Lahr

224 Polizeianwärter an Hochschule Lahr vereidigt

Autor: 
Hans Spengler
Lesezeit 3 Minuten
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15. Mai 2017

62 Polizeimeister-Anwärterinnen und 162 Anwärter haben am Freitag am Institut für Ausbildung und Training der Hochschule für Polizei in Lahr ihren Diensteid abgelegt. ©Hans Spengler

Am Freitagvormittag fand am Institut für Ausbildung und Training der Hochschule für Polizei in Lahr die erste Vereidigungsfeier in diesem Jahr für neueingestellte Polizeimeisteranwärter in der Sporthalle statt. 

Am Freitag wurden acht Klassen an der Hochschule für Polizei in Lahr vereidigt: sieben Klassen aus Lahr und eine Klasse aus Bruchsal. Insgesamt waren 224 Anwärter, 162 Männer und 62 Frauen zu vereidigen. Unter den neu eingestellten Beamten in Ausbildung sind acht Staatsangehörige mit ausländischer Nationalität. Sie kommen aus Griechenland, der Türkei, Polen, Bosnien, Kroatien, Rumänien und Montenegro. 

Die Ausbildung zum mittleren Polizeidienst dauert 30 Monate und erfolgt im dualen System bei den Institutionen für Ausbildung und bei Praktika im Polizeieinzeldienst sowie teilweise an der Hochschule für Polizei. 
Dem Leiter der Lahrer Ausbildungsstelle, Polizeidirektor Thomas von Ey, war es vorbehalten, die jungen Beamten, die Ehrengäste und rund 600 Angehörige zu begrüßen. Unter den Gästen waren auch die Bundestagsabgeordneten Johannes Fechner und Cordula Kovac, sowie die Landtagsabgeordneten Marion Gentges und Thomas Marwein. 

Von Ey erläuterte, dass der Polizeiberuf etwas Besonderes sei und für jeden, der sich ins Zeug lege, ein Lebensberuf werden könne. Der Inspekteur der Polizei von Baden-Württemberg, Detlef Werner, hielt die Festansprache. Er machte deutlich, dass das Land Baden-Württemberg mit der großen Einstellungszahl in den nächsten Jahren einen großen Schritt in eine noch sichere Zukunft machen werde. 

Garant für Sicherheit sei die Polizei – hier sei laut Umfrage der GfK die Polizei »mit 85 Prozent Vertrauensbasis eine gute Grundlage für die neu eingestellten Beamten«. Für sie stehe der Mensch immer im Mittelpunkt ihres Handelns, welches im Sinne des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland und der Landesverfassung von Baden-Württemberg gelenkt werde. Hier müsse auch immer der Dienstleistungsgedanke im Vordergrund stehen. »Polizist ist ein Lebensberuf, bei dem es während des ganzen Berufslebens heißt, zu lernen«, so der Inspekteur weiter. Detlef Werner versäumte es aber auch nicht, auf die vielfältigen Bedrohungslagen und Szenarien einzugehen, erläuterte dennoch, dass der Staat »immer fürsorglich« hinter seinen Polizisten stehe. 

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Einer hilft dem anderen
Polizeipfarrer Michael Geiger, der am Lahrer Standort als Berufsethiker lehrt, erläuterte aus seiner Sicht den Sinn des Diensteides. Er ermunterte jedoch die Jungbeamten, nie den Humor zu verlieren, denn wer kein Humor habe, sehe alles etwas zu verbissen und sei nicht ganz frei in seiner Beurteilung von Mitmenschen. 

Polizeimeisteranwärterin Pauline Minnewa und Polizeimeisteranwärter Sebastian Metz berichteten über ihre Beweggründe, zur Polizei zu gehen. Außerdem gaben sie Einblick in ihr bereits bisher Erlebtes bei der Polizei. »Hier muss jeden Tag das Programm minutiös abgearbeitet werden und der Teamgedanke, dass einer dem anderen hilft, wenn es brenzlig wird«, resümierten die beiden. 

Vizepräsident Jürgen Hirschle nahm danach die Vereidigung der Jungbeamten vor. Am Schluss der Veranstaltung wurde das Deutschlandlied angestimmt. Die Zeremonie wurde wieder von dem Landespolizeiorchester Baden Württemberg unter Leitung von Stefan R. Halder musikalisch umrahmt. 

Bleibt den Jungbeamten nur noch zu wünschen, dass sie diese Vereidigungsfeier im Gedächtnis behalten, sich immer an das Versprechen beim Diensteid erinnern und möglichst gut handeln, sowie gesund ihren Dienst versehen dürfen.

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