Schwanau - Ottenheim

50 Schüler der BvO-Gemeinschaftsschule haben es geschafft

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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19. Juli 2019

Preisträger (von links): Cosima Klenk (9b), Yannick Bluhm (9b), Aya Alboush (9b), Alvina Khan (10), Luca Welle (9a), Meriton Xhoxhaj (9c), Marcel Schmidt (9c), Marlon Meyer (9b), Enrico Groß (10). ©Thorsten Mühl

Mehr als 50 Absolventen haben am Donnerstagabend mit Übergabe ihrer Zeugnisse die Bärbel-von-Ottenheim-Gemeinschaftsschule (BvO) mit Real- oder Hauptschulabschluss in der Tasche verlassen. Drumherum gab es eine bunte, abwechslungsreiche Feier.

Im siebten Jahr besteht das gemeinsame Modell Gemeinschaftsschule der Riedgemeinden Schwanau und Meißenheim am Standort Ottenheim nun schon. Auch darauf konnte das Motto des aktuellen Abschlussjahrgangs am Donnerstag durchaus bezogen werden. Eine Textzeile aus dem Song »Scream & Shout« von Will.I.am featuring Britney Spears zitierend, überschrieben die mehr als 50 Absolventen der Klassen 9 a, 9 b, 9 c und 10 ihre Feier mit »All eyes on us« (zu deutsch: »Alle Blicke auf uns«).

Wunsch: Mut und Geduld

Und angesichts eine Prüfungsschnitts der Hauptschule von 2,7 und der Realschule von 2,4 konnten sich diese selbstbewussten Worte nach fünf, respektive sechs Jahren harter Arbeit, durchaus wählen lassen. Indirekt, kooperativ und gemeinsam hatten die Schüler gelernt, angeleitet durch ein multi-professionelles Lehrer-Team, wie Schulleiterin Angelika Walter der nahezu voll besetzten Rheinauenhalle in ihrer Rede erklärte. 

Dritter Durchlauf zum Hauptschul-, zweiter Durchlauf zum Realschul-Abschluss – die BvO hat ihren Ruf als kompetenter Schulstandort weiter festigen, ihr Profil als Lehranstalt ein weiteres Jahr schärfen können. Den Absolventen bieten sich nun viele Möglichkeiten, allerdings auch »ein Arbeitsmarkt im hellen Licht umfassender ökologischer und gesellschaftlicher Veränderungen«, mahnte Walter. Sie wünschte den scheidenden Schülern sich ein breites Spektrum an Interessen aufzubauen, dazu Mut, Geduld, aber auch die Fähigkeit zur Toleranz. 

"Ihr Ding machen"

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Udo Lindenberg zitierend, sollten sie laut Walter »ihr Ding machen«. Ein spezielles Lob richtete sie an die Technik-Gruppe der Klassen 9 a und 9 b, die mit Lehrer Stefan Bähr den Lindenplatz auf Vordermann brachten (wir berichteten) und mit dieser Projektarbeit »Spuren in der Gemeinde hinterlassen haben«. Von der Bedeutung, an seinen Träumen festzuhalten und diese, notfalls auch gegen Widerstände, zu verteidigen, handelte der Abschiedsbeitrag des Elternbeirats anlässlich der Verabschiedung der Absolventen. 

Schwanaus Bürgermeister Wolfgang Brucker gratulierte nicht nur den Schülern, sondern nahm auch einen kleinen Exkurs vor. »Gute Schüler wie ihr sind der beste Beweis dafür, dass wir mit der Entscheidung, die BvO zur Gemeinschaftsschule zu entwickeln, richtig lagen.« In den Gemeinderäten sei man sich über das gute Modell einig gewesen, wie es ausfallen würde, habe sich jedoch nicht vorhersagen lassen.

Weg weiter gehen

Die Schule werde ihren Weg weiter gehen, wie auch der jetzige Jahrgang, dem der Bürgermeister wünschte, sich seine Träume zu bewahren. Dabei waren Wege ein gutes Stichwort: Während vier Absolventen etwa an anderen Schulen weitermachen werden, fangen zehn direkt eine Berufsausbildung (zum Beispiel als Industriemechaniker, Justizfachangestellter oder Zimmermann) an. 

Musikalische Beiträge (Marlene und Melissa Himmelsbach, Enrico Gross) rundeten, ehe Zeugnisse und Preise (siehe Kasten) übergeben wurden, den offiziellen Teil ab. Nach einer Pause wurde dann ein Programm mit sportlichen Einlagen, Sketchen sowie den Klassenlehrer-Reden und -verabschiedungen geboten.

Info

Preisträger

Die besten Gesamtleistungen der Hauptschule erreichten Aya Alboush und Marlon Meyer (jeweils Schnitt: 1,3). Weitere Preise erhielten Meriton Xhoxhaj (Mathematik), Cosima Klenk (Bildende Kunst), Marcel Schmidt (Naturwissenschaft & Technik), Yannick Bluhm (Geschichte) und Luca Welle (Sport). Die beste Realschul-Gesamtleistung erbrachte Alvina Khan (Schnitt: 1,8), ebenso erhielt Khan den Englisch-Preis. Enrico Gross erhielt ein Lob (Schnitt: 1,9) sowie den Preis für Musik/Bildende Kunst.

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