlecht bezahlt würden und Umweltschäden wie beispielsweise vergiftete Seen und Flüsse nicht in den Verkaufspreis einfließen würden, lohne es sich Produkte zu vernichten, statt sie erneut in den Handel zu bringen.

»Tausch Dich glücklich«

Weil weltweit jährlich mehr als 100 Milliarden Kleidungsstücke im Jahr hergestellt würden und damit viel mehr als gebraucht werde, müssten Überschüsse vernichtet werden. Greenpeace fordert daher ein Vernichtungsverbot für zurückgeschickte Online-Bestellungen. Der entsprechende Protestbrief an die Bundesumweltministerin kann im Internet (siehe Link am Ende des Artikels) »unterzeichnet« werden. 

Der Verein Kiebitz hat sich bereits mit den Warentauschtagen und der Beteiligung am Repaircafé deutlich für einen bewussten Umgang mit Ressourcen positioniert. Die Kleidertauschbörse passt daher ideal in dieses Konzept. Dabei stehen Spaß und Freude am Miteinander im Vordergrund – das kann jeder bestätigen, der schon dabei war.  

Daher lautet das Motto: »Tausch Dich glücklich – meins wird deins?« Auch Männer sind ausdrücklich willkommen. »Entrümpeln Sie also Ihren Kleiderschrank und tauschen Sie sich glücklich«, lautet der Aufruf.

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