Plan passierte mehrheitlich den Ortschaftsrat

Alter Sportplatz Schuttern: Reihenhäuser doch gefragt

12. Oktober 2017
&copy IFP2 Langs Lahr

Erneut wurde über die Notwendigkeit von Reihenhäusern und Mehrfamilienhäusern diskutiert. Doch letztlich entschied sich Schutterns Ortschaftsrat für eine Variante, bei der beide Haustypen berücksichtigt sind.

Vor Wochen tat sich Schutterns Ortschaftsrat überaus schwer, dem damals vorgelegten städtebaulichen Entwurf für den Bebauungsplans »Alter Sportplatz« festzulegen. Eine Einigung gab es nur bezüglich der Stellplätze, die auf zwei pro Wohneinheit festgelegt wurden; und bezüglich dem Verbleib von Reihenhäusern und Geschossflächenbauten in der Planung, auf die aus Sicht einiger Ratsmitglieder durchaus hätte verzichtet werden können. 

Die Zustimmung zum Entwurf entfiel, statt dessen wurden weitere Alternativ-Pläne gefordert. Die gab es nun am Dienstag bei der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrats – und gleich in vier Varianten, die von Thomas Kernler vom Büro Zink Ingenieure in Lauf zunächst näher erläutert wurden. 

Gleich zu Beginn betonte Kernler, dass der Bebauungsplan bis 2021 abgeschlossen sein muss. Schutzgebiete gibt es im 27 420 Quadratmeter großen Geltungsbereich, lediglich Feldgehölze müssten berücksichtigt, das heißt dafür ein Ausgleich geschaffen werden. 

Von vier auf drei

Die Variante eins entsprach dem ursprünglichen Entwurf, der in der letzten Sitzung keine Mehrheit finden konnte. Bei der Variante zwei wurden die Anzahl der Mehrfamilienhäuser im südlichen Bereich von vier auf drei zurückgenommen. Ebenso die Reihenhäuser zugunsten von Einfamilienhaus-Grundstücken. 

In Variante drei wurden sowohl die nochmals reduzierten Reihenhäuser (nun im nördlichen Bereich) als auch die Mehrfamilienhäuser (jetzt im östlichen Bereich) komplett anders angeordnet. In Variante 3a wurde der innere Straßenring etwas weiter nach Süden verschoben, damit die Grundstücke etwas »mehr Luft« bekommen, so Kernler. 

Ihm habe schon letztes Mal die Variante eins gut gefallen, aber mit der Variante 3a könne er auch gut leben, meinte Ortsvorsteher Hans-Jürgen Kopf (Freie Wähler). »Für mich persönlich wäre die Variante 3a, die ich bevorzugen würde, weil ich weiß, dass die Variante eins keine Mehrheit findet in diesem Gremium.« Ähnlich sah es auch Pirmin Maus (Freie Wähler). 

Nochal modifizieren

Guido Leberl (CDU) fand zwar die Variante drei nicht schlecht, sprach sich aber erneut gegen den Bau der Reihenhäuser aus. Auch für den Geschossflächenbau gebe es in Schuttern keinen Markt, so Leberls Auffassung. Er plädierte zu einer weiteren Modifizierung des Plans. 

Und auch Siegfried Greiner (CDU) stellte noch einmal klar, dass Reihenhäuser tatsächlich nicht gefragt seien, ebenso sieht auch er keinen Markt für die Mehrfamilienhäuser. »Wir sollten uns planerisch verstärkt auf Einzelfamilienhäuser festlegen – die gehen weg.« 

Dass Reihenhäuser durchaus gefragt seien, vertraten erneut Kopf und Bauamtsleiter Markus Reinbold. Auch Martin Buttenmüller (CDU) bekräftigte dies. Vier Anfragen soll es laut Kopf dafür schon gegeben haben. 

Leberl stellte letztlich den Antrag auf eine erneute Planänderung, kam jedoch damit nicht durch. Die Mehrheit des Rats sah die Abstimmung über Variante 3a als den weitergehenden Antrag an. Und dieser wurde schließlich mit dem Zusatz der freien Gestaltung der Baufenster mit sechs Ja bei vier Gegenstimmen angenommen. 

Sollten beispielsweise die Reihenhäuser tatsächlich nicht weggehen, könnten daraus zwei Einfamilienhäuser entstehen. Neben Leberl und Greiner hatten sich auch Brigitte Kopf-Priebe und Karl Silberer (beide CDU) gegen die Variante 3a ausgesprochen.

Einigkeit herrschte hingegen bei den Maßen für die Gebäude: Traufhöhe 11,50 Meter, maximale Sockelhöhe 1,20 Meter plus 6,50 Meter obendrauf.

Autor:
Wolfgang Schätzle

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