Seniorennachmittag

280 Senioren aus allen vier Ortsteilen feiern in Schwanau

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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09. Mai 2019
»Die singenden Hausfrauen von Friesenheim« mit Ella Rottler (von links), Lilo Schwendemann und Dorothea Kuchar bereicherten den Seniorennachmittag.

»Die singenden Hausfrauen von Friesenheim« mit Ella Rottler (von links), Lilo Schwendemann und Dorothea Kuchar bereicherten den Seniorennachmittag. ©Thorsten Mühl

Wolfgang Brucker hatte seine Ansprachen bei den bisherigen neun Schwanauer Seniorennachmittagen ausnahmslos aus dem Stegreif gehalten. Der Mittwochnachmittag bildete eine Ausnahme, »zur Vollendung eines Jahrzehnts muss man sich dann doch mal ein paar Dinge aufschreiben«, meinte der Bürgermeister am Rande in der Rheinauenhalle. Rund 280 Besucher ab 65 Jahren aus allen vier Ortsteilen nahmen teil, was eine im Vergleich zum Vorjahr konstante Quote bedeutete.

In seinem Rückblick merkte Brucker an, dass 2010 mit einer Zahl von nahezu 400 Anwesenden begonnen wurde. Die Zahlen seien über ein Jahrzehnt hinweg gesunken. Dennoch sei die Quote noch hoch genug, dass für die Veranstaltungen die zwei größeren Hallen – neben der Rheinauenhalle noch die Nonnenweierer Burkhard-Michael-Halle – frequentiert werden. 

Große Resonanz

Brucker erzählte, wie vor dem ersten Seniorennachmittag 2010 eine gewisse Unsicherheit in der Verwaltung herrschte, auf was man sich auch hinsichtlich der Resonanz einstellen müsse. Ausgehend von der Erwartung, bei etwa 150 Gästen zu liegen, sei zunächst die Elzhalle Wittenweier gebucht worden. Als sich die Zahl dann aber innerhalb kürzester Zeit beträchtlich erhöhte, wurde nach Nonnenweier umgebucht. »Da war die Halle dann dramatisch gut gefüllt, in Wittenweier hätten wir stapeln müssen«, schmunzelte der Rathauschef.

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Brucker freute sich, einige bekannte Gesichter aus der ersten Stunde der Seniorennachmittage begrüßen zu dürfen – wie die Bewohner des Feierabendzentrums im Nonnenweierer Diakonissenhaus, die es sich samt ihrer betreuenden Kräfte nicht nehmen ließen, immer wieder zu kommen. Er erwähnte, dass Allmannsweierers ehemaliger Ortsvorsteher Achim Fiehn und Helmut Fiehn (Seniorenkreis Allmannsweier) die entscheidende Anregung geliefert haben vor zehn Jahren, eine spezielle gemütliche Veranstaltung für die älteren Mitbürger in die Wege zu leiten. Auch die Ergebnisse der Umfrage »Älter werden in Schwanau« flossen in die Überlegungen mit ein. 

»Oh bleib bei mir«

Brucker erwähnte dankbar das Wirken der Seniorenkreise in den Ortsteilen, die sich in die Gestaltung der Nachmittage über die Jahre einbrachten. Gleichzeitig galt sein Dank Mitarbeitern der Verwaltung, die sich auch dieses Jahr in der Bewirtung des Nachmittags engagierten. 

Auf einen Vortrag war in diesem Jahr verzichtet worden, der Gesang stand umso stärker im Mittelpunkt. Die zentrale Rolle spielten dabei »Die singenden Hausfrauen aus Friesenheim«. Sie boten ihrem Publikum Lieder, wie sie schon ihre Mütter und Großmütter einst sangen und die nicht in Vergessenheit geraten sollen. »Heimat- oder Düwag-Anstech-Lieder« nannte Dorothea Kuchar das Repertoire des neben ihr aus Ella Rottler und Lilo Schwendemann gebildeten Trios, das diesmal aufgrund des gesundheitlich bedingten Fehlens von Karin Schlegel nicht als Quartett auftrat. Zum Beispiel wurden »Zigeunerkind«, »Oh bleib bei mir mir, geh nicht fort, an meinem Herzen ist der schönste Ort«, »Oh Heideröslein« oder auch »Das Försterhaus« zum Besten gegeben. Zunächst etwas zögerlich, dann aber beherzter stimmten die anwesenden Senioren in den feierlichen Gesang der »singenden Hausfrauen« ein.

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