Real- und Werkrealschule Friesenheim

30 Jahre »Circo Pippolino«: Es geht wieder in die Manege

Autor: 
Wolfgang Schätzle
Lesezeit 3 Minuten
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17. Juli 2019

Hannah beim Üben am Vertikaltuch. ©Wolfgang Schätzle

Es ist seit Jahren das größte Projekt an der Real- und Werkrealschule Friesenheim. Am Freitag öffnet »Circo Pippolino« zum 30. Mal. Wie gewohnt gibt es wieder zwei Vorstellungen. Eine weitere Zirkusvorstellung von Ehemaligen gibt es am Samstag beim Schulfest.

115 Schüler aller sechsten Klasse stehen am Freitag an der Real- und Werkrealschule Friesenheim besonders im Blickpunkt des Geschehens. Richtig gesehen, sind es so um die 100, die bei den beiden Aufführungen des »Circo Pippolino« ins Rampernlicht rücken. Die anderen engagieren sich im Hintergrund, sind für den Ablauf hinter den Kulissen verantwortlich. Alle Sechsklässler finden sich so in irgendeiner Rolle wieder, sei es in der Organisation oder eben auf der Bühne beziehungsweise »Zirkusmanege« wieder. Dazu zählen auch jene Schüler, die die Übergänge gestalten und somit einen »Zirkusdirektor« überflüssig machen. 

Geschick und Akrobatik

Übrigens auch Clowns gibt es bei »Circo Pippolino« nicht, ebenso wenig Zauberei und Tiere. Das Riesenprojekt – das größte Projekt überhaupt an der Schule – an der Real- und Werkrealschule ist hauptsächlich auf Geschick uns Akrobatik ausgerichtet. Das Zirkusprojekt beinhaltet immerhin zwei Projektwochen plus die zwei Vorstellungen kurz vor den Sommerferien. Ein Projekt begleitet von prägender Selbsterfahrung, das die Entwicklung und das Selbstbewusstsein enorm fördert. Man erkenne dies vor allem an der Vorstellung selbst. Wenn die aus der ersten Vorstellung herauskommen, dann ist das Gesicht ein anderes, so die beiden Lehrer Patrick Benz und Sascha Flum übereinstimmend am Montag bei einem Pressegespräch.

Unterstützt werden die beiden von Kollegin Rebecca Schöttler sowie in diesem Jahr erstmals auch von Annabell Öschger, eine ehemalige Schülerin, die momentan Lehramt studiert und nun als Praktikantin im Team mitwirkt. Das Zirkusprojekt ist auch Bestand ihrer Hausarbeit zum Praktikum.

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Unterstützung findet das Zirkusteam auch durch weitere Kollegen und älteren Schüler, die gerade in dieser letzten Woche beim trainieren helfen. Es gibt aber auch Mentorinnen, die gar nicht mehr an der Schule sind und sich dafür sogar teilweise frei nehmen, so Patrick Benz. Und einer darf natürlich auch nicht fehlen: Günter »Schlossi« Schlossarek, der geistige Vater und »Zirkuspapa« eines Vierteljahrzehnts, der 2013 in den Ruhestand ging. »Schlossi« ist immer da, wenn er für den Schulzirkus gebraucht wird. Günter Schlossarek begleitet vor allem das Trapez und das Vertikaltuch.

Während des Pressegesprächs agiert er gerade in der Schulsporthalle mit den Mädchen für den großen Auftritt am Freitag. Ein Besuch verrät uns, dass diesmal sich auch ein Junge aufs Trapez wagt. Nick (11) aus Schuttern probt gerade mit Hannah (12) aus Hugsweier und Mia (11) aus Oberschopfheim am Trapez. Die Drei haben sichtlich ihren Spaß und freuen sich schon auf Freitag. Hannah verrät dem Lahrer Anzeiger, dass sie auch am Tuch ihr Können zeigen darf. Und natürlich gibt es gleich eine kleine Kostprobe davon.

17 und 19 Uhr

Übrigens: Entsprechend des 30. Geburtstags von »Circo Pippolino« ist das diesjährige Motto nach DJ Bobos »There's a party« (Da ist eine Party) genannt. Es gibt keinen Vorverkauf, keine Reservierungen, nur Abendkasse. Um 16 Uhr beginnt die erste Zirkusaufführung in der Aula der Werkreal- und Realschule. Eine zweite Aufführung folgt wie gewohnt um 19 Uhr. Der Eintritt für Kinder beträgt zwei Euro, Eltern beziehungsweise Erwachsene müssen drei Euro berappen. Ehemalige werden zudem am Tag darauf am Samstag eine Sondervorstellung im Rahmen des Schulfests geben. Die Schule feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Festbeginn ist um 11 Uhr.

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