Ottenheim

Angler und Naturfreunde reden über Ufersanierung

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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11. Juni 2019

Das Anglerheim in Ottenheim. ©Archivbild: Thorsten Mühl

Im Rahmen der Versammlung hat der Vorstand des Ottenheimer Vereins der Angler und Naturfreunde (VdAN) am Donnerstag in gewohnter Manier über wichtige Themen informiert. Dazu zählten Ufersanierung, Anglerheim und mehr.

Neben der Hauptversammlung und schriftlichen Benachrichtigungen bildet die jährliche Versammlung im Juni eine weitere bewährte Plattform beim Verein der Angler und Naturfreunde (VdAN) Ottenheim, um über aktuelle Entwicklungen und Themen zu informieren. Am Donnerstag ging es wieder einmal um erfreuliche, mahnende, aber auch tragische Aspekte. Als erfreulich stufte Vorsitzende Johanna Haase vor allem den Stand zweier Projekte ein.

Zum einen steht die Ufersanierung des Angelweihers vor dem Abschluss. Dabei brachten sich die Mitglieder im Rahmen mehrerer Arbeitseinsätze ein, spalteten Akazienpfähle und sägten sie zu, holten Weiden und banden Faschinen, brachten die Pfähle in den Weiher ein. 

Jungangler helfen mit

Lobend hob Haase gerade das Mitwirken mehrerer Jungangler bei den Arbeitseinsätzen sowie die Gesamtkoordination von Stellvertreter Rolf Bühler hervor. Nun sollen noch die Bänke entlang des Weihers erneuert werden, was laut Johanna Haase nach dem Angelfest in Angriff genommen werden soll. Zum anderen wurde – in kürzester Zeit und völlig geräuschlos – die Terrasse des Anglerheims verwirklicht. Die Vorsitzende dankte dabei Michael Langenbach und Volker Ziegler, die den Verein mit Spenden unterstützten. Auch Pächterin Julia Pfeifle beteiligte sich an den Kosten der Maßnahme, die für den VdAN so zu stemmen blieb. Mit der Verwirklichung des Langzeit-Wunsches werde das Anglerheim insgesamt weiter aufgewertet, urteilte sie.

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Beim Thema Bachabschlag konnte Haase nur einen Zwischenstand vermelden. Durch die Mühlbachnutzer sei eigentlich kein Abschlag geplant, dieser sei durch das RP Freiburg allerdings für drei Monate beantragt worden. Dieser Antrag »ist noch am Laufen«, so Haase. Sie erhoffte sich eine frühzeitige Benachrichtigung, um beizeiten für die eigenen Gewässer entsprechende Maßnahmen veranlassen zu können. Wiederholt musste man sich zuletzt mit dem Stellen von Netzen am Rhein befassen. 

Wie schon 2018 sei von französischer Seite ein Boot eingelassen und Netze gestellt worden. Auf Anfrage sei seitens der Wasserschutzpolizei eine nur zögerliche Antwort erfolgt. Haase bat die Mitglieder darum, aufmerksam zu sein und bei Auffälligkeiten Vorstand oder Polizei zu informieren. Beim Thema Rhein nahm sie ebenfalls Bezug auf das tragische Bootsunglück am Vatertag. Die Vorsitzende wandte sich vor allem an die Bootsangler, die in den Wehrabschnitten auf französischer Seite angeln. Sie bat um genügenden Abstand von den Wehren, da der Rhein unberechenbar sei. »Passt bitte auf euch auf«, so Haase wörtlich. 

Rote Verfärbung

Abschließend erklärte sie die rote Verfärbung des alten Baggersees im Winter/Frühling. Hintergrund sei die »Burgunder-Blutalge«, deren Bakterien in praktisch jedem See vorkämen und bei entsprechenden Bedingungen zum Wachstum führten. Nur in der kalten Jahreszeit vorkommend, sterben die Algen bei bestimmten Temperaturen wieder ab, zehren jedoch recht viel Sauerstoff. Die Alge sei durchaus gefährlich für Mensch und Tier, sofern das Seewasser getrunken werde. Für den See und seine Fische bestände allerdings keine Gefahr, so Haase, die ausführte, dass das Phänomen durchaus wieder auftreten könne. Ihr Fazit lautete: »Im Großen und Ganzen besteht dadurch kein Problem für unsere Gewässer.«

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