Lahr

191 Polizeimeisteranwärter haben ihren Diensteid abgelegt

Autor: 
Hans Weide
Lesezeit 3 Minuten
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19. Mai 2019

Fabienne Diehl und Noa-Osei Lehner schilderten ihre Eindrücke über die ersten Wochen als Polizeischüler. ©Hans Weide

Beim Institut für Ausbildung und Training in Lahr haben am vergangenen Freitag 191 Polizeimeisteranwärter und -anwärterinnen, davon 60 Frauen und 131 Männer des Einstellungsjahrgangs Frühjahr 2019, ihren Diensteid abgelegt.

Für die jungen Frauen und Männer, die sich für den Polizeiberuf entschieden haben, dürfte ihre Vereidigung am Anfang ihrer Laufbahn ein besonderes Erlebnis sein. Insbesondere dann, wenn es im Rahmen einer dem Anlass entsprechenden, feierlichen würdigen Art geschieht, so wie am vergangenen Freitag, beim Institut für Ausbildung und Training in Lahr.

»Wasser unter Kiel«

Zeugen waren nicht nur eine große Zahl von Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben, unter anderem Behörden- und Dienststellenleiter der Polizei, die Fachlehrer und Ausbilder der Schule, sondern auch von Eltern, Geschwister und Freunden. Die Moderation hatte Manfred Schäfer übernommen, der nach einer kurzen Begrüßung das Mikrofon an vier seiner jungen Kollegen übergab. Sie nannten stellvertretend Namen aus der Reihe der Prominenten. Dazu gehörten Staatssekretär Wilfried Klenk vom Ministerium für Inneres BW, Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller aus Lahr, sowie sein Vorgänger Werner Dietz und Oberkirchenrat Gregor Bergdolt von der evangelischen Kirche.

»Ihre dienstliche Reise hat begonnen und Ihre heutige Vereidigung ist ein erster großer Schritt«, damit begann die Leiterin der Lahrer Polizeihochschule Kriminaldirektorin Christina Tränkle ihre Begrüßungsrede. Sie empfahl ihren jungen Kollegen, dass sie auf dieser Reise nie das Ziel aus den Augen verlieren und stets – wie man in der Seemannssprache sagen würde – »eine handbreit Wasser unter dem Kiel haben sollten«.

Staatsekretär Wilfried Klenk MdL vom Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration sagte den Anwärtern  auch weiterhin jede machbare Unterstützung durch die Politik zu. Dies gelte vor allen Dingen im Bereich der Sicherheit. Hier habe man zum Beispiel durch die Einführung der Bodycam eine weitere Verbesserung erreicht. Die Ausbildung der Polizei bezeichnete er als modern und effizient. 

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Keinen Vergleich scheuen

Man müsse in dieser Hinsicht keinen Vergleich mit anderen Bundesländern scheuen. Er freue sich besonders, dass die jungen Bürger des Landes diesen Beruf trotz des zur Zeit großen Angebots auf dem Arbeitsmarkt gewählt haben. Es ist ein anspruchsvoller aber auch interessanter Beruf, bei dem der Dienst am Menschen im Vordergrund steht. Ein Beruf, mit dem man die Welt ein bisschen besser machen könne. Außerdem sei das Land auch ein attraktiver Arbeitgeber. 

Bevor Oberkirchenrat Gregor Bergdolt aus geistlicher Sicht die Beamten auf ihren Beruf einstimmte, bewies das Landespolizeiorchester unter der Leitung von Stefan R. Halder noch einmal, dass die Polizeimusiker aus Baden-Württemberg auf einem hohen Niveau zu Hause sind.

Seelische Belastung

Bergdolt wies zudem auf die hohe seelische Belastung hin, die der Polizeiberuf mit sich bringt. In diesem Zusammenhang nimmt die von den Kirchen angebotene Seelsorge einen breiten Raum ein. Man werde den Beamten in dieser Hinsicht stets zur Seite stehen.

Dann meldeten sich zwei der Hauptpersonen der Veranstaltung zu Wort. Fabienne Diehl und Noa-Osei Lehner schilderten ihren jeweils unterschiedlichen Weg bis zu ihrer Einstellung im März 2019. Gemeinsam war dabei, dass sie diesen Schritt nicht bereut haben. Nach einer Überleitung durch das Landespolizeiorchester legten die Anwärter den vom Landesbeamtengesetz vorgeschriebenen Diensteid ab. Traditionell bildete die gemeinsam gesungene Nationalhymne den würdigen Abschluss.

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