Friesenheim - Heiligenzell

Absage an Friesenheimer Floriansjünger

Autor: 
Wolfgang Schätzle
Lesezeit 3 Minuten
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07. Juli 2016

Noch stehen die Arkaden der Arena für die 1000-Jahr-Feier auf dem alten Sportplatz in Heiligenzell. Doch der Sportverein möchte den Platz so schnell wie möglich wieder für den eigenen Sportbetrieb nutzen können. ©Wolfgang Schätzle

Der alte Sportplatz in Heiligenzell soll wieder in den alten Zustand zurückversetzt werden, damit der Sportverein dort wieder trainieren kann. Plänen der Feuerwehr, die dort 2017 Jubiläum feiern will, erteilte der Ortschaftsrat eine klare Absage.

Der alte Heiligenzeller Sportplatz ist dem Sportverein Heiligenzell per Pachtvertrag vom 1. Januar 1987 zur alleinigen Verwendung für sportliche Zwecke überlassen. Für das Festwochenende zur 1000-Jahr-Feier stellte der SV den Platz vorübergehend zur Verfügung. 

»Arkaden-Arena« steht noch
Noch steht die »Arkaden-Arena«. Die Arkaden wurden nämlich nach dem Festwochenende erst einmal stehen gelassen, da die Feuerwehr den Platz für sich entdeckt hatte. Die Feuerwehr-Abteilung Friesenheim wird nämlich 2017 125 Jahre alt. Gefeiert werden soll mit einem großen Fest, in dessen Rahmen auch der Kreisfeuerwehrtag ausgerichtet werden soll. Dafür würde sich der alte Sportplatz samt den Arkaden gut eignen, heißt es in einem Antrag an die Gemeinde, der am Mittwoch den Ortschaftsrat beschäftigte. 

SV pocht auf Absprache
Die Absprache mit dem SV war allerdings, den Sportplatz unmittelbar nach Abschluss der Feier wieder in den Ursprungszustand zurückzuversetzen und an den SV als Pächter zurückzugeben. Darauf poche auch der SV, unterstrich Ortsvorsteher Gerold Eichhorn. »Er wünscht keine weiteren Veranstaltungen auf der ihm verpachteten Anlage.« Dies bekräftigte auch SV-Chef Siegfried Gambert. Auch Bürgermeister Erik Weide wohnte der Sitzung bei und erklärte auf Nachfrage, dass über ortsteilbezogene Angelegenheiten der örtlichen Vereine der Ortschaftsrat in eigener Zuständigkeit entscheiden könne.

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»Nein müssen wir respektieren«
Der Tenor der Meinungen war schnell klar. »Wenn der Sportverein Nein sagt, dann müssen wir das respektieren«, sagte Birgitta Schrempp (CDU). Daniela Pabst-Geppert (CDU) verstand gar nicht, warum es überhaupt zum Thema gemacht wurde. Es sei doch von vornherein klar gewesen, man hätte der Feuerwehr gleich sagen sollen, dass der Platz nur einmalig zur Verfügung gestellt wurde. Peter Zimmermann (Freie Wähler) meinte gar, man müsse überhaupt nichts entscheiden, die Rechtslage sei durch den Pachtvertrag eindeutig. Es wurde dennoch ein Votum abgegeben – einstimmig. 

Applaus der Anwohner
Die einmalige Nutzung für das große Fest sei auch den Anliegern zugesagt und nur deshalb auch von ihnen toleriert worden, erklärte Ortsvorsteher Eichhorn. Die Zuhörer quittierten die Entscheidung pro Sportverein denn auch mit spontanem Applaus. 

SV-Vorsitzender Gambert bat anschließend Roland Herzog, der mit seinem Team die Arena errichtet hatte, dafür zu sorgen, dass die Arkaden baldmöglichst abgebaut werden, damit der Platz für den Trainingsbetrieb wieder ertüchtigt werden kann. Er hoffe, dass dies spätestens Anfang September wieder so sein wird.

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