Schwanau - Ottenheim

Akkordeonclub Ottenheim begeisterte mit Udo-Jürgens-Liedern

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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02. Dezember 2019

Eddi Haid und Alexandra Baumann brachten geballte Sangesfreude auf die Bühne der Rheinauenhalle. ©Thorsten Mühl

Ganz im Zeichen von Udo Jürgens stand der Konzert- und Unterhaltungsabend des Akkordeonclubs Ottenheim am Samstag. „Merci, Udo“, sagten beide Orchester, die Solisten und der Chor der Bärbel-von-Ottenheim-Gemeinschaftsschule.

Jens Blümle, Vorsitzender des Akkordeonclubs Ottenheim (ACO), übertrieb beim Abschied ans Publikum in voll besetzter Rheinauenhalle nicht. „Dieser Abend wird in die Vereinsgeschichte eingehen“, unterstrich er. Beim mehr als dreistündigen Konzert verwirklichten die Akteure unter dem Motto „Merci, Udo“ einen langjährigen Traum Werner Stiefels. Der Dirigent des Akkordeonclubs ist nicht nur ein kreatives Mastermind, sondern auch ein leidenschaftlicher Fan von Udo Jürgens. 

Monatelang wurde der Abend vorbereitet, da Stiefel unter anderem sämtliche Stücke eigenständig für Akkordeon arrangiert hatte. Besonderheit war, dass Orchester und Jugendorchester bewusst die begleitende Rolle übernahmen. „Bei Udo Jürgens Stücken stehen insbesondere die Texte im Mittelpunkt, daher liegt der Fokus heute auf dem Gesang, den verschiedene Akteure übernehmen“, bereitete Blümle die Zuhörer eingangs vor. 

Feiner Humor

Den Stücken des 2016 verstorbenen Chansonniers und Entertainers wurden ganz eigene Akzente verliehen. Eddi Haid (Schuttern) bestritt den Löwenanteil des Programms, bewältigte mit den Facetten seiner ausdrucksstarken Stimme den oft schmalen Grat zwischen Ernst und Humor. Haid überzeugte sowohl als Solist als auch im Verbund mit Alexandra Baumann (Meißenheim), die ihre stimmliche Bandbreite bereits in vergangenen ACO-Konzerten unter Beweis stellte. Die beiden erzeugten zum Beispiel bei „Liebe ohne Leiden“, „Ich will, ich kann – I will, I can“ oder „Zeig‘ mir den Platz an der Sonne“ geballte Kraft und Sangesfreude auf der Bühne. 

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Für eine Überraschung sorgte das Duo bei „Ich war noch niemals in New York“. Haid sang das Lied, wobei bereits auffiel, dass das ACO-Orchester Teile aus Frank Sinatras „New York, New York“ einstreute. Eben dieses Stück interpretierte die an passender Stelle auftretende Baumann, schuf so eine ganz eigene Fassung des Jürgens-Klassikers. Die Zuhörer bekamen auch klassische Udo-Jürgens-Inhalte, wie „Griechischer Wein“, zu hören, vorwiegend aber Stücke, die auf Anhieb nicht jedem bekannt waren.

ACO-Musiker Lars Blümle und Sohn überraschten mit ihrem Duett bei „Die Blumen blüh‘n überall gleich“. Mit Spannung wurde das Mitwirken des neu gebildeten Chors der Bärbel-von-Ottenheim-Gemeinschaftsschule erwartet. Begleitet vom ACO-Jugendorchester unter Leitung von Regina Bau hatte der von Hendrik Berger geleitete Chor einen schwierigen Einstieg. Doch die Jugendlichen steigerten sich merklich bei „Ich war noch niemals in New York“ und ihrem zentralen Stück „Ach Papi, geh‘ doch heuer nicht auf die Weihnachtsfeier“. 

Fortsetzung möglich

Als das Konzert, von Moderatorin Mia Blümle mit tiefgründigen Gedanken begleitet, mit der Zugabe „Ihr von morgen“ ausklang, sparte das Publikum nicht mit verdientem Beifall. Und angesichts eines Fundus von rund 1000 Udo-Jürgens-Stücken sei eine Fortsetzung von „Merci, Udo“ laut Jens Blümle „durchaus denkbar“.

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