Friesenheim/Heiligenzell

1000 Jahre Friesenheim/Heiligenzell: Das Fest ist eröffnet

Autor: 
Anja Rolfes
Lesezeit 3 Minuten
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18. Juni 2016
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Es war das erste Mal, dass Bürgermeister Erik Weide (links) einen Fassanstich machte. Nicht nur Charlotte Schubnell (rechts) freute sich, dass es so gut klappte.

(Bild 1/3) Es war das erste Mal, dass Bürgermeister Erik Weide (links) einen Fassanstich machte. Nicht nur Charlotte Schubnell (rechts) freute sich, dass es so gut klappte. ©Wolfgang Schätzle

Seit Freitagabend feiern Friesenheim und Heiligenzell ihre 1000 Jahre mit einem großen Fest. Alle Maßnahmen, um trotz Regen von oben keine Schlammschlacht unten zu haben, sind gelungen. Zelt und Arkaden sorgen bis Sonntagabend für geschützte Besucherköpfe. 

 »Es war klar, dass es eine besondere Herausforderung wird, ein Fest für zwei Ortsteile auf die Beine zu stellen. Aber wir haben nicht geahnt, dass es so eine Herausforderung wird.« Auf was spielte Bürgermeister Erik Weide da wohl an? Natürlich auf das Wetter. Seit Tagen fegen Schauer und Stürme über Friesenheim – »das trieb die Sorgenfalten auf unsere Stirn«, bekannte Charlotte Schubnell, Vorsitzende des Fördervereins. Dennoch: Am Jubiläumsfest für 1000 Jahre Friesenheim und Heiligenzell wurde festgehalten. Am Freitagabend wurde es, oh Wunder, unter blauem Himmel fröhlich eröffnet. 

Davor sah es noch nicht so gut aus. Mehrfach blies ein kräftiger Wind über den Festplatz, gefolgt von Blitz, Donner und Wassermassen. Doch der Boden trotzte den Naturgewalten. Hackschnitzel und Vlies sorgen dafür, dass der Platz beruhigt mit festlichem Schuhwerk begangen werden kann. Für den Schutz nach oben sorgen ein Zelt und die spektakulären Arkaden – letztere dank Tausendsassa Roland Herzog. 

Für ihn und für den Herrn des Platzes, Franz Eckenfels, gab es verdient Lob vom Bürgermeister, der sich dann an alle wandte: »Mein Eindruck nach meinen ersten Monaten ist: Wenn die Friesenheimer etwas wollen, dann packen sie es auch an.« Charlotte Schubnell stimmte ihm zu: »Wir haben alle enthusiastisch für dieses Fest gekämpft.« Sie sieht »gute Chancen«, dass es genauso ein Publikumsmagnet wird wie die bisherigen Veranstaltungen.

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Schürze zum Schutz

Nach den vielleicht insgesamt etwas langen Reden zur Eröffnung – Dritter im Bunde war Gerold Eichhorn – schritt Weide zu einer Premiere: sein erster Fassanstich. Er bat zwei Vertreter der Ulmer-Brauerei auf die Bühne »zum Schutz des Bürgermeisters«, hängte sich eine Schürze um (Schmunzeln im Publikum), »fünf, vier, drei zwei, eins, null«, zählten alle im Zelt – und nach drei Weide-Schlägen floss das Freibier. 

Derweil hüpften schon die ersten Läufer unruhig unter dem Start-Banner hin und her. Um 18 Uhr sollte es losgehen. Gut 600 Menschen wollten für den guten Zweck rennen. Das Startgeld wird einer Friesenheimer Familie gespendet. Und ab ging es um 18 Uhr auf die erste Runde (2,8 Kilometer) – und dann war plötzlich Schluss. Warum? Natürlich lag es am Wetter. Eine schwarze Wolke hatte sich nach Friesenheim verirrt, es donnerte, es windete kurz. Die Verantwortlichen zogen die Benefizlauf-Bremse – »um die Sicherheit der Läufer nicht zu gefährden«, sagte Charlotte Schubnell.

Doch anscheinend flüchtete die Wolke angesichts der fröhlich-feiernden Menschen flott wieder. Außer Drohgebärden blieb sie ruhig. Der Platz füllte sich zusehends. Das Laune-Barometer zeigte stetig nach oben. Und das Wetter? Das interessierte da schon keinen mehr.

Info

Programm

Samstag: 18.30 Uhr Buurequartett, 21 Uhr Trenkwalder aus Tirol.
Sonntag: 10 Uhr Gottesdienst, 11 Uhr Frühschoppenkonzert, 14 Uhr Festumzug, 16 Uhr Crazy Jazz Bigband Tavaux, 17 Uhr Kindermusikfestival Grundschule Oberweier/Heiligenzell, 18 Uhr die Original-Filterländer, 22.30 Uhr Feuerwerk.

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