Friesenheim - Oberweier

Abteilung Oberweier feiert Feuerwehrhock und Truckertreffen

Autor: 
Walter Holtfoth
Lesezeit 3 Minuten
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26. Mai 2019
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Einen tonnenschweren Lastwagen an einem Seil zu dritt aus dem Brandherd zu ziehen erforderte Kraft beim Atemschutzwettkampf. ©Walter Holtfoth

Der Feuerwehrhock mit Truckertreffen erfreute sich am Wochenende in Oberweier bei Kaiserwetter großer Beliebtheit. Auf Einladung der Feuerwehr Friesenheim, Abteilung Oberweier, haben viele Wehren aus der Umgebung aber auch von weiter her neun Teams zur Teilnahme am Atemschutzwettkampf gemeldet.

Eigentlich könnte der Wettkampf als eine Art »Spiel ohne Grenzen« bezeichnet werden. Als Wettkampf in der Form eines Spieles bezeichnete Abteilungskommandant Klaus Beiser die Prüfung zum Atemschutzwettkampf, organisiert von der Feuerwehr Friesenheim, Abteilung Oberweier. Gewonnen haben alle Teilnehmer bereits durch ihren Start in Friesenheim, betonte er.

Die Aufgaben wurden schon in ihrer Beschreibung als schweißtreibend aufgenommen. Es ist für Unbeteiligte schwer vorstellbar, mit welchem körperlichen Einsatz, Kraft und Ausdauer Feuerwehrfrauen und Männer bei vielen Alarmen an den Brandherden gefordert sind. Alleine 30 Kilogramm wiegt die Uniform mit Atemschutzgerät. In Obeweier galt es bei einem Hindernisparcour bis an die Belastungsgrenzen zu gehen. Einen tonnenschweren Lastwagen an einem Seil zu dritt aus dem Brandherd zu ziehen erforderte Kraft.

Voller Körpereinsatz

In voller Montur einen verletzten Kameraden aus einem Kriechtunnel zu befreien war nur mit Kraft, Geschicklichkeit, Koordination mit den Rettern im Team möglich. Das Aufsammeln von Wasser mittels eines Schwammes um die Flüssigkeit in einen zehn Meter entfernten Behälter zu leeren war unter vollem Körpereinsatz auf Geschwindigkeit gepolt eine Ausdauerstrapaze. 

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Im Blindflug sich ganz auf die Anweisungen und Kommandos der Kameraden zu verlassen, war ein weiteres Kriterium. Edith Schaub als eine der wenigen Frauen am Start, meisterte alle Prüfungen ebenso glänzend wie die beteiligten Männer. Nicht ohne Stolz meinte sie: »Den Jungs vertraue ich beim Innenangriff mein Leben an und sie mir.« Zwischen den einzelnen Wettbewerben gab es die Möglichkeit sich zu stärken und zu erfrischen. Ortsvorsteher Alexander Bix machte sich genauso ein Bild über den Wettbewerb wie Gesamtwehrkommandant Thomas Manach.

Trucks begrüßt

Bereits vor der ersten Übung des Atemschutzwettkampfes wurde im Umfeld des Gerätehauses und des Bauhofes, ein Truck nach dem anderen begrüßt. Letztendlich waren es wohl mehr als 50. Die Trucker kommen gerne mit ihren Zugmaschinen nach Oberweier, weil es immer familiär und gemütlich sei, war zu hören. Die Fahrer saßen auf Campingstühlen beisammen, einige hatten die ganze Familie mit Kind und Kegel dabei. Es wurde gefachsimpelt und sicher auch Truckerlatein ausgetauscht. Wirkungsvoll war   das eine oder andere Hupkonzert, das die Garde der Fahrer stets als Musik verstehen wollen und nicht als Belästigung. 

Die Zugmaschinen zeichneten sich überwiegend durch kreative malerische Designs aus. Das Publikum konnte sich ein Bild über ein kleines Stück Truckerromantik und Freiheit machen. Männer und Frauen die nahezu jeden Tag im Führerhaus ihres Trucks verbringen und die viele nur beim Überholen auf der Autobahn sehen, wurden in nette Gespräche verwickelt. Alle gaben gerne Auskunft über ihre Sorgen wie Zeitdruck und Wettbewerb, warben gleichzeitig für mehr Toleranz und Miteinander auf den Straßen Europas. 

Am Sonntag unterhielt der Männergesangsverein (MGV) Harmonie Oberweier das zahlreiche Publikum. Gewonnen wurde übrigens auch noch beim Atemschutzwettbewerb. Den ersten Platz belegte das Wettkampfteam Urloffen 1, gefolgt von Oberschopfheim 2 und Urloffen 3.

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