Lahr

3,25 Millionen Euro für die Verbandskläranlage Lahr

red/mao
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28. November 2012
Herbert Gabriel - Der Abwasserverband Raumschaft Lahr beschloss im November 2010 einen Pilotversuch mit Tuchfiltration. Geschäftführer Gereon Anders zeigt einen dafür benötigten Tuchfilter.

Herbert Gabriel - Der Abwasserverband Raumschaft Lahr beschloss im November 2010 einen Pilotversuch mit Tuchfiltration. Geschäftführer Gereon Anders zeigt einen dafür benötigten Tuchfilter.

Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer übergab heute einen Zuwendungsbescheid über 3,25 Mio. Euro für eine Verbesserung der Abwasser­reinigung in der Verbandskläranlage Lahr an den Verbandsvorsitzenden Ober­bürgermeister Wolfgang G. Müller. Die Fördermittel werden für den Bau einer Aktivkohleadsorptionsanlage mit an­schließender Tuchfiltration auf der Verbandskläranlage Lahr verwendet.

„Durch die weitergehende Abwasserreinigung wird die Gewässergüte im Schut­terentlastungskanal deutlich verbessert und die unterhalb der Einleitungsstelle liegenden Trinkwasserschutzgebiete nachhaltig geschützt,“ so die Regierungs­präsidentin bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids. Anlässlich der Förderung betonte Umweltminister Franz Untersteller die überre­gionale Bedeutung des Vorhabens: „Durch dieses richtungweisende Projekt bringt der Abwasserverband seine Abwasserreinigung in eine neue Dimension. Er nimmt damit nicht nur eine Vorbildfunktion im Land ein, wir setzen mit dem Projekt auch ein wichtiges Signal für die Einführung zukunftsweisender Umwelt­technologien in Europa. Mit solchen Leuchtturmprojekten gelingt es, vorhandene Stärken zu festigen und im gesamteuropäischen Interesse weiter auszubauen.“

Die Gesamtkosten für die Maßnahme belaufen sich auf rund 8,0 Mio. Euro. Die zuwendungsfähigen Ausgaben in Höhe von 6,5 Mio. Euro werden mit 50 % aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bezuschusst. Im November 2010 hat der Abwasserverband Raumschaft Lahr (AV) den Bau einer Aktivkohleadsorptionsanlage mit anschließender Tuchfiltration beschlos­sen. Die Kosten für den Bau eines Ableitungskanals in den Rhein wären ver­gleichsweise hoch, die Spurenstoffproblematik würde lediglich in den Rhein ver­lagert werden und der Schutterentlastungskanal würde zu einem überwiegenden Zeitraum trocken fallen. Ausschlaggebend war auch die in Aussicht gestellte EU-Förderung. Mit den EU-Fördermitteln werden innovative Verfahren zur Eliminie­rung organischer Spurenstoffe bezuschusst

Hintergrund: Der Abwasserverband Raumschaft Lahr (AV)

Lahr, Kippenheim, Seelbach und Schuttertal betreibt seit 1965 eine Ver­bandskläranlage (VKA) mit einer Ausbaugröße von aktuell 100.000 EW. Das Abwasser wird in den Schutterentlastungskanal (SEK) eingeleitet, ein künstlich angelegter Gewässerlauf, welcher das Hochwasser der Schutter in den Rhein ableitet. Außerhalb von Hochwasserereignissen besteht das Wasser des SEK daher zu fast 90 % aus gereinigtem Abwasser. Auf dem Weg zum Rhein tangiert der SEK verschiedene Wasserschutzgebiete. Aufgrund der schlechten Gewäs­sergütesituation und der festgestellten Grundwasserbeeinflussung durch Versi­ckerungen ergaben sich für die Wiedererteilung der Einleitungserlaubnis nur zwei grundsätzliche Optionen 1. Ableitung in den Vollrhein, 2. Ausbau der VKA mit einer weiteren Reinigungsstufe zur Eliminierung der organischen Spuren­stoffe.

Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer übergab heute einen Zuwendungsbescheid über 3,25 Mio. Euro für eine Verbesserung der Abwasser­reinigung in der Verbandskläranlage Lahr an den Verbandsvorsitzenden Ober­bürgermeister Wolfgang G. Müller. Die Fördermittel werden für den Bau einer Aktivkohleadsorptionsanlage mit an­schließender Tuchfiltration auf der Verbandskläranlage Lahr verwendet.

„Durch die weitergehende Abwasserreinigung wird die Gewässergüte im Schut­terentlastungskanal deutlich verbessert und die unterhalb der Einleitungsstelle liegenden Trinkwasserschutzgebiete nachhaltig geschützt,“ so die Regierungs­präsidentin bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids. Anlässlich der Förderung betonte Umweltminister Franz Untersteller die überre­gionale Bedeutung des Vorhabens: „Durch dieses richtungweisende Projekt bringt der Abwasserverband seine Abwasserreinigung in eine neue Dimension. Er nimmt damit nicht nur eine Vorbildfunktion im Land ein, wir setzen mit dem Projekt auch ein wichtiges Signal für die Einführung zukunftsweisender Umwelt­technologien in Europa. Mit solchen Leuchtturmprojekten gelingt es, vorhandene Stärken zu festigen und im gesamteuropäischen Interesse weiter auszubauen.“

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Die Gesamtkosten für die Maßnahme belaufen sich auf rund 8,0 Mio. Euro. Die zuwendungsfähigen Ausgaben in Höhe von 6,5 Mio. Euro werden mit 50 % aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bezuschusst. Im November 2010 hat der Abwasserverband Raumschaft Lahr (AV) den Bau einer Aktivkohleadsorptionsanlage mit anschließender Tuchfiltration beschlos­sen. Die Kosten für den Bau eines Ableitungskanals in den Rhein wären ver­gleichsweise hoch, die Spurenstoffproblematik würde lediglich in den Rhein ver­lagert werden und der Schutterentlastungskanal würde zu einem überwiegenden Zeitraum trocken fallen. Ausschlaggebend war auch die in Aussicht gestellte EU-Förderung. Mit den EU-Fördermitteln werden innovative Verfahren zur Eliminie­rung organischer Spurenstoffe bezuschusst

Hintergrund: Der Abwasserverband Raumschaft Lahr (AV)

Lahr, Kippenheim, Seelbach und Schuttertal betreibt seit 1965 eine Ver­bandskläranlage (VKA) mit einer Ausbaugröße von aktuell 100.000 EW. Das Abwasser wird in den Schutterentlastungskanal (SEK) eingeleitet, ein künstlich angelegter Gewässerlauf, welcher das Hochwasser der Schutter in den Rhein ableitet. Außerhalb von Hochwasserereignissen besteht das Wasser des SEK daher zu fast 90 % aus gereinigtem Abwasser. Auf dem Weg zum Rhein tangiert der SEK verschiedene Wasserschutzgebiete. Aufgrund der schlechten Gewäs­sergütesituation und der festgestellten Grundwasserbeeinflussung durch Versi­ckerungen ergaben sich für die Wiedererteilung der Einleitungserlaubnis nur zwei grundsätzliche Optionen 1. Ableitung in den Vollrhein, 2. Ausbau der VKA mit einer weiteren Reinigungsstufe zur Eliminierung der organischen Spuren­stoffe.

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